Seit Jahrtausenden gilt Gold als werthaltig und wird in Krisenzeiten als stabiler Wertspeicher gesucht. Nachdem Gold und Silber im 18. Jahrhundert erstmalig durch Papiergeld als Zahlungsmittel ersetzt wurden (John Law), war die Schöpfung von Geld, durch Hinterlegung von Gold in einem festen Verhältnis (Goldstandard) verpflichtend. Dies verhinderte eine ausufernde Geldschöpfung, denn Gold ist nur begrenzt verfügbar. Im Jahre 1971 änderte die Abschaffung der Golddeckung die Welt. Im Zuge der Finanzierung der vorherigen Kriege und Krisen sollte die Geldmenge unbegrenzt ausgeweitet werden, um die Wirtschaft aus der Krise zu holen. Soweit eine kurze Einleitung zur historischen Bedeutung von Gold.

Der Goldpreis fiel ab 1980 stetig und erreichte seinen Tiefpunkt im Frühjahr 2001, bei ungefähr 260 US$ je Unze. Durch den fallenden Preis mussten die Goldminen ihre Produktion verknappen, viele Unternehmen gingen schließlich Pleite und die Branche schrumpfte zusammen.

Grafik: Goldpreis – 20 Jahre – April 2000 bis April 2020

 

Kleiner historischer Rückblick auf Gold und Goldminen, vom 30.03.2012
https://www.depotzuwachs.de/gold-einblicke-und-ausblicke/

Anschließend begann eine Aufwärtsbewegung, die im Jahre 2011 bei ungefähr 1.900 US$ je Unze ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. Seither kam es zu einer langjährigen Korrektur und einem zwischenzeitlich deutlichen Rückgang der Gold und Silberpreise. Wenn die Wirtschaft floriert, fällt das allgemeine Interesse für Krisenabsicherungen.

Im Sommer 2018 begann schließlich eine neuer Aufwärtsimpuls. Besonders in den letzten Wochen des Jahres 2018, als die Aktienmärkte erheblich unter Druck gerieten, neigte Gold zur Stabilität und verzeichnete Zuwächse. Dieses Muster konnte durch das gesamte Jahr 2019 weiter beobachtet werden.

Goldgrafik

Corona – Auswirkungen auf die Edelmetallbranche

Im Zuge der Bekämpfung des Coronavirus kam es in den letzten Wochen weltweit zu drastischen Einschränkungen der Wirtschaft, wie derzeit für jeden ersichtlich. Auch Gold und Silber vollzogen extreme Schwankungen. Die Tagespreise sprangen, ebenso wie an den Aktienmärkten, mal in die Eine und mal in die andere Richtung.

Die Massnahmen zur Coronaeindämmung machen auch vor der Minenbranche nicht halt. Zahlreiche Edelmetallproduzenten, also die Minengesellschaften welche Gold und Silber aus dem Boden holen, haben Arbeiter nach Hause geschickt, ihre Produktion heruntergefahren oder Minen komplett geschlossen. In der Folge wird die verfügbare Menge für Gold und Silber dadurch drastisch verknappt.

Nicht viel anders läuft es in der verarbeitenden Goldindustrie. Drei der wichtigsten Goldraffinerien mit Sitz in der Schweiz (nahe Norditalien), haben ebenfalls ihre Betriebe vorübergehend geschlossen. Sie verarbeiten über 50% des weltweit verfügbaren Goldes, stellen Barren her und die Feinqualität für Prägeanstalten bereit.

Andererseits steigt in den letzten Wochen die physische Nachfrage nach den Edelmetallen erheblich, weil Anleger besonders das Krisenmetall Gold in der aktuellen unsicheren Gesamtsituation stark nachfragen. Dies lässt sich daran ablesen, dass Prägeanstalten vom schnellen Ausverkauf ihrer jährlichen Münzausgaben (Gold- und Silbermünzen) berichten. Auch die Händler von Münzen und Barren haben kaum noch physische Bestände und verkaufen die noch verfügbaren Reserven mit teilweise erheblichen Preisaufschlägen (bis zu 100% Aufpreis).

Goldpreis – Entstehung der Tagespreise

Aus den vorbenannten Beobachtungen drängt sich die folgende Frage auf:

  • Warum hat der Goldpreis nicht längst mit einem stärkeren Preisanstieg reagiert, wenn die Marktsituation sich als knapperes Angebot bei gleichzeitig steigender Nachfrage darstellt?

Die Antwort führt zur grundsätzlichen Preisbildung bei Gold. Offiziell wird der Goldpreis in London durch ein Bankenkonsortium (LBMA) zweimal täglich festgesetzt. Zur eigentlichen Findung des Goldpreises trägt jedoch im erheblichen Umfang der Handel mit Goldersatzprodukten bei, dem so genannten Papiergold. Als Papiergold bezeichnet man die Gesamtsumme von Finanzprodukten mit welchen, ersatzweise für den physischen Handel, die Banken und Spekulanten das Edelmetall handeln. Hiermit werden im Tageshandel Goldersatzprodukte in einem Volumen gehandelt, welches an manchen Tagen dem Gegenwert einer gesamten Jahresproduktion von physischem Gold entspricht (2019 ca. 3.460 Tonnen).

Der Umfang des physischen Goldhandels wird davon bei weitem in den Schatten gestellt. In der Konsequenz bedeutet dies für die Preisbildung bei Gold, dass das tatsächliche physische Angebot- und Nachfrageverhältnis in den Hintergrund rückt. Die täglichen Goldpreisverläufe und die Schwankungen finden unter erheblichem Einfluss des Papiergoldhandels statt. Aus diesem Grund sollte den Tagesschwankungen der Edelmetallpreise, keine zu große Bedeutung hinsichtlich der fundamentalen Einschätzung als Anlageprodukt beigemessen werden.

Nachfragesituation – Worauf es ankommt

Viel wichtiger für die Beurteilung der echten Attraktivität ist die Basissituation. Also die Menge der verfügbaren Edelmetalle und die Betrachtung der Nachfragesituation. Seit einigen Jahren zählen die Notenbanken wieder zu den Goldkäufern. Besonders China, Russland und die Türkei sind nennen, die regelmäßig in ihren Notenbankbilanzen steigende Goldbestände nachvollziehen lassen.

Auf der Anlageseite lässt dies den Gedanken zu: Wenn Notenbanken zur Unterlegung der eigenen Währung Gold als werthaltig betrachten, warum sollte dies nicht ein Baustein für Anleger sein, es ihnen mit einem bestimmten Teil der Anlagegelder gleich zu tun?

Silber – industrielle Bedeutung schlägt sich in Preisschwankungen nieder

Die Situation bei Silber ist etwas anders gelagert. Der Silbermarkt ist insgesamt noch kleiner als der Goldmarkt. Vor allem der industrielle Einsatz von Silber, der ungefähr die Hälfte der jährlichen Silberproduktion beansprucht, gestaltet die Nachfrageseite erheblich mit. Silber besitzt ein enorm breites Anwendungsspektrum. Findet sich in der Fotografie, bei der Wasserreinigung, als Besteck und natürlich als beliebtes Material für Schmuck aller Art.

Seine besonderen physikalischen und chemischen Eigenschaften machen Silber für weitere Einsatzgebiete attraktiv. Sicher kennt jeder Silberpflaster, welches aufgrund der antibakteriellen Wirkung die Wundheilung begünstigt. Diese Wirkung findet in vielen gesundheitlichen Produkten Verwendung.

Noch sehr viel breiter ist der industrielle Einsatz. Silber ist ein hervorragender elektrischer Leiter. In den meisten Solaranlagen wird es verwendet, in der Automobilindustrie für Verkabelungen, in Computern und Smartphones zur Signalübertragung auf den Platinen, um nur einige Beispiele zu nennen. In der Summe hat Silber den größeren gesellschaftlichen Nutzen, gegenüber Gold.

Die Bedeutung als Industrierohstoff verringert nun, im Moment der zurückgehenden Wirtschaftsaktivität, die Nachfrage nach Silber. Demnach ist der jüngste starke Preiseinbruch auf die Spekulation zurückzuführen, dass die industrielle Nachfrage erst einmal stark nachlässt. Kapitalmärkte reagieren prompt auf solche Zusammenhänge.

Ebenso schnellt der Preis für Orangensaft an der Warenterminbörse in die Höhe, wenn durch Frostschäden in Floridas Orangenplantagen der Ernteertrag voraussichtlich stark beeinträchtigt wird. Externe Einflüsse hinterlassen stets Auswirkungen auf die kurzfristige Preisfindung. Dies gilt in beide Richtungen. Ändert sich die Situation, geht es zügig in die andere Richtung. Spekulanten verstärken die Schwankungsintensität und beeinflussen die Preisentwicklung zeitweise erheblich.

Grafik: Silberpreis – 20 Jahre – April 2000 bis April 2020

Zusammenfassung – besondere Situation für Gold und Silber

  • Die Minenproduktion der Edelmetalle ist stark eingebrochen, weil aus Angst vor Corona-Ansteckung die Arbeiter nach Hause geschickt wurden.
  • Die weiterverarbeitenden Raffinerien und Prägeanstalten haben ebenfalls bedeutende Produktionsstätten geschlossen. Das Angebot von Gold und Silber wird erheblich verknappt.
  • Gleichzeitig suchen immer mehr Anlagegelder den sicheren Hafen in Gold und Silber, da beide seit Jahrtausenden auch gesetzliches Zahlungsmittel sind. Sie sind nicht beliebig vermehrbar, wie beispielsweise Bargeld und der bessere Wertspeicher. Sachwert schlägt Geldwert.

Diese interessante Ausgangssituation sollte sich über kurz oder lang in steigenden Edelmetallpreisen niederschlagen. Für Anleger kann durch die Kenntnis dieser Grundsituation ein Informationsvorsprung bestehen, den er für sich berücksichtigen kann. Wobei der physische Handel von Münzen und Barren nur noch begrenzt verfügbar ist und mit erheblichen Preisaufschlägen gerechnet werden muss.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu investieren. Neben dem physischen Besitz stellt die Beteiligung an Minengesellschaften derzeit eine attraktive Möglichkeit dar. Am besten geht dies mit spezialisierten Fonds, um nicht selbst über Chancen und Risiken einzelner Produzenten entscheiden zu müssen.

Folgendes Risikoszenario soll nicht unerwähnt bleiben:

  • Sobald die Situation der Coronakrise sich aufhellt und eine positive Grundstimmung für die Wirtschaft zurückkehrt, werden sich auch kurzfristig orientierte Marktteilnehmer von ihren Edelmetallspekulationen trennen. Dies kann eine kurzfristige Korrektur bei Gold und Silberpreisen nach sich ziehen.

Gold – Bedeutung in der Kapitalanlagebranche

Zur tieferen Einschätzung der mittelfristigen Aussichten für die Edelmetalle ist es essenziell wichtig, deren grundsätzliche Bedeutung als Investmentvehikel zu kennen. In den letzten Jahren und Jahrzehnten, wurden Gold und Silber in der Kapitalanlage von vielen Kapitalverwaltern und Anlagemanagern vernachlässigt. Der Grund ist einfach, Gold ist kein Produktivkapital und zahlt keine Zinsen.

Jedoch befindet sich der Zins in den letzten Jahren auf dem Rückmarsch, verursacht durch die expansive Politik der Notenbanken (USA, Europa, Japan). Beziehungsweise befindet er sich bereits auf der Nulllinie. Für Banken und Kapitalverwalter gilt in der EU und in der Schweiz ein Strafzins für Kontorücklagen von -0,5% und -0,7%, hier ist der Zins sogar negativ. Damit steht für die Betrachtung der Edelmetalle das historische Zinshindernis nicht länger im Weg.

Wie schon erwähnt hat sich seit 2018 auch praktisch gezeigt, dass Gold häufig dann zur Stärke neigte, wenn Aktien und verzinsliche Wertpapiere schwächelten. Gold hat seinen Wert als antizyklischer Portfoliobaustein bereits unter Beweis gestellt. Die Zahl der Kapitalverwalter die diesen Zusammenhang erkennen und in ihren Anlageentscheidungen berücksichtigen, dürfte zunehmen.

Die weltweite Anlagequote im Edelmetallsektor (Gold + Silber + Minen) beträgt derzeit etwas über 1% aller Vermögenswerte. Der historische Mittelwert für die Investorengewichtung in Edelmetallen liegt bei ungefähr 2,5%. Es besteht demnach weiteres Potential für Gold in der Investmentallokation.

Unsere Anleger kennen diese Zusammenhänge bereits und haben bewusst über die Gewichtung dieser Anlageklasse in ihrer Anlagestruktur entschieden.

Viel Erfolg bei Ihren Anlageentscheidungen & denken Sie einmal über Gold und Silber nach.
André Klatt

Mit dem Jahresstart 2019 erlebten die Börsen einen Aufschwung. Die ängstliche Stimmung des Vorjahres drehte allmählich in Zuversicht, sodass zum Jahresende von einem ausgezeichneten Anlagejahrgang 2019 gesprochen werden darf. Wertpapiere und Gold (Sachwerte) verteuerten sich, während Geld an Wert verlor.

Was die Börsen in 2019 bewegte

  • Das dominante Thema war der Handelskonflikt USA vs. China. Twitter-Nachrichten von Mr. Trump schubsten die Märkte vor sich her. Die politischen Streitigkeiten und Strafzölle bremsten die globalen Handelsaktivitäten in den vergangenen 2 Jahren erheblich. Im Jahresverlauf stiegen die Chancen auf schrittweise Annäherungen, einhergehend damit stieg der Optimismus für die Wirtschaft.
    Im Januar 2020 kam ein „Phase 1“-Handelsdeal zu Stande, der zwar noch keine komplette Entwarnung, aber eine langersehnte Entspannung auf Investorenseite herbeiführte.
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  • Nachhaltigkeit ist vom Randthema zum Anlagethema Nr. 1 avanciert. Der politische Druck für einen ökologischen Wandel ist enorm, besonders in Europa. Mittlerweile setzt sich jeder Kapitalverwalter mit CO2-Bilanz und ESG-Verhalten von Unternehmen auseinander. Die Ansichten sind dabei vielschichtig.
    Erste Befürchtungen kommen auf, dass zu schnell zu viel Kapital in bestimmte Branchen fließt, in denen Unternehmen ihre Fähigkeiten erst noch beweisen müssen. Der nachhaltige Trend hat dem Jahr 2019 seinen Stempel aufgedrückt, verlangt aber zunehmend nach erhöhter kaufmännischer Achtsamkeit.
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  • Für Rückenwind sorg(t)en die Notenbanken. Weltweit kam es zu 130 Zinssenkungen. Kredite wurden verbilligt, um Investitionen anzukurbeln und ein günstiges Umfeld für Unternehmenswachstum zu schaffen. Der Wirtschaft wurde kräftig unter die Arme gegriffen, dies erzeugte Zuversicht für Aktien..
  • Die US-Notenbank vollzog eine 180° Kehrtwende und senkte die Zinsen dreimal, von 2,25% auf 1,75%. Noch Ende 2018 wurde über Zinserhöhungen gesprochen. Damit reagierte die FED auf Probleme, welche durch die Aktionen des US-Präsidenten (Zölle, Handelsbarrieren) angestachelt wurden.

Politisches Gerangel hält die Wirtschaft in der Mangel. Und weil dies so ist, dürfte der US-Wahlkampf (im November 2020) auch „Das Thema 2020“ an den Börsen werden.

Wertentwicklungen im Anlagejahr 2019

Die Zugewinne der Aktienmärkte mündeten im besten Anlagejahr seit 2009. Die Hauptsache bestand darin investiert zu sein. An den US-Börsen (S&P500 +30%) lief es noch etwas runder als in Europa (Eurostoxx50 +25%). Wieder einmal waren Technologiewerte die Zugpferde der Performance der US-Märkte. Man darf sich vorstellen, dass ganze 5 Aktien (Apple, Facebook, Microsoft & Co) für ein Drittel des Indexanstieges im S&P 500 sorgten! Rechnet man die Technologieaktien aus der Indexentwicklung heraus, erhält man ein ähnliches Bild wie im DAX und EuroStoxx.

 

 

Grafik 1 – Ergebnisse ausgewählter Indizes 01.01.-31.12.2019

Die 2019`er Ergebnisse zeigen ein hervorragendes Aktienjahr. Bezieht man jedoch das Vorjahr in die Betrachtung mit ein, wurden in der Marktbreite hauptsächlich die Kursrückgänge aus 2018 wieder aufgeholt. Es zeigten sich erhebliche Unterschiede in verschiedenen Regionen und Branchen. Echte neue Höchststände wurden nur selektiv erreicht, zum Beispiel im Technologiesektor.

Daran wird sichtbar, dass insgesamt keine Euphorie an den Aktienmärkten herrscht. Tatsächlich wurden in 2019 von Anlegern mehr Aktien verkauft als gekauft (=Kapitalströme, weltweit flossen rund 170 Mrd. Dollar aus Aktien heraus, hinein in Zinsanlagen und Cash).

 

 

Grafik 2 – Marktverlauf 2018/2019 – DAX (Deutscher Aktienindex), EuroStoxx50 (Europa Aktienindex),
aktiv gemanagter Aktienfonds Europa

Die Märkte liefen gut, ausgewählte Fonds noch besser. Warum?

  • Die „Märkte“ bzw. die Indizes (DAX, EuroStoxx50) setzen sich aus starken und aus weniger profitablen Unternehmen zusammen. In den Indizes sind Unternehmen wegen ihren Größe enthalten, ohne Bezug auf die aktuelle Geschäftsentwicklung.
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  • Weil aktive Fondsmanager gezielt auf Qualitätsunternehmen setzen, konnten gut selektierende Aktienfonds bereits neue Höchststande erobern. In der Grafik 2 (grüne Kurve) ließ der Fondsmanager für europäische Aktien die Indexergebnisse erheblich hinter sich. Er erreichte in 2018 geringere Kursrückgänge (mehr Stabilität) und in 2019 höhere Kursgewinne (mehr Performance) –> Erwartungen erfüllt.

Viel bedeutsamer für Anleger sind allerdings die längerfristigen Entwicklungen der Märkte. Schließlich dienen Sparpläne und Altersvorsorge dem mittel-langfristigen Kapitalaufbau. So stehen für aktienorientierte Sparer ein renditestarkes 2019, sowie ein ertragreiches Jahrzehnt zu Buche. Einen längerfristigen Blick hatten wir bereits im Beitrag vom 13.12.2019 unternommen.
https://www.depotzuwachs.de/unsere-sichtweise-auf-die-aktienfondsanlage/
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Der Zuwachs für globale Aktienfonds betrug in den letzten 10 Jahren durchschnittlich 8% pro Jahr.

 

 

Grafik 3 Weltaktienindex – 10 Jahre: Dezember 2009 – Dezember 2019

Edelmetalle glänzend

Weitere Gewinner im letzten Jahr waren die Edelmetalle. Gold legte rund 20% zu, Silber um 18%. Der Goldpreis erreichte, in Euro betrachtet, bereits ein neues Allzeithoch. Bemerkenswert war zudem, dass Gold dann Stärke zeigte, wenn Aktienkurse schwächelten.
Die weltweite Anlagequote im Edelmetallsektor (Gold + Silber + Minen) beträgt derzeit nur ungefähr 1% aller Vermögenswerte. Der historische Mittelwert für die Investorengewichtung in Edelmetallen liegt bei 2,5%. Es besteht demnach weiteres Potential. In einer hoch verschuldeten Welt zeigte sich Gold werthaltiger, als verzinsliche Papiere die keinen Zins mehr abwerfen.

Fazit 2019 

Es lohnte sich ganz allgemein, an den Kapitalmärkten investiert zu sein. Mit einer gezielten Fondsauswahl konnten die allgemein guten Ergebnisse noch übertroffen werden.

Ausblick – 2020:

Im Ausblick auf 2019 lautete unsere Erwartung: „… die negative Stimmung entspricht einer Übertreibung. Die Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit USA vs. China steigt, eine gute Ausgangsposition für die Märkte …“. So weit so stimmig. Die Hoffnung auf ein Ende des Handelskonfliktes hat die Kurse in 2019 beflügelt. Die Wirtschaftsentwicklung blieb hingegen relativ schwach. So ist die Bewertung vieler Aktien der tatsächlichen Geschäftsentwicklung der Unternehmen vorausgeeilt. Deshalb darf man für 2020 nicht zu viel erwarten. Andererseits gibt es wenig Anlass pessimistisch zu werden.

Die Notenbanken pumpen Geld ins System, die Weltbevölkerung strebt nach Fortschritt und Wohlstand. Die Welt wandelt sich, viele Unternehmen sind der Digitalisierung zugeneigt und zukunftsorientiert aufgestellt. Die neuen Ziele heißen „ökologisch verantwortungsvoller und nachhaltig besser“. Allein dies sollte ausreichen, um einen Abschwung der Wirtschaft zu vermeiden. Der internationale Währungsfonds (IWF) erwartet ein globales Wachstum von 3,3% (Eurozone 1,5%, Asien 4,6%).

Die treibende Kraft im Welthandel geht von den Schwellenländern aus. In Asien erwiesen sich der Handelsstreit und die Proteste in Hongkong als Bremsklötze in 2019. Deshalb blieb die Wertentwicklung der Emerging Markets hinter den Industrienationen zurück. Nun bietet die Region günstige Bewertungen und substantiell größeres Wachstumspotential.

  • Heute gilt: Amerika hat das Geld, Asien das Potential.

Der Handelskonflikt zwingt China zu mehr Eigenständigkeit. Asien stellt 65% der Weltbevölkerung und trägt bereits heute 65% der Weltwirtschaft. Es ist mehr denn je wichtig, seine Anlagen weltweit zu streuen.
Und es benötigt ein erfahrenes und weitsichtiges Fondsmanagement für die Nutzung der Chancen und die Steuerung der Risiken. Darin besteht auch unser tägliches Bemühen.

Gedanken … Kapitalmärkte vs. Coronavirus

Der Coronavirus wird von vielen Marktteilnehmern mit dem Sarsvirus verglichen, der damals lediglich geringeren Einfluss auf Chinas Wirtschaft nach sich zog. Einige Fondsmanager (Gespräche auf dem Fondskongress in Mannheim 29./30. Januar 2020) glauben an eine kurzfristig schlimmere und globale Ausbreitung, mit weiteren wirtschaftlichen Beeinträchtigungen. Sie haben in ihren Fonds zunächst defensive Maßnahmen unternommen.

Eine Tatsache ist, dass momentan viele Produktionsstätten in China stillstehen. Dadurch werden Lieferketten definitiv behindert und in der Folge Unternehmensergebnisse je nachdem belastet, wie lange dieser Zustand anhält. Der kurzfristige Verlauf ist nicht prognostizierbar, ebenso die Marktreaktionen im Tagesgeschäft darauf. Spekulieren lohnt sich kaum.

Die Historie zeigt, wenn eine solche „unfallartige“ wirtschaftliche Verzögerung zu Stande kommt, wird anschließend ein Aufholeffekt in Gang gesetzt. Dadurch sind längerfristige Folgen für die Unternehmen und damit für die Kapitalmärkte, weniger wahrscheinlich.

  • Der Punkt ist jedoch folgender: Nach dem guten Aktienjahr 2019 und den weiter steigenden Kursen zum Jahresbeginn 2020, herrschte zuletzt ein wirklich hoher Optimismus an den Börsen. Der Virus könnte nun für Nervosität sorgen und der Auslöser für Gewinnmitnahmen sein.

Deshalb ist eine Marktreaktion mit plötzlich fallenden Kursen, wie in den letzten Tagen, nicht zwangsläufig negativ zu werten. Die Börse funktioniert nach dem Motto „Zwei Schritt vor, Einen zurück, Zwei vor …“. Übertreibungen gehören dazu. Womöglich bietet ein größerer Schritt zurück eine Gelegenheit für neue Investitionen?

Auf ein spannendes Anlagejahr 2020!

2019 ist ein bemerkenswertes Anlagejahr. Während sich die Nachrichtenlage äußerst durchwachsen gestaltet und immer wieder diverse Problemfelder in den medialen Vordergrund rückten, legten die Kapitalmärkte eine eindrucksvolle Performance hin. 2019 zeigt sich als das beste Anlagejahr seit 5 Jahren.

Nachfolgend ist der Verlauf des Weltaktienindex der letzten 10 Jahre dargestellt. In der kurzfristigen Betrachtung wird ersichtlich, dass die hervorragenden Ergebnisse in 2019, durch das schwache Jahresende 2018 relativiert werden.

Der Kursrückgang im Q4 2018 war der Sorge um eine wirtschaftliche Schwächephase geschuldet. Die damals pessimistischen Erwartungen, stellten sich als überzogen heraus und boten eine „Startrampe“ für ein erfolgreiches Comeback der weltweiten Aktienmärkte in 2019.
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Klimawandel, Umweltschutz oder Technologisierung?

Das Klima ist zum allgemeinen Diskussionsthema geworden, wie nie zuvor. Plötzlich scheint alles am Klima zu hängen, unsere Ernährung, unser Arbeitsweg, unser Urlaubsziele. Dabei überbieten sich Politiker mit Ideen zur Vermeidung von CO2 und wollen hin zu einer Gesellschaft, die Alles für das Klima tut, zumindest scheinbar. Die Wissenschaft ist sich nicht einig, inwiefern der CO2-Ausstoß für den Wandel des Weltklimas verantwortlich ist.

Hingegen ist die Umweltverschmutzung, die Abholzung von Urwäldern und die Vermüllung der Ozeane, eine direkte Zerstörung der Natur und ein unübersehbares Problem, das vom Menschen ausgeht. Man muss nicht unbedingt Jahrhundertdiagramme mit wechselnden Klimaperioden verstehen, um Beweise für sich ändernde Verhältnisse auf unserem Planeten zu suchen. Um zu verstehen warum sich diese Welt so rasant verändert, muss man nur hinsehen wie der Mensch in die Natur eingreift und die natürliche Balance herausfordert.

Klima und Umweltschutz sind nicht so einfach in einen Topf zu werfen. Während die Klimabeeinflussung bei näherer Betrachtung ein sehr komplexes, globales Thema ist (und kaum durch regionale Klima-Hyperaktivität lösbar), lohnt es sich in jedem Fall der Umweltverschmutzung Einhalt zu gebieten und die Natur zu schützen. Unser Ökosystem lebt vom Wald. Wo Wälder intakt sind wird Wasser gespeichert, wo Wasser ist, ist Leben.

Nachfolgend möchten wir im Zusammenspiel der aktuellen Themen, den Forderungen nach Klimaschutz, Umweltschutz und Technologisierung, folgende Frage in den Vordergrund stellen:
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Die Großeltern taten es, die Eltern tun es noch und die junge Generation muss nun feststellen, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Die Rede ist von der Geldanlage, die auf Zinsen basiert. Wir möchten nachfolgend näher beleuchten, wie sich fehlende Zinsen auswirken, wenn man die Inflation mit einbezieht. Die Anlagewelt ist auf den Kopf gestellt.

Zinsentwicklung in Europa

Im Jahre 2008 lag der Leitzins in Europa bei 4%, in 2012 bei 1% und seit März 2016 verharrt er auf der 0% Linie. Banken zahlen derzeit -0,4% Strafzins für ihre Einlagen. Der Zins ist von uns gegangen. Viele trauern ihm nach und wünschen sich die Zeiten zurück, in denen Zinsen auf Sparguthaben ausgeschüttet wurden. Die Gegenwart sieht anders aus. Das Gebot der Stunde heißt: umdenken und neu planen. Alte Rezepte funktionieren nicht mehr, neue Lösungen müssen her.
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Als Anleger kann man fragen, ob bei der Auswertung der Anlageentwicklungen wirklich immer die großen Themen der Welt berücksichtigt werden müssen? Antwort: Ja. Denn in einer globalisierten Welt bestimmen die Rahmenbedingungen das Marktgeschehen erheblich mit, dies galt in 2018 besonders.

Was in 2018 die Börsen bewegte

Zunächst macht es Sinn etwas heraus zu zoomen und 2017 in die Betrachtung einzubeziehen, weil es ein ungewöhnlich ruhiges Börsenjahr war. In 2018 kehrte insofern ein Stück Börsennormalität zurück, allerdings schwankten die Kurse im letzten Quartal besonders stark.

Mit den Rahmenbedingungen hat sich an den Märkten gezeigt was passiert, wenn Politik Probleme erschafft, anstatt Probleme zu lösen. Die Beispiele dafür waren auffällig vielfältig:

  • In den USA versuchte Präsident Trump das eigene Land von der Welt abzugrenzen, nachdem die Welt sich über Jahrzehnte hinweg vernetzt hat.
  • Die US-Notenbank erhöht die Zinsen (2,5%), in der Hoffnung auf eine weiter florierende Wirtschaft, entzieht dem System jedoch erheblich den Schmierstoff, die Liquidität.
  • In Großbritannien führte die Umsetzung des BREXIT zum politischen Durcheinander, mit Unwägbarkeiten für die gesamte Wirtschaft Europas.
  • Die EU erschafft mit großem Eifer neue Regulierungen und belastet damit Unternehmen verschiedener Branchen. Regeln die als Verbraucherschutz gedacht waren (Abgasrichtlinien, Datenschutz), stellten sich als unternehmerische Hürden heraus.
  • Die Zinspolitik der europäischen Zentralbank EZB (Leitzins 0,0%) belastet die europäische Finanzwelt, besonders der Strafzins belastet Banken (-0,4%) und Versicherer müssen kämpfen.
  • In Folge der Handelsstreitigkeiten geriet Chinas Wirtschaft in Bedrängnis, was wiederum Schatten auf die Weltwirtschaft zurückwirft. All dies war 2018.

Die Summe der politischen Einflüsse trübte schließlich die Stimmung in der Wirtschaft, wirkte wie Sand im Getriebe, und schwappte allmählich auf die Börsen über. Mit Beginn des 4. Quartals kam plötzlich Nervosität in den Märkte. Die US-Börsen erlebten infolge der zunehmend negativen Marktstimmung das schwächste Quartalsergebnis (S&P 500 -15%) seit den 1930`er Jahren. Die Ergebnisse fast aller Anlageklassen gerieten schließlich in die Verlustzone. Technologieaktien (FANG) waren die Gewinner der letzten Jahre und gaben nun im Schnitt um -30% von ihren Höchstkursen nach.

 

 

Die europäischen Börsen hatten vom Start weg kein gutes Jahr (EuroStoxx50 -13%). Für deutsche Aktien herrschte große Skepsis (DAX -18%). Weil deutsche Unternehmen als „Exportweltmeister“ in einer Welt mit Handelsbarrieren womöglich als Verlierer dastehen könnten, wurde kräftig ausländisches Anlagekapital abgezogen. Der DAX war besonders von den Bank- und Automobilaktien belastet (z.B. Dt. Bank -50%, Daimler -40%, Continental -50%).
Bei vielen kleineren Aktienwerten kam es zu auffälligen Kursbewegungen. So knickten die Kurse bei einigen europäischen und deutschen Nebenwerten zwischen -30% und -50% ein, ohne dass die Unternehmen irgendwelche negativen Meldungen zu berichten hatten. Derartige Verwerfungen in der Handelsliquidität waren zuletzt während der Finanzkrise 2007/2008 zu beobachten.

In den letzten Dezembertagen ähnelte die Börsenentwicklung einer panikartigen Verkaufswelle. Umfragen unter Börsianern brachten zu Tage, dass historisch noch nie ein größerer Pessimismus gemessen wurde. Es herrschte eine Art Ausnahmezustand, der exakt bis zum Jahreswechsel anhielt.

Einzig Gold wurde in diesem Umfeld seinem Ruf des „sicheren Hafens“ in Krisenphasen gerecht.

Und plötzlich … der Jahreswechsel führt zum Stimmungswechsel

Zum Jahresbeginn drehte die Marktstimmung zum Positiven und die Kurse begannen wieder zu steigen. Im Januar und Februar wurde bereits ein großer Teil der vorherigen Rückgänge wieder aufgeholt, speziell an den US-Börsen. Auch in anderen Regionen, zum Beispiel in den Schwellenländern, erholten sich die Kurse bereits im zweistelligen Prozentbereich. Der DAX hinkt noch immer hinterher.
Nachfolgend die Wertentwicklung einiger Indizes vom 01. Januar bis 26. Februar 2019:

 

 

Die Entspannung der Märkte in den ersten Wochen des neuen Jahres ist eine Reaktion auf die vorherige Anspannung, auf ein übertrieben negatives Szenario. Denn grundsätzlich wächst die Wirtschaft weiterhin. Die Prognosen des IWF zum Wirtschaftswachstum für 2019 (Welt 3,2%, Europa 1,6%, Asien 6,4%) wurden zwar etwas nach unten korrigiert, doch eine Verlangsamung der Wachstumsdynamik ist noch keine Rezession (wie befürchtet). Zudem geht es den meisten Unternehmen gut, die jüngsten Quartalsberichte stimmten Investoren größtenteils zufrieden.

  • Anders gesagt: Die Kapitalmärkte haben eine Wirtschaftsschwäche vorweggenommen, die so nicht da ist und auch nicht kommen muss. Bleiben die Unternehmensergebnisse nur stabil, wäre die Börsenbewertung eher als günstig zu erachten. Kein Grund zur Euphorie, aber ein erheblicher Unterschied zum Ausblick 2018!

Vorausblickend auf den weiteren Jahresverlauf bleiben die politischen Themen der Unsicherheitsfaktor. Die Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit USA vs. China steigt, da es sich aus ökonomischer Sicht keine der Seiten leisten kann längerfristig als Verlierer da zu stehen. Zudem will/muss Mr. Trump Gründe für eine mögliche Wiederwahl präsentieren. Die US-Notenbank hat direkt zum Jahresbeginn mehr Vorsicht in der Zinspolitik und mehr Rücksicht auf die Wirtschaftsdaten bei künftigen Zinsentscheidungen eingeräumt. Dieser Punkt gilt als ein Auslöser der jüngsten Markterholung. Und, die Aussicht auf eine BREXIT-Einigung wird grundsätzlich etwas positiver eingeschätzt, trotzdem das Ende völlig offen bleibt. Allgemein tendieren die Markterwartungen also zunächst in Richtung Entspannung.

Gute Fonds schlagen den Index … dauerhaft!

Die Marktphase in Q4 2018 liefert eine lehrreiche Botschaft für Anleger:
Wer sich womöglich Ende 2018 aus emotionalen Gründen zum Verkauf seiner Anlagen verleiten lies, musste anschließend steigenden Kursen hinterherschauen. Besser war es, geduldig zu bleiben und nichts zu tun. Das gilt nicht nur für diese Marktphase.

  • Beim Investieren gilt stets: Sein langfristiges Anlageziel im Auge behalten und sich nicht durch aufkommende Emotionen oder kurzfristige Marktbewegungen verunsichern lassen.

Das vorbeschriebene, allgemeine Marktumfeld stellte für alle Fondsmanager eine Herausforderung dar. In den letzten Jahrzehnten war es zum Beispiel für Mischfonds möglich, bei schwachen Aktienmärkten auf die Zinsseite zu wechseln und damit Erträge zu erzielen. Dieser Rückhalt existiert nun nicht mehr. Jedes Prozent Ertrag oberhalb der Marktmöglichkeiten, muss hart erarbeitet werden. Gerade in schwierigen Marktphasen treten die Fähigkeiten der Manager ungeschminkt zu Tage und helfen uns in der Unterscheidung der Fondsqualitäten.

 

 

Die Grafik zeigt die jeweils kumulierten Wertentwicklungen der letzten 5 Jahre, zum Stichtag 31.12.2018.
Wir haben die Ergebnisse von verschiedenen Aktien- und Mischfonds mit dem Index bzw. der Vergleichsgruppe gegenübergestellt.

Beispiel „Aktienfonds Weltweit“

Der graue Balken in der Mitte zeigt die Wertentwicklung des Index, in diesem Fall handelt es sich um den MSCI Welt (50%). Der grüne Balken darüber präsentiert das Ergebnis eines Top Fonds (65%), der nach unseren Kriterien selektiert wurde und sich in Kundenportfolios befindet. Der rote Balken darunter visualisiert die Entwicklung eines schwachen Fonds (13%) der Kategorie, in diesem Fall ist es ein bekannter Aktienfonds-Klassiker.

  • Je nachdem wo ein Anleger investiert war, zeigt sich in allen Kategorien ein erheblicher Unterschied im Anlageergebnis. Mit einem schwachen Fonds kann man deutlich hinter dem Index zurückbleiben. Ein Top Fonds kann wesentlich bessere Wertsteigerungen gegenüber dem Index erzielen..
  • In den verschiedenen Regionen/Kategorien liegt das Spektrum der Möglichkeiten zudem weit auseinander. Zum Beispiel gelingt es auch schwachen europäischen Fonds den Index (EuroStoxx50) hinter sich zu lassen, während ein europäischer Top-Aktienfonds den Index regelrecht pulverisieren konnte..
  • Unter den Mischfonds sind ähnliche Ergebnisse im ausgewogenen, wie im dynamischen Chance-Risiko-Verhältnis zu finden. Hier zeigt sich, dass es auch für Profis schwierig ist Markt-Timing erfolgreich zu betreiben.
    Schließlich versuchen Manager in beiden Mischfonds-Kategorien, Risiken bei fallenden Kursen zu begrenzen und Chancen bei steigenden Märkten zu nutzen. Hier zeigt sich, dass es nicht so sehr auf die Art des Fonds, sondern vielmehr auf die Fähigkeiten des konkreten Managements ankommt.

In allen Kategorien besteht das Spitzenfeld der Top Fonds aus einem kleinen, erlesenen Kreis hervorragender Fondsmanager. Nicht Jeder ist jedes Jahr ganz vorn dabei, jedoch gelingt es Ihnen im Zeitverlauf einen systematischen Vorsprung gegenüber dem Index herauszuarbeiten. Die dargestellten Verhältnismäßigkeiten verbildlichen unseren Leitspruch, wie auch unseren Anspruch:

85% der offenen Investmentfonds sind nicht in der Lage, dauerhaft besser abzuschneiden als ihr Vergleichsindex. Kein Grund die erfolgreichen 15% zu ignorieren. Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen dem anspruchsvollen Kapitalanleger und den hervorragenden Vermögensverwaltern unserer Zeit.

Ich wünsche gute Anlageentscheidungen
André Klatt

 


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Der Fondskongress ist die wichtigste alljährliche Messe für die Kapitalanlagebranche in Deutschland. An zwei Tagen präsentieren 220 Aussteller von Kapitalanlagegesellschaften aus aller Welt, Banken und Versicherungen ihre Produkte. Parallel finden im halbstündigen Rhythmus über 200 Fachvorträge statt. In 12 Sälen stellen Fondsmanager und Fachexperten ihre Produkte vor, werten Ergebnisse aus, erläutern Marktentwicklungen und beleuchten aktuelle und kommende Trends. Die Themenvielfalt ist enorm breit gefächert und beinahe jede globale Entwicklung ist auch Diskussionsthema der Finanzwelt. Dazu kommen alljährlich bis zu 10.000 Besucher, überwiegend Finanzberater, ins Kongresscenter Rosengarten nach Mannheim.
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im letzten Börsenkommentar hatten wir den üblichen, jährlichen Börsenverlauf thematisiert. Doch in diesem Jahr bot die allgemeine saisonale Marktentwicklung keine Orientierung. Wir haben in 2018 erleben müssen, dass Politik nicht Probleme löst, sondern Probleme schafft. Die Sorgen über die Folgen daraus beeinträchtigen jüngst die globale Wirtschaftsaktivität und so trübte sich die Stimmung an den Börsen deutlich ein. Denn Börse versucht die Zukunft zu antizipieren.

Die Problemherde sind nicht neu, die Sorgenfalten über die Entwicklungen beim BREXIT, im Handelsstreit Trump vs. China und die Zinsanhebungen in den USA, sind tiefer geworden. Doch möchten wir heute keinen Rückblick auf die großen Themen werfen, auf die „Bretter die die Börsenwelt bedeuten“. Der Rückblick 2018 folgt im Januar.
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Für viele deutsche Anleger steht bei Anlageentscheidungen die Betrachtung des heimischen Aktienmarktes im Vordergrund. Die hiesige mediale Aufmerksamkeit von TV und Presse begleitet diese Sichtweise und fokussiert ebenfalls stark auf den deutschen Leitindex DAX. Dieses Phänomen nennt man Home Bias – die übergewichtete Betrachtung der naheliegenden Geschehnisse.

Natürlich lassen sich die heimischen Börsenkurse und Unternehmensmeldungen am ehesten verstehen und nachvollziehen. Jedoch lauert für den Anleger die Gefahr der Vernachlässigung anderer Regionen und Anlagethemen, welche sich außerhalb des Sichtfeldes entwickeln.

Am Beispiel der Automobilbranche möchten wir näher darauf eingehen,
warum es für Anleger von Vorteil ist global zu denken und Anlagestrategien
über Ländergrenzen hinaus zu strukturieren.


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Grünes Geld, Okö-Investments oder ethisches Investieren hieß es früher und wurde nicht selten mit einem Lächeln abgetan. „Ökolatschenträger“, „Müslifreunde“ und Atomkraftgegner brachten und bringen seit Jahrzehnten zwar ihre Naturverbundenheit und den Ruf nach Beachtung der Menschenrechte für alle sichtbar zum Ausdruck, galten jedoch eher als Gegner des wirtschaftlichen Erfolges.
Nur wenige Vordenker engagierten sich bereits vor 40 Jahren für den Gedanken des verantwortungsvollen Investierens und kreierten die ersten Anlageprodukte. Heute kann man sagen, sie legten den Grundstein für die Geldanlage mit gutem Gewissen.

Lange Zeit galten grüne Investments als eine Nische. Die Wertentwicklung derartiger Anlagen blieb nicht selten hinter klassischen Investmentansätzen zurück (zumindest im Fondsformat), woraufhin Investoren dieser themenorientierten Betrachtung wenig Bedeutung einräumten.

Dies änderte sich spätestens im Jahre 2006.
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Kurzer Rückblick auf das Börsenjahr 2017

Im Ausblick auf 2017 hatten wir erwartet das “… Aktienanlagen die aussichtsreichste Anlage darstellen …“. In der Rückbetrachtung darf nun festgestellt werden, dass Aktien fast die einzigen Anlagen mit Wertzuwachs waren. Zinsanlagen lieferten kaum Erträge und der Goldpreis kam auf Euro-Basis nicht vom Fleck.

Trotz aller Unsicherheiten zum Jahresbeginn, hauptsächlich ausgehend von Entscheidungen aus der Politik und von Notenbanken, konnten die Aktienkurse bereits im ersten Quartal 2017 zulegen. Über die Sommermonate hinweg verliefen die Märkte in einer Seitwärtsphase. Die üblicherweise schwankungsanfälligen Herbstmonate zeichneten einen ungewohnt freundlichen Börsenverlauf, der bis zum Jahresende anhielt.

Nachfolgend die Wertentwicklungen einiger Anlageklassen und Indizes 2017 (in €):

Wertentwicklungen_2017
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Das Investmentsteuerreformgesetz (InvStG-E) sieht ab 2018 einen steuerlichen Neuanfang für alle Fonds vor. Es ist für alle Fondsanleger ratsam, sich mit den steuerlichen Änderungen vertraut zu machen. Wir geben einen kurzen Überblick zu den neuen Regeln.

Zunächst gilt es zu erwähnen, dass die Abgeltungssteuer bestehen bleibt. Neu geregelt werden die grundlegenden Voraussetzungen, bevor die Abgeltungssteuer zum tragen kommt. Ziel der neuen Gesetzgebung war es, die steuerlichen Regelungen zu vereinheitlichen (Anpassung an EU-Recht) und zu vereinfachen. In der Folge ergibt sich eine steuerliche Gleichbehandlung von inländischen und ausländischen Fonds, die so bisher nicht gegeben war.

Beschlossen wurde ein zweistufiges Regelwerk, welches einerseits eine Besteuerung auf der Fondsebene neu einführt. Zum Anderen wird die steuerliche Behandlung für Anleger reformiert.
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Kurzer Rückblick auf das Börsenjahr 2016

Manchmal braucht es nur einen Monat, damit aus einem eher zähen Börsenjahr letztlich ein gutes Anlagejahr wird. Ungefähr so verhielt es sich in 2016. Zum Jahresstart verunsicherten der tiefe Ölpreis und Sorgen um das Wachstum in China die Kapitalmärkte für gut einen Monat. Zur Jahresmitte erschreckte der BREXIT die Börsenwelt nur für wenige Tage. Zum Jahresende, nach dem überraschenden Wahlausgang in den USA, verflog die Unsicherheit bereits nach wenigen Stunden. Jedes Mal erholten sich die Kapitalmärkte recht schnell wieder. Denn: Kapitalmärkte mögen keine Unsicherheit, Märkte verarbeiten Fakten und handeln Zukunft.
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Ein spannendes Jahr mit vielfältigen Ereignissen liegt hinter uns. Wenig Grund zur Freude hatten Anleger mit Bankprodukten, wie Tagesgeld und Sparbuch. Für Anleger in Wertpapieren war 2014 hingegen ein angenehmes Anlagejahr.

1. Markteinflüsse:

Wesentlichen Einfluss auf das Kapitalmarktgeschehen hatten einmal mehr die Notenbanken. So senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins für Europa zwei mal, auf aktuell 0,05%, um damit die Refinanzierung der schwachen Euro-Staaten und die Stützung der Banken zu gewährleisten. Im Oktober verkündete die japanische Notenbank (Bank of Japan), dass Sie auch künftig nicht nur eigene Staatsanleihen kaufen wird, sondern ebenso Aktienanteile japanischer Unternehmen erwerben will. Japan ist das am höchsten verschuldete Land der Welt und seine Notenbank druckt Geld, um damit Aktien zu kaufen. Diesem Gedanken können Sie ruhig einige Minuten freien Lauf lassen … .

In der ersten Jahreshälfte entwickelte sich die Ukraine-Krise vom Streitpunkt zum politischen Graben zwischen Europa und Russland. Die daraufhin erlassenen Sanktionen der EU gegen Russland, schadeten letzten Endes beiden Seiten, sodass der zarte Aufschwung der Eurozone wieder an Fahrt verlor.

Zu den größten Überraschungen im zweiten Halbjahr zählt wohl der Verfall des Ölpreises, um gut 50% (die Umstände dessen sollen hier vernachlässigt bleiben). In der Folge gerieten Länder welche stark vom Ölpreis abhängen, wie Russland, Venezuela oder Brasilien, in Bedrängnis.

  • 2014 – Das Jahr in dem der Zins abhanden kam
    Der Zins, der seit Jahrzehnten als verlässlicher Faktor für Anleger selbstverständlich war, notiert nun nahe der Nulllinie. Zwangsläufig nähert sich die Verzinsung von Bankanlagen ebenfalls diesem Niveau an. Das bedeutet speziell für den konservativen Anleger nichts Gutes. In der Folge haben alle zinsabhängigen Anlageprodukte ein Problem. Dies wird umso unerfreulicher, je länger die Niedrigzinsphase anhält. Wir kommen bei den Rückschlüssen nochmals auf Konsequenzen des fehlenden Zinses zurück.
  • Aktienmärkte – Ergebnisse durchwachsen bis gut
    Im Gegenzug zum fehlenden Zins profitierten Aktienwerte in vielen Ländern und erreichten teils neue Allzeithochs. So schlossen die europäischen Aktienmärkte das Jahr mit kleinen Gewinnen, trotz der Wachstumsschwäche der Wirtschaft. Der deutsche Leitindex DAX überquerte erstmals die 10.000 Punkte-Marke. Der amerikanische Leitindex DOW Jones, stieg kurz vor Jahresschluss erstmals über 18.000 Punkte. Die USA sind zurück in der Rolle des Leitwolfes für die globale Wirtschaftsaktivität, der Aktienmarkt zeigte sich in Feierlaune.
    Auch viele Börsen in den Schwellenländern stabilisierten sich, sodass hier unsere Erwartung aufging. Speziell die asiatischen Kapitalmärkte in China und Indien performten dynamisch.

2. Ergebnisse

Der Euro schwächte sich im Jahresverlauf gegenüber den meisten anderen Währungen ab. So wertete der US-Dollar gegenüber dem Euro um rund 13% auf. Anlagen in US-Dollar gewannen durch den Wechselkurs-Effekt im entsprechenden Maße. Dadurch lässt sich der Großteil des Zuwachses im Weltaktienindex (16%) erklären. Bereinigt um den Währungseffekt, erreichte der MSCI-Welt Aktienindex einen Gewinn von ca. 3%.
US-Aktien erreichten für europäische Anleger gut 27%, hälftig aus Währungs- und Kursgewinnen bestehend.
Auch der Goldpreis profitierte von der Währungsentwicklung, 10% legte das Edelmetall auf Eurobasis zu und versucht sich derzeit an einer mittelfristigen Bodenbildung.

Ergebnisse mit Fondsanlagen

Grundsätzlich bot sich ein günstiges Umfeld für Fondsmanager, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Durch geschickte Auswahl von Aktienwerten war es möglich, bessere Wertentwicklungen zu erzielen, als die jeweiligen Indizes.

In der nachfolgenden Grafik sind die Wertentwicklungen von verschiedenen Fondskategorien dargestellt. Hierbei haben wir einen Mittelwert unserer Top-Fonds für die jeweilige Kategorie zu Grunde gelegt. Es gab teilweise erhebliche Unterschiede zwischen den Indizes und Fondsergebnissen.

Wertentwicklung_Fonds_2014

Aktive Fonds lassen Indizes hinter sich

Zum Beispiel konnten viele Aktienfonds der Regionen Europa und Deutschland, die eine gezielte Selektion in der Auswahl der Einzeltitel berücksichtigen, den EuroStoxx50 und den DAX hinter sich lassen. Während der EuroStoxx50 sich um 2% verbesserte, gelang unserem Top-Fonds ein Zuwachs von 12%. Bei deutschen Aktienwerten, lag unser Top-Manager bei 9% Wertverbesserung (DAX 3%). Genau deshalb setzen wir bewusst nicht auf passive Investments wie ETF, sondern selektieren Produkte hinsichtlich der Kompetenz aktiver Investmententscheider. Nur so besteht die Chance auf Mehrwerte.

Mischfonds ist nicht gleich Mischfonds

In den Mischfonds-Kategorien gab es letztlich eine breite Streuung der Ergebnisse. Die Spitzenprodukte bei defensiven Mischfonds erreichten gar 2-stellige Wertzuwächse. Warum? Ganz einfach weil sich teilweise extrem unterschiedliche Produktgestaltungen hinter dem Oberbegriff Mischfonds wiederfinden. Deshalb muss bei der Selektion dieser Fondskonzepte besonders genau darauf geachtet werden, was das Management letztlich mischt. So wird es für überwiegend zinsorientierte Produkte künftig sehr schwierig, die guten Egebnisse der Vergangenheit zu wiederholen.
Im Durchschnitt konnte mit risikoarmen Fonds ein Zuwachs von 6% eingefahren werden. Für die kommenden Jahre setzen wir die Erwartungen bei unseren Fonds-Favoriten etwas geringer an, bei Jahresrenditen zwischen 3-5%. Hierin sollten sich auch die Bedürfnisse der sicherheitsorientierten Anleger wiederfinden.

3. Rückschlüsse

Auswirkungen des Niedrigzinses auf zinsabhängige Anlagen

Bereits jetzt bieten Bankanlagen (z.b. Sparbücher, Tagesgeld) und Bausparverträge keine Chance auf reale Kapitalvermehrung. Auch zinsabhängige Anlageformen wie die klassische Lebensversicherung geraten zusehens in Bedrängnis. Um bei letzteren gegenzusteuern, verabschiedete die Bundesregierung im August 2014, mit dem so genannten LVRG (Lebensversicherungsreformgesetz), ein Gesetz „zur besseren Vorbereitung der Versicherer auf eine andauernde Niedrigzinsphase“. Wer künftig seine Altersvorsorge mit klassischen Lebensversicherungen betreiben möchte, erhält seit dem 01.01.2015 eine Zinsgarantie über 1,25% (vorher 1,75%; verzinst wird dabei der Sparanteil, also der Beitrag nach Abzug der Kosten des Versicherers). Was den Versicherern zunächst hilft, hilft der Attraktivität der Produkte keineswegs.

  • Um es deutlich zu sagen: Niemand sollte sich im nun erreichten Zinsumfeld noch auf die vorbenannten zinsabhängigen Anlageformen verlassen. Weder für den Kapitalaufbau, noch um damit Vorsorge zu betreiben. Wer dies tut, wird sich früher oder später in der Situation wiederfinden, seine Entscheidung korrigieren zu müssen.

Ausblick 2015

Sicherlich werden die Kapitalmärkte weiterhin den Worten und Taten der Notenbanken in Europa, USA und Asien zugewandt sein. Durch deren „Politik der niedrigen Zinsen“, worin sich eigentlich der Kampf um die globalen Machtverhältnisse ausdrückt, verbleiben dem Anleger in verzinslichen Papieren kaum noch Ertragschancen. Der Schritt vom Nullzins zum Strafzins für Bankanlagen, macht bereits die Runde, für institutionelle Anleger sind Abgaben für Guthaben bereits Realität. Da die EZB (Europäische Zentralbank) für Einlagen von Finanzinstituten seit Oktober 0,25% Zins verlangt, werden Banken verstärkt über die Weitergabe dieser Kosten an Bankkunden nachdenken.
Wir erwarten daher, dass zunehmend Kapital in Richtung Aktien und Sachwerten verschoben wird. Der schwache Euro verschafft europäischen Unternehmen Vorteile im globalen Wettbewerb. Die Talfahrt des Ölpreises senkt Energiekosten, wodurch Verbraucher und Unternehmen weltweit entlastet werden. Selbst wenn das globale Wirtschaftswachstum 2015 nur in kleinen Schritten vorankommt, werden dadurch die Gewinnmargen der Unternehmen gestützt. Aktionäre können sich weiter an Dividenden deutlich über dem Zinsniveau erfreuen. Sicherlich auch ein Argument, welches den Börsen in 2015 Rückenwind verschafft.

Fazit: Die Anlagechancen liegen weiterhin auf Seiten der Wertpapiere und nicht bei Papierwerten.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an Zeitungsartikel, die in den Jahren 2011 und 2012 die Rekordstände des Goldpreises begleiteten? Seither ist es wesentlich ruhiger um das Edelmetall geworden. Kommt nach dem Rückgang jetzt der nächste Aufschwung?

In den Jahren 1999-2002 vollzog der Goldpreis eine Bodenbildung bei unter 300 USD/Unze ($/Oz). In den Folgejahren kletterte der Kurs erst gemächlich, dann in einer immer steileren Kurve aufwärts. Im September 2011 wurde das Allzeithoch bei 1.920 $/Oz erreicht. Nicht wenige Experten riefen zu dieser Zeit euphorische Kursziele von 2.500-5.000 $/Oz aus.
Viele Marktteilnehmer die damals hoffnungsfroh für den Goldpreis waren, haben ihre Meinung und ihre Positionierung zwischenzeitlich deutlich verändert.

Gold – kein einfaches Investment

Die Einflüsse die den Goldpreis bewegen sind zu jeder Zeit komplex. Dabei spielen Zinsentwicklungen, Wechselkursbewegungen, Besteuerung des Goldes, politische Risiken, Staatsverschuldungen, Positionierung der Notenbanken und viele weitere Punkte ineinander. Nach unserer Meinung lässt sich im aktuellen Umfeld eine gewisse Stabilisierung in der Kursentwicklung erkennen.

Wir möchten jedoch keine Gesamtanalyse ausgeben, sondern zwei Einflüsse näher beleuchten, die auf den Kurs wirken. Dazu möchten wir das Anlegerverhalten am Beispiel der Volumenentwicklung des SPDR Gold Trust und den saisonalen Jahresverlauf des Goldpreises veranschaulichen.

1. SPDR Gold Trust – der größte Goldfonds

Der SPDR Gold Trust ist der größte und bedeutendste Goldfonds. Möchte ein institutioneller Investor an der Entwicklung des Goldpreises partizipieren, findet er hierin einen geeigneten Weg. Während der Gold Trust Fonds im Dezember 2012 noch rund 1.350 Tonnen Gold repräsentierte, sind es derzeit knapp 800 Tonnen. Gleichzeitig verlor Gold über 30% an Wert.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung des Goldpreises und die Volumenentwicklung des SPDR Gold Trust, im gleichen Zeitraum. Die starken Zuflüsse in diesen Goldfonds, von 2007 bis 2010, trugen zu den Kurssteigerungen des Goldpreises bei. Seit Dezember 2012 hat sich das Volumen des Fonds um 40% verringert. In den letzten sechs Monaten halten Zu- und Abflüsse ungefähr die Waage. Hieran lässt sich eine deutliche Beruhigung der vorherigen Gold-Spekulation und eine Stabilisierung auf aktuellem Niveau ablesen. Die Beobachtung der SPDR – Kapitalströme wird auch in der weiteren Einschätzung des Goldpreises zur besseren Orientierung beitragen.

Goldpreis vs SPDR Goldfund_2007-2014

Datenquelle: Data SPDR Gold Trust US, 07.2007-07.2014

2. Saisonaler Verlauf spricht für Stärke bei Gold im 2. Halbjahr

Der saisonale Chart stellt den Preisverlauf innerhalb des Jahres, aus der Historie der letzten 30 Jahre, in einer komprimierten Statistik dar. Während im ersten Halbjahr zumeist seitwärts gerichtete Schwankungen zu beobachten waren, konnten die Kurse im zweiten Halbjahr oftmals zulegen. Ein Grund ist z.B. die erhöhte Nachfrage aus Indien. In den Herbstmonaten steht dort die so genannte Hochzeitssaison bevor und damit verbunden der Kauf von Goldgeschenken. Ebenso begründet die erhöhte Nachfrage nach Schmuck in der Weihnachtszeit diesen Saison-Effekt.

GOLD_Saisonal_30J

Datenquelle: www.seasonalcharts.com

Ein wichtiger fundamentaler Aspekt für Gold, ist das mittlerweile erreichte Niveau der Verschuldung der Staaten, welches auf nie dagewesene Dimensionen angeschwollen ist und keine historischen Vergleiche mehr ermöglicht. Gold steht der Geldmengenausweitung der Notenbanken als einer der wenigen echten Werte gegenüber. Dies spiegelt sich beim aktuellen Goldpreis nicht entsprechend wieder.

Fazit:

Beinahe 3 Jahre liegt der Höchstand im Gold zurück. Heute notiert das Edelmetall bei 1.320 $/Oz. Das allgemeine Sentiment und die vorherrrschende Markterwartung zu Gold sind eher negativ.

Wir sehen Gold derzeit als antizyklische Chance (Anlage entgegen der vorherrschenden Marktmeinung) und als wertvolle Beimischung in einem breit gestreuen Anlageportfolio. Vorstellbar sind zunächst Kurse bis 1.550 $/Oz. Sollte der Kurs unter 1.200 $/Oz fallen, wäre das positive Szenario erst einmal hinfällig.

Wir hatten im Jahr 2002 bei Kursen um 300 $/Oz erstmals auf Gold gesetzt. Unsere langfristige Goldposition hatten wir im Dezember 2012 halbiert, bei Kursen um 1.800 $/Unze. Nach dem Preissturz um rund 30%, halten wir das Edelmetall nun wieder für Zukäufe interessant. Zum Einen weil die einstige Euphorie in Enttäuschung umgeschlagen ist, d.h. auch, wer verkaufen wollte hat bereits verkauft. Zum Anderen würden steigende Kurse für Überraschung sorgen und wieder neue Zukäufe anlocken. Der saisonale Faktor kommt begünstigend hinzu.

Längst haben wir uns an die Vorteile der Globalisierung gewöhnt. Bekleidung kommt oft aus Indien, Bangladesh oder der Türkei. Schuhe werden zumeist in China gefertigt, egal welche Marke darauf haftet. Laut einer Branchenanalyse werden 90% der weltweit verkauften Schuhe in Asien hergestellt. Fernseher, Monitore und Computer stammen häufig aus Südkorea oder Taiwan. Immer weniger der Verbrauchsgüter und Waren die wir kaufen, werden in Deutschland oder Europa produziert.

Der globale Wettbewerb um den Verbraucher

Die Ursache für diese Entwicklung ist den meisten bewusst, es sind die günstigen Produktionmöglichkeiten in Ländern mit billigen Arbeitskräften. Der Wettbewerbsdruck ist groß und Trends sind schnellebig. Wurde von deutschen Herstellern vor einigen Jahren noch auf günstige Produktionsstätten in Polen und Tschechien ausgewichen, hat sich der Schwerpunkt der Güterproduktion in nur wenigen Jahren überwiegend nach Asien verlagert.

Im Konkurrenzkampf um Marktanteile spielt eben der Preis einer Ware die entscheidende Rolle. Motto`s wie „Geiz ist Geil“ oder „Nur nackt ist billiger“ versprechen dem Verbraucher viel Produkt für wenig Geld. Natürlich ist es nicht so einfach, neueste Technik, Bekleidung und Spielzeug immer billiger anzubieten. Schliesslich müssen Material, Fertigung, Transport und Verkauf organisiert und bezahlt werden. Letztlich muss jeder der am Prozess beteiligt ist etwas verdienen, um längerfristig im Geschäft zu bleiben. Nicht selten gehen Preiskämpfe in unseren Geschäften, zu Lasten der Arbeits- und Umweltbedingungen in den herstellenden Ländern.
Wer ist verantwortlich, Verbaucher oder skrupellose Unternehmen?

Unser Thema soll allerdings nicht die Verbraucherorientierung beim Warenerwerb sein, sondern die Frage:

  • Wie kann der Kapitalanleger Einfluss darauf nehmen, dass Unternehmen
    auf Kinderarbeit und Korruption verzichten und den Umweltschutz beachten?

Investieren mit System – wie Fondsmanager vorgehen

Auf der Suche nach Wertschöpfung kann der als Investor profitieren, der Trends frühzeitig aufspürt und auf die richtigen Unternehmen setzt. Das ist gleichzeitig das Ziel eines weitsichtigen Investmentmanagers.
Zu seinen Aufgaben zählt es, bevor er eine Beteiligung eingeht, ein Unternehmen im Detail zu analysieren. Dazu gehört es Geschäftsberichte zu lesen, die finanzielle Situation einzuschätzen, die Marktposition zu recherchieren und die bedeutendsten Wettbewerber im Branchenvergleich heranzuziehen.

 Kommunikation zwischen Investor und Unternehmen

Ein wesentlicher Teil der Unternehmensanalyse vieler Investmentgesellschaften ist der Besuch im Unternehmen. Hier werden Produktionsstätten besichtigt, Prozesse durchleuchtet und Gespräche mit dem Management geführt. Schliesslich will man Einblicke in Planung und Umsetzung des Unternehmens gewinnen und daraus fundierte Rückschlüsse auf die Wachstumschancen einer Aktiengesellschaft ziehen.
Kurzum, der Fondsmanager sucht vorausschauend nach aussichtsreichen Investitionen. Das Geld der Investoren fließt dorthin, wo Wachstumtrends und Wertschöpfungspotentiale zu finden sind.

Bei Investmentfonds tritt das Fondsmanagement in die Rolle des Investors. Stellvertretend für seine Anteilseigner wird die Steuerung des Fondskapitals übernommen. Dies geschieht sowohl bei Unternehmensbesuchen und in Gesprächen mit Vorständen, als auch auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaften. So kann das Fondsmanagement aktiv die Aktionärsrechte wahrnehmen und Einfluss auf die Unternehmenführung geltend machen. In dieser Kommunikation kommen nun neue Regeln nachhaltigen Investierens hinzu.

Die UN PRI – Investieren mit ökolögischer und sozialer Verantwortung

Während Industriestaaten wie Deutschland davon profitieren, dass billige Produktionsstandorte in Entwicklungsländern günstige Preis für unsere Konsumgüter ermöglichen, liegt es ebenso in unserer Hand, in diesen Ländern für deren Lebensverhältnisse Veranwortung zu übernehmen. Seit einigen Jahren gewinnt eine Initiative für soziale und ökologische Verhaltensweisen auf Investorenseite zunehmend an Bedeutung.

  • UN PRI = „Prinzipien für Verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen“
    Die PRI (Princeples for Responsible Investments) ist eine Unterorganisation der UN (United Nations). Sie wurde im Jahre 2006 gegründet. Dahinter verbirgt sich die Weiterentwicklung eines Gedankenansatzes des früheren UN-Generalsekretärs und Friedensnobelpreisträgers Kofi Annan.

Kerngedanke der UN PRI ist der aktive Aufruf an Kapitalverwalter, zu denen Vermögensinhaber und Vermögensverwalter aller Art zählen, bei ihren Investitionen mit gutem Beispiel voranzugehen. Das heißt, konkret auf soziale Verhaltensrichtlinien, Umweltaspekte und verantwortungsvolle Unternehmensführung potentieller Zielinvestments zu achten.
Die Unterzeichner der UN PRI verpflichten sich zur Einhaltung so genannter ESG – Kriterien und zwar vom Analyseprozess bis hin zur Investitionsentscheidung. Die Regeln sind unter dem Begriff ESG („Environment, Social, Governance“) zusammengefasst.

Somit nehmen Kapitalgeber (Investoren) in Gesprächen mit Unternehmen (Zielinvestments), aktiv Einfluss auf deren geschäftliche Überlegungen und geben Anreiz zu Optimierungen.

Die konkreten ESG – Anforderungen werden fortlaufend weiterentwickelt und umfassen derzeit beispielsweise folgende Kriterien:

  • E – Ökologische Themen: erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Klimawandel, Biodiversität, Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, umweltschädliche Chemikalien, Treibhausgasemissionen, Abfallmanagement, Frischwasserverbrauch und Abwassermanagement, Bodenversauerung, …
  • S – Soziale Themen: Menschenrechte, Kinderarbeit, Gesundheitsschutz, Fair-Trade-Produkte,  humane Arbeitsbedingungen, Sicherheit am Arbeitsplatz, Personalmanagement, Versammlungsfreiheit, lokalen ökonomische Entwicklung, Aktivitäten in Konfliktregionen, …
  • G – Governance / gute Unternehmensführung: Vorstandsvergütung, Bestechung und Korruption, Entscheidungsstrukturen in Vorstand und Aufsichtsrat, Risikomanagement, gesellschaftliche Verantwortung, Lobbying, Transparenz, …

Stellen sich Unternehmen nicht auf diese Richtlinien ein, wird künftig der Zugang zu Investorengeldern schwieriger. Dies gilt sowohl bei Investitionen in Aktiengesellschaften, als auch für Anlagen in Rohstoffen, Immobilien, Anleihen und Private Equity.

Viele Fondsgesellschaften agieren bereits nach UN PRI – Prinzipien

Die Zahl der teilnehmenden Anlagegesellschaften, Organisationen und Institutionen steigt kontinuierlich. Bereits jetzt repräsentieren sie 15% des weltweit agierenden Kapitals. Zu den Unterzeichnern zählen namenhafte Kapitalverwalter, deren Fonds auch in Deutschland angeboten werden, darunter Gesellschaften wie:

BlackRock, Carmignac, Comgest, DWS, Fidelity, Franklin Templeton, Kepler, Ökoworld, Invesco, Nordea, Pictet, Pioneer, RobecoSAM, Threadneedle, etc.
(Mitgliederliste verfügbar unter: http://www.unpri.org/signatories/signatories/ )
.

Safe_Nature.

Fazit – Wertschöpfung mit Verantwortung

In einer Welt, die mit immenser Geschwindigkeit Waren an jedem Ort verfügbar macht und dabei in immer engeren Verflechtungen zusammenwächst, ist es zeitgemäß Kapitalströme mit humaner Verantwortung zu steuern.

Viele der Kapitalanlagegesellschaften, deren Fonds wir unseren Kunden empfehlen, haben sich der Initiative des nachhaltigen Investierens bereits angeschlossen. Bei Anlagegesellschaften die UN PRI noch nicht beigetreten sind, ist ebenso ein steigendes Engagement für Wertschöpfung, unter der Flagge gesellschaftlicher Verantwortung zu beobachten. Ein zukunftsfreundlicher Gedanke, dessen Umsetzung am Anfang steht, der sichtbar an Bedeutung gewinnt.

Letztlich kann auch der Anleger mitbestimmen, ob er sein Geld nach diesen Kriterien investieren möchte, indem er bei der Auswahl der Fondsgesellschaft auf den ESG Hinweis achtet.

Ich wünsche gute Anlageentscheidungen
André Klatt

 

weiterführende Informationen zu UN PRI und ESG-Kriterien:

http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/un_prinzipien_fuer_verantwortliches_investieren_un_1625.htm

Zum Jahresbeginn 2013 gab es überwiegend positive Erwartungen für die Aktienmärkte. Zum Jahresende bleibt festzustellen, dass die tatsächlich erzielten Kursgewinne in vielen Ländern die Erwartungen noch übertreffen konnten. Bei näherer Betrachtung verschiedenener Anlageklassen und Regionen zeigt sich insgesamt ein eher gemischtes Bild.

Hauptantrieb für den Börsenoptimismus ist die weltweit expansive Notenbankpolitik, welche auch für die kommenden Jahre niedrige Zinsen und wachsende Geldmengen erwarten lässt. In den USA, Europa und Japan wird mit aller Entschlossenheit versucht die eigene Wirtschaft zu stabilisieren. Die EZB (europäische Zentralbank) kommunizierte im dritten Quartal 2013 weitere Maßnahmen und dämmte damit Befürchtungen einer Ausweitung der Eurokrise erst einmal ein. Beinahe in allen Eurostaaten geht der Abwärtstrend der Wirtschaftsleistung langsam in eine Bodenbildung über, was eine spürbare Beruhigung der Kapitalmärkte zur Folge hatte und hat. (siehe auch Kommentar vom 23. August 2013)

Aktienmärkte 2013 – überwiegend positiv

  • US-Börsen
    Speziell die US-Börsen erreichten neue historische Höchststände und zählen zu den Gewinnern des abgelaufenen Jahres. Der marktbreite US-Aktienindex S&P500 gewann 27%, die dreißig größten US-Unternehmen des DOW Jones legten im Schnitt um 23% an Wert zu. Hiervon profitierte wesentlich die Wertentwicklung des globalen Aktienindex MSCI Welt (20%), denn US-Aktienwerte stellen darin mit rund 50% das Schwergewicht dar.
  • Industriestaaten
    Die Aktienindizes für Deutschland (DAX 25%), Europa (EuroStoxx50 18%) und Japan (Nikkei 25% in €) konnten kräftig zulegen. Dennoch befinden sich diese Börsen, im Gegensatz zu den USA, überwiegend noch deutlich hinter ihren ehemaligen Rekordmarken. Die südeuropäischen Länder werden von Investoren wieder beachtet: Griechenland (28%), Spanien (22%), Italien (16%) und Portugal (16%).
    Unsere Fondsfavoriten übertrafen erneut die Indexergebnisse und konnten, im Gegensatz zu den meisten Indizes, längst neue Allzeithochs erklimmen. So erreichte unser Top-Fonds für deutsche Aktien 30%, der Top-Fonds für europäische Aktien überdurchschnittliche 26% Wertzuwachs.
  • Schwellenländer
    In der globalen Betrachtung finden sich nicht nur positive Marktentwicklungen. In einigen Schwellenländern Südamerikas (Brasilien -29%, Chile -24%), Osteuropas (Türkei -31%, Russland -8%) und Asiens (China -5%, Indien -8%, Thailand -17%) kam es zu deutlichen Kursverlusten. Im Durschnitt schnitten die Börsen der Schwellenländer mit -8% ab.
    Die von uns bevorzugten Schwellenländerfonds beendeten das Jahr zufriedenstellend auf Vorjahresniveau. Möglicherweise könnten sich unter den aufgeführten „Verlieren 2013“ potentielle „Gewinner 2014“ finden lassen.

Übersicht: Wertentwicklungen Aktienbörsen in 2013 (in €), die Schere geht weit auseinander:

  • DAX:                                        9.552        25 %
  • Eurostoxx 50:                         3.109        18 %
  • US Aktien – S&P 500:              1.841        27 %
  • US Aktien – Dow Jones:        16.504        23 %
  • Aktien Weltindex – MSCI:                         20 %
  • Aktien Asien, MSCI Asia:                          – 3 %
  • Aktien Lateinamerika:                            – 18 %
  • Aktien Schwellenländer:                          – 8 %

Rentenfonds mit leichten Verlusten

Für Anleger in verzinslichen Anlagen, in so genannten Rentenfonds, war 2013 ein überwiegend ernüchterndes Jahr. Diese Produktkategorie steht für Anleger mit defensiven Anlagezielen. Der Trend in dieser risikoarmen Anlageklasse zählt seit rund 30 Jahren als Garant für positive Jahresergebnisse. In 2013 konnten nur vereinzelt positive Ergebnisse erreicht werden, die meisten Produkte schlossen mit Verlust.

Das vergangene Jahr wird von einigen Marktexperten als das Jahr der Trendwende (Zinswende) bezeichnet. Damit ist gemeint, das die Zinserträge mittlerweile niedrig sind und die Kursauschläge der Anleihen bereits den Zinsertrag der kommenden Jahre beinhalten.
Anders gesagt: Anleihen sind überteuert und bieten kaum noch potential zur Kapitalvermehrung.

Auf diese Situation wurde von Investoren reagiert, es kam zu Umschichtungen in Aktienwerte, sodass Rentenfonds Verluste von durchschnittlich -3% (weltweite Anleihen) und -10% (bei  Schwellenländeranleihen) verzeichneten.

  • Rentenfonds weltweit:                            – 3 %
  • Rentenfonds Schwellenländer:              – 10 %

Bankanlagen

Anleger in Bankanlagen spüren direkt die Auswirkungen der niedrigen Zinsen. Im vergangenen Jahr lagen die durchschnittlichen Zinsgutschriften bei

  • Tagesgeld                                               0,7 %
  • Sparbuch                                                 0,3 %
  • Festgelder                                               2,5 % (bis zu, je nach Laufzeit)

Gold – kräftiger Jahresverlust

Für Gold war 2013 ein historisches Jahr, allerdings im negativen Sinne. Nach dem kräftigen Preisanstieg von 2002 – 2012, von 280 auf 1.800 USD je Unze, brach das Edelmetall im vergangenen Jahr um über 30% ein, auf 1.200 USD/Unze.
Die Aktien von Goldminengesellschaften erlitten im Durchschnitt Verluste von über 50%. Ursächlich sind die recht positiven Wirtschaftsdaten in Europa, USA und Japan anzuführen, wodurch Krisenbefürchtungen in den Hintergrund rückten und das „Kriseninvestment Gold“ von Anlegern abgestossen wurde.

  • Gold in USD je Unze:                1.205     – 33 %

kurzer Ausblick auf 2014 und eine Prognose:

Die allgemein gute Börsenstimmung zeigt sich an der soliden Aufwärtsbewegung der letzten 6 Monate. Trotz der Tatsache das viele Marktteilnehmer auf eine größere Kurskorrektur warten und nach wie vor darauf hoffen, fielen die Kurse nur an wenigen Tagen und mit geringen prozentualen Rücksetzern.

Angesichts der niedrigen Zinsen bleibt vielen Investoren auf der Suche nach Anlagechancen kaum etwas anderes übrig, als auf den steigenden Aktienmarkt aufzuspringen. Die Börsenregel: „Die Hausse nährt die Hausse“ (steigende Kurse ziehen weiteres Kapital an) ist in vollem Gange.

Sicherlich muss nach den hervorragenden Ergebnissen der europäischen und amerikansichen Börsen mit zwischenzeitlichen Korrekturen gerechnet werden. Der langjährige Aufwärtstrend sollte aber weiterhin intakt bleiben. Unberechenbar bleibt die hohe politische und finanzpolitische Sensibilität der Börsen. Von dieser Seite muss immer mit Überraschungen gerechnet werden. Rückschläge bieten aber eher eine Gelegenheit für Zukäufe.

Von einer allgemeinen Aktienblase oder Aktieneuphorie sollte derzeit nicht die Rede sein. Zum Beispiel verharrt die Quote der Aktien-/Aktienfondsbesitzer in Deutschland seit Jahren auf historsich niedrigem Niveau. Eine aktuelle BVI – Statistik zur Verteilung des Investmentvermögens zeigt nur geringe Volumenveränderungen bei Aktienfonds innerhalb des letzten Jahres. Manche Privatanleger scheinen die derzeit „gefühlt hohen Kurse“ für Verkäufe zu nutzen. Die Frage nach dem „Wohin mit dem Anlagekapital“ bleibt dabei wohl ausgeblendet.

Eine Prognose für die kommenden Jahre lässt sich durchaus ableiten: Wenn die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben, wie von vielen Marktexperten erwartet, wachsen wir in eine völlig neue Kapitalanlagewelt hinein.
Warum? Weil der Zins abhanden gekommen ist und der Anleger nicht einfach mit fixen Zinserträgen rechnen kann. Es bedarf tieferer Kenntnisse und verschiedener Strategien, um echten Kapitalzuwachs zu erzielen.

Dazu müssen neue Wege zur Kapitalvermehrung gefunden werden, besonders für Anleger mit geringer Risikobereitschaft. In diesem Umfeld haben wir uns frühzeitig mit entsprechenden Anlagemöglichkeiten in Fondsprodukten auseinandergesetzt und zuverlässige Antworten parat. In den letzten Jahren sind einige interessante Managementansätze entstanden, die ihre Fähigkeiten bereits im neuen Marktumfeld unter Beweis stellen konnten. In einem der nächsten Kommentare werden wir derartige Managementansätze näher vorstellen.

Bis dahin, auf ein spannendes Börsenjahr 2014!
André Klatt

Ob Tagesgeld, Festgeld oder die klassische Lebensversicherung, alle zinsabhängigen Sparprodukte haben eines gemeinsam, sie werden zunehmend unattraktiver. Für den zinsorientierten Anleger entsteht eine völlig neue Herausforderung, nämlich sein Geld vor Entwertung zu schützen.

Kürzlich begegnete mir folgende Aussage, eines in Fachkreisen geschätzten Volkswirtes und kompetenten Anlagestrategen:

„Die deutschen Anleger zählen zu den irrationalsten Anlegern weltweit. Deutsche legen Geld an wie die Kommunisten. Sie glauben dass Fremdkapital dauerhaft höher rentiert als Eigenkapital. Wenn das so wäre, müssten alle Aktiengesellschaften und Unternehmen systemetisch Pleite gehen. Denn, deren Gewinne wären stets niedriger, als die Kosten für das Fremdkapital. Natürlich ist das nicht der Fall.“

Ergänzung: Ansonsten gäbe es weder weltweit agierende Unternehmen wie Nestle, Samsung oder Google, noch den gern angeführten soliden deutschen Mittelstand.

Was bedeutet diese Aussage konkret?

Die Deutschen legen ihr Geld überwiegend in Bankanlagen (Tagesgeld, Festgeld, Sparbuch), Schatzbriefen und kapitalbildenden Versicherungen an. Zoomt man in die Funktionsweise dieser Produkte hinein, so wird letztlich in Zahlungsversprechen angelegt, die einen Zins einerseits und die spätere Kapitalrückzahlung andererseits versprechen. Das Geld wird hierbei nicht im eigentlichen Sinne investiert, denn es erfolgt keine Beteiligung an Investitionsprozessen oder an Wachstumschancen.

Eine Anlage in wachstumsversprechende Beteiligungen hieße zum Beispiel, man investiert Geld in Unternehmen die Produkte und Dienstleistungen anbieten, welche für das Funktionieren unserer Gesellschaft benötigt werden. Durch den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen entsteht dem Unternehmen ein regelmäßiger Kapitalzufluss, es wird Eigenkapital erwirtschaftet. In der Folge steigt der Unternehmenswert, ebenso legt der Wert der Investition zu. Diese Möglichkeit der Geldanlage nennt man: Anlegen in Produktivkapital (Sachwertanlage).

Probleme für zinsorientierte Anlagen

Problem 1 – Die Zinsen sind auf ein historisch niedriges Niveau gefallen. Damit erzielt der Anleger, der seine Anlagen bisher nur auf den Zinsertrag ausgerichtet hat, nun kaum noch Erträge. Verrechnet man dann noch anfallende Steuern und Inflation (Teuerungsrate, derzeit um 2% p.a.), so schmilzt das verzinslich angelegte Kapital, anstatt sich zu vermehren.
Der aktuelle Leitzins in Europa beträgt 0,25%. Mit steigenden Zinsen ist derzeit nicht zu rechnen.

EZB Leitzins_2000-2013

Quelle: Grafik Zinsentwicklung: http://www.leitzinsen.info/chart_ezb.htm

Problem 2 – „Teil-Enteignung“ von Sparguthaben nicht mehr auszuschließen
a) Mit der notwendigen Rettung Zyperns durch die EU im April diesen Jahres (Beitrag vom 21.03.2013: „Der Fall Zypern, die wichtigste Botschaft„), wurde gleichzeitig eine neue Gangart angewandt. Für die Rettung von Staaten und deren Banken ist die Politik nun bereit, auch Sparguthaben mit Sondersteuern zu belasten. In Zypern erhielten Bankkunden letztlich nur noch rund die Hälfte Ihrer Kontoguthaben zurück. In diesem Fall galt eine Sicherheitsgrenze von 100.000€, die man jedoch nicht als „in Stein gemeißelt“ betrachten sollte, wenn es um künftige Maßnahmen geht.

b) Vor wenigen Wochen wurde eine Empfehlung des IWF (Internationaler Währungsfonds) an die Europäische Union öffentlich, eine 10-prozentige Zwangsabgabe auf alle Guthaben der Eurozone zu erheben, um damit die Bewältigung der Staatsschulden auf einen Schlag in den Griff zu bekommen.
D.h. es geht bei der Geldanlage mittlerweile auch um die Sicherung der Anlagewerte vor staatlichem Zugriff.

Aus heutiger Sicht gilt mehr denn je zuvor:

  • Der Zins ist Abhanden gekommen. Zinsbasierte Anlagen geben kaum noch Chancen auf Kapitalerhalt oder gar Wertzuwachs.
  • Unserer Meinung nach ist eine gewisse Erhöhung der Schwankungstoleranz bei Kapitalanlagen notwendig, um Kapitalwachstum zu erreichen. Eine echte Chance dauerhaft Erträge über dem Niveau der Warenpreis-Teuerung zu erzielen hat nur, wer Produktivkapital mit einbezieht. Das heißt auch dort zu investieren, wo tatsächlich Erträge erwirtschaftet werden.
  • Für viele Anleger bedeutet die negative Zinsentwicklung, dass eine komplette Neuordnung Ihrer finanziellen Werte notwendig wird. Es gilt, sich mit Hilfe einer strukturierten Anlageplanung, ob kurz-, mittel- oder langfristig, auf die neuen Marktbedingungen einzustellen.

Was können Sie von uns erwarten?

Die Steuerung von Chancen und Risiken erfolgt im Rahmen einer strategischen Anlageplanung, ausgerichtet nach den realistischen Bedürfnissen des Anlegers. Es gibt deshalb keine einfache oder gar fertige Lösung aus der „Schublade“.

Für uns ist der ungebundene Zugriff auf eine breite Produktpalette von elementarer Bedeutung. Hierdurch können wir uns einer Vielzahl ausgeklügelter Anlagekonzepte von führenden Kapitalmarktexperten bedienen und ausschließlich nach Qualitätskriterien selektieren.
Wir kooperieren mit Top-Anlagemanagern, die nationale und globale Chancen auf verschiedene Art und Weise nutzen. Auf dieser Basis entstehen individuelle Anlagekonzepte für jeder Anlegertyp, von defensiv bis spekulativ. Zur zielgerichteten Produktauswahl haben wir unseren Fondsfilter ertwickelt:

 

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Anlageerfolg entsteht in der Summe der richtigen Entscheidungen.
Unser eigens entwickelter Wave Fondsfilter verbindet hohe Qualitätsansprüche bei der Selektion mit Ihren Anlagezielen. Die führenden Konzepte erfahrener Fondsmanager finden in einem ausgewogenen Portfolio zusammen.

Kürzlich vermeldete eine große deutsche Bank, dass Sie in ihren Anlageprodukten künftig auf die Spekulation mit Agrarrohstoffen verzichten möchte. Dies ist ausgesprochen begrüßenswert.

Wir möchten das Thema „Spekulation mit Rohstoffen und Nahrungsmittelpreisen“, sowie damit verbundene Vor- und Nachteile, etwas näher beleuchten.
Eines gleich vorweg: Wir meiden seit Jahren Produkte, welche Spekulationen auf Nahrungsmittelpreise zur Erzielung von Erträgen betreiben. Die Begründung ist einfach: Mit Essen spielt man nicht.

Wie wird mit Nahrungsmittelpreisen spekuliert?

Für viele Agrarrohstoffe und Grundnahrungsmittel wird der Preis der Ware einheitlich und fortlaufend an so genannten Warenterminbörsen festgestellt. Über Warentemingeschäfte kann an der Preisentwicklung teilgenommen werden. Dabei gilt das Marktprinzip: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Es steht eine Vielzahl von handelbaren Waren zur Verfügung, z.B.: Holz, Baumwolle, Kaffee, Orangensaft, Zucker, Schweinebäuche, ebenso Grundnahrungsmittel wie Weizen, Kartoffeln, Mais und Reis.

Was ist ein Warentermingeschäft?

Bei einem Warentemingeschäft erwirbt ein Käufer das Recht, eine Ware zu einem festgelegten Zeitpunkt und zu einem festen Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Dadurch kann beispielsweise ein Bauer seine Getreideernte bereits vor der Einbringung absichern und seinen Verkaufspreis zuverlässiger kalkulieren. Solche Absicherungen gegen Preisrisiken und -schwankungen sorgen für höhere Planungssicherheit und sind grundsätzlich nützlich für Händler, verarbeitende Industrie und Verbraucher.

Spekulation führt zu Preisverwerfungen

Durch Warentermingeschäfte kommen nun auch Spekulanten in die Gelegenheit, eine Ware zu einem bestimmten Preis zu handeln, um zu einem späteren Zeitpunkt von Preisveränderungen zu profitieren. Jedoch handeln Spekulanten nicht aus einem Verhältnis zur Ware heraus, sondern ausschließlich zum Zwecke der eigenen Gewinnerzielung.

Um beim Beispiel des Getreidebauern zu bleiben, entstehen durch künstliche Angebots- und Nachfrage-positionen seitens der Spekulanten besonders dann Nachteile, wenn im großen Stil und mit hohen Volumen „gezockt“ wird. Nicht selten werden saisonale Preisverläufe, die sich bekanntermaßen in Abhängigkeit von Erntezeiten ergeben, durch Spekulationen verzerrt.
Kommt es in der Folge zu Preisverwerfungen einer Ware, wird dabei nicht nur die Planungssicherheit der Produzenten durchkreuzt, sondern auch der urspüngliche Gedanke des Warenterminhandels. Letztendlich spüren auch Handel und Verbraucher die Auswirkungen der „Spieler“.

Dauerhafte Preisbeeinflussung durch Spekulanten

Auch eine dauerhafte Verteuerung von Rohstoffen durch übermäßige Spekulation kann die Folge sein. Hier ist beispielsweise der Rohölpreis zu nennen, der in seiner Eigenschaft als endliche Ressource als ein beliebtes Objekt zur langfristig sicheren Preissteigerung angesehen wird.
In 2007/2008 war eine zusätzliche, künstliche Ölnachfragesituation aus Warentermingeschäften mit verantwortlich, als es zu einem explosiven Preisanstieg von 50 USD auf fast 150 USD in nur 18 Monaten kam.
Der Gewinn einiger weniger Marktspekulanten verteuerte weltweit nicht nur die Benzin- und Heizölpreise. Die Produktvielfalt welche aus dem Rohstoff Öl hergestellt wird, bestimmt bekanntlich unser tägliches Leben, ob T-Shirts, Schuhe, Möbel, Handys, Fernseher, DVD`s oder Mülltonnen. Steigt der Ölpreis, verteuern sich zwangsläufig die auf Öl basierenden Artikel.

Warum wird mit Rohstoffen und Nahrungsmittelpreisen spekuliert?

Einerseits gibt es Trader die sich auf diese Art der Spekulation spezialisiert haben. Andererseits steht bei institutionellen Handelsteilnehmern zur Begründung für die Preisspekulation mit Rohwaren häufig die unabhängige Entwicklung der Preise, gegenüber den Kursen anderer Kapitalanlagen im Vordergrund. Beispielsweise ist die Preisentwicklung von Orangensaft wenig mit dem Verlauf der Aktienmärkte verknüpft, da der jeweiligen Preisfindung völlig unterschiedliche Einflüsse zu Grunde liegen. Folglich verhält sich auch die Kursentwicklung nahezu korrelationsfrei. Es geht also um die Möglichkeit zur Diversifikation von Anlageportfolios.

Unser Fazit:

Warentermingeschäfte auf Nahrungsmittel und Rohstoffe haben ihre volle Berechtigung, zu Absicherungs-zwecken. Sie sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Marktes. Jedoch treten bei vermehrter Spekulation negative Effekte zu Tage, die zu Lasten weiter Teile der Weltbevölkerung, zu Lasten von Mensch und Tier gehen. Deshalb möchten wir uns und unsere Anleger davon distanzieren.

  • Natürlich muss jeder seinen moralischen Standpunkt selbst justieren.
    Die Frage lautet:
    Darf der ethische Grundsatz der Gleichheit (Interessengleichheit) dem egoistischen Streben nach Kapitalvermehrung zum Opfer fallen?

Zypern ist eigentlich ein Winzling innerhalb der EU. Das Land hat rund 1 Mio. Einwohner, ist seit 2004 EU- Mitglied und führte 2008 den Euro ein. Finanzdienstleistungen und die Tourismusbranche sind wichtige Wirtschaftszweige.

Zypern, ein Opfer im Schatten Griechenlands

Nicht nur geographisch besteht eine unmittelbare Nähe zu Griechenland. Es besteht auch eine starke Verflechtung der Bankenlandschaft. Zypriotische Banken, warben mit hohen Zinsversprechen auf deren Anlagekonten um ausländische Gelder. Sie engagierten sich dabei besonders stark in hochverzinsten griechischen Staatsanleihen, um die hohen Zinsversprechen zu bezahlen. Die Einlagen bei Zyperns Banken
(rd. 70 Mrd. €) sind mittlerweile 4 mal so hoch wie die Wirtschaftsleistung des Landes (rd. 18 Mrd. €).

Im Zuge der drohenden Staatspleite Griechenlands, die vor ca. 3 Jahren begann, kam es zu hohen Abwertungen bei deren Anleihen. Dann erfolgte im Rahmen der EU-Hilfen für Griechenland ein Schuldenschnitt – 2012 mussten die Gläubiger auf 50% ihrer Anleihengelder verzichten. Zyperns Banken gerieten daraufhin in Schieflage. Weil der Bankensektor eine übermäßig hohe Dominanz besitzt, überträgt sich die Situation bereits seit einiger Zeit auf das Land Zypern. Nun wackeln die Banken und Zypern droht die Staatspleite.

Politischer Umgang und allgemeine Bedeutung für Bankanlagen

Der Umgang der EU-Politik mit den Problemen in Zypern setzt jedoch neue Maßstäbe. Sicherlich ist die Hilfsbereitschaft innerhalb der EU weiter gültig, die im September 2012 seitens der EZB ausgerufen wurde. Aber nun zeigt sich die politische Bereitschaft, einen Tribut für die Unterstützung einzufordern.
Die anvisierten Zwangsabgaben für Kontoguthaben bedeuten konkret eine Sondersteuer auf das Kontovermögen der Bürger. Dies ist eine Gangart, welche die Sicherheit von jeglichen Bankguthaben, zumindest innerhalb der EU, in ein neues Licht rückt.

Die Botschaft – teilweise Enteignung von Kontoguthaben in der EU möglich

Derjenige, der bisher noch an die absolute Sicherheit seiner Bankanlagen und Kontoguthaben geglaubt hatte, bekommt jetzt seitens der EU-Politik eine klare Botschaft serviert:

  • Wenn Staaten und Banken gerettet werden müssen, dann wird auch vor dem Eigentum des Einzelnen nicht halt gemacht

Es bleibt spannend wie die Rettung Zyperns ablaufen wird. Ob Russland als Retter einspringt? Ob die Lösung der EU, trotz der Auflagen, letztlich doch in Anspruch genommen wird? Oder, ob Zypern, entgegen der Wahrscheinlichkeit, eine eigene Lösung finden kann? In jedem Fall heißt die Konsequenz für den Anleger:

  • Denken Sie darüber nach, wie Sie ihre Geldanlagen verteilt haben und ob eine Streuung über verschiedene Anlageklassen und Währungen bedacht wurde
  • Denken Sie darüber nach, dass Bankanlagen und Staatsanleihen einerseits nur noch geringe Verzinsungen bieten und dass das Risiko einer Teil-Entwertung, spätestens jetzt, nicht mehr auszuschliessen ist.
Wir bieten individuelle Anlagelösungen mit Investmentfonds. Für jeden Anlegertyp
das passende, breit gestreute Portfolio = das Sicherheitsnetz für Ihr Anlagevermögen

Blickt man auf die Prognosen zu Jahresbeginn 2012 zurück, zeigt sich, dass damals kaum jemand mit Börsen-gewinnen im zweistelligen Prozentbereich gerechnet hatte. Beispielsweise lag die durchschnittliche DAX- Prognose der Banken für das Jahresende 2012 bei ca. 6.500 Punkten. Tatsächlich schloss der DAX über 1.000 Punkte höher, bei 7.612 Zählern. Dies entspricht einem Zuwachs im abgelaufenen Jahr von 29%.
Die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften (DAX) zählten damit weltweit zu den besten Performern.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Wertentwicklung ausgewählter Aktienindizes in 2012, sowie die Entwicklung des Goldpreises in € und Bankanlagen in Tagesgeld und Sparbuch:

Wertentwicklungen 2012

Nicht zu vernachlässigen ist die derzeitige Inflationsrate (Preisanstieg) in Deutschland von 2,1%.
Es gilt zu bedenken, dass Erträge unterhalb der Inflationsrate eine Entwertung der Kaufkraft und damit einen realen Wertverlust darstellen.

Inflation trifft auf Umfeld niedriger Zinsen

Wer sein Geld in Bankanlagen lagert, sollte sich die Zinsmitteilungen für 2012 in Ruhe ansehen. Ein Trend-wechsel hin zu wieder höheren Zinsen ist weit und breit nicht erkennbar. Betrachtet man die Zinspolitik der europäischen Notenbank, kann davon ausgegangen werden, dass Bankanlagen in 2013 und in den Folgejahren kaum einen Wertzuwachs über Inflationsniveau hergeben.

Nur wer breit investiert, also eine strategische Streuung über regionale Grenzen und unterschiedliche Anlageklassen hinweg anvisiert, kann künftig noch echten Kapitalerhalt und Vermögenszuwachs erreichen.
Dies trifft insbesondere für konservative Anleger zu.
In den letzten Jahren konnten einige defensive Fondsstrategien mit aktiver Risikosteuerung überzeugen. Mit einer individuell abgestimmten Streuung über verschiedene Produkte hinweg sind Renditen über der Inflationsrate erzielbar. Auch dann, wenn geringe Schwankungen und hohe Sicherheit im Vordergrund stehen.

  • Um es klar zu formulieren: Bankanlagen stellen aus unserer Sicht eine unrentable Geldanlage dar.
    Viele Anleger werden dies erst Schritt für Schritt in den nächsten Jahren erkennen.
    Die beste Zeit vorausschauend zu handeln ist JETZT.

Nachfolgend eine Übersicht der Ergebnisse von Investmentfonds in 2012, von chancenreich (Aktienfonds)
bis risikoarm (Mischfonds defensiv)

Wertentwicklung_Fonds_2012
Mit Aktienfonds konnten fast überall zweistellige Kursgewinne erzielt werden, ein super Aktienjahr!

Trotz der Kurssteigerungen liegt die klassiche Bewertung von Aktien noch immer weitestgehend unter dem historischen Durchschnitt. Die Kursgewinne in der zweiten Jahreshälfte 2012 zeigen in erster Linie, dass die weltweite Verunsicherung durch die EURO-Krise nachgelassen hat. Die Investitionsbereitschaft kehrte in den letzten Monaten zurück. Anlagekapital floß wieder in die Aktienmärkte, die Kurse konnten zulegen.

Deutsche Aktien stiegen dabei schneller als die meisten anderen Börsen, aufgrund ihrer starken globalen Ausrichtung und Marktstellung der Unternehmen. Für 2013 erwarten wir eher andere Favoriten als den DAX. Dies zeigt sich bereits in den ersten Handelstagen des neuen Jahres. Während Indizes in USA, Hongkong, Japan und Europa neue Höchstkurse erreichen, tritt der deutsche Leitindex zunächst auf der Stelle.

Auf ein spannendes Börsenjahr 2013.

30.03.2012 Im dritten Quartal 2011 verhalfen die angeheizten Diskussionen um Staatsverschuldung und Geldmengenausweitung dem Goldpreis sprunghaft zu neuen Höchstständen, bei ca. 1900 US Dollar je Unze. Eine gewisse Entspannung der Situation führte auch beim Edelmetall zu nachgebenden Kursen (aktuell um 1650 US Dollar je Unze). Kann hierin ein Trendwechsel gesehen werden, oder eine gesunde und notwendige „Verdauungsphase“ in der 10 jährigen Aufwärtsbewegung?
Es gibt einige Argumente die nicht von der Hand zu weisen sind und gleichzeitig einer Fortsetzung der Goldhausse im Wege stehen.

Gold ist ein weites Thema, bei dem vielfältige Einflüsse und Gedanken erwähnt werden könnten. Wir wollen nachfolgend die für uns wichtigsten Zusammenhänge beleuchten. Nun geht es uns nicht unbedingt darum, sich in einzelnen Diskussionspunkten fest zu positionieren. Für uns ist es wichtig die Triebkräfte der Kursentwicklungen zu identifizieren, um vorausschauend agieren zu können, wenn die Lage sich in die eine oder andere Richtung verschiebt.

Aktuelle Studie zum Goldmarkt gewährt Einblicke

Eine aktuelle Studie des World Gold Council beschäftigt sich mit Angebot und Nachfrage im Goldmarkt. Darin eröffnen sich tiefere Einblicke in die Strukturen der Käufer und Verkäufer. Während die Nachfragemenge für Schmuck seit 2008 rückläufig ist, steigt seitdem die Nachfrage nach Gold in Barren, Münzen und Investment-produkten kräftig an. Der Preisanstieg der letzten Jahre ist demnach in erster Linie dem hohen Interesse der Kapitalanleger zuzuschreiben.
Die Studie zeigt auch ein konstant steigendes Angebot. Zum Einen durch eine ansteigende Minenförderung,
zum Anderen durch eine deutliche Ausweitung des Angebotes aus Altgold-Recycling.
Studie vom 16. Febr. 2012, http://www.gold.org/investment/research/regular_reports/gold_demand_trends/

gold_bar

Warum Gold hoch im Kurs steht

Im Jahre 2007 erschütterte die US-Immobilienkrise die Kapitalmärkte. Die in der Folge notwendigen staatlichen Unterstützungen von Banken und Wirtschaft, sorgten für eine rasche Zunahme der Staatsverschuldung in vielen Industrieländern. Die drohenden Schieflagen von Staaten in Europa und die gewährten Unterstützungen innerhalb der europäischen Gemeinschaft, heizten die Verschuldungsdiskussionen insgesamt weiter an. Die Stützungsversprechen sind nur unter Inkaufnahme der Risiken von noch höheren Verschuldungsniveaus möglich, mit drohenden Gefahren für das gesamte Finanzsystem. Diverse Krisenszenarien liefen und laufen in der Betrachtung einiger Experten immer wieder darauf hinaus, das Gold als Krisenwährung eine sichere Bank darstelle.
Bis zum Jahre 1971 war die Ausweitung der Verschuldung für den US Dollar als Weltleitwährung begrenzt. Durch das Versprechen der Hinterlegung von Währungsreserven in physischem Gold, wurde einer ausufernden Verschuldung entgegen gewirkt. Seither gibt es keine wirksame Begrenzung gegen die Schuldenausweitung.
So erhöht die USA fast im jährlichen Rhythmus die festgelegten Höchstgrenzen der Staatsverschuldung.
Gold wird als eine seit Jahrtausenden existierende Währung betrachtet, die jedes schwächelnde Finanzsystem überdauern konnte. Ausgelöst durch die Krisendiskussionen der letzten Jahre, liegt hierin die Begründung für die extrem gestiegene Goldnachfrage. Der Anstieg des Goldpreises symbolisiert die Zweifel an den heutigen Geld-Währungssystemen.

In Folge des gestiegenen Goldpreises, steigt auch das Angebot

Die Verteuerung führte bei den Minenbetreibern dazu, dass Projekte zur Gewinnung des gelben Metalls in den letzten Jahren wieder in Betrieb genommen wurden, die sich lange Zeit nicht lohnten. Mit höheren Goldpreisen können auch höhere Förderkosten kompensiert werden. Ehemals unrentable und geschlossene Minen werden wieder profitabel und neue Abbaugebiete erkundet. In der Folge steigt die Minenförderung insgesamt an. Sie umfasst rund 2/3 des Marktangebotes.
In den letzten Jahren gelangt ein gesteigertes Goldangebot aus Altgold in den Markt. Die Ursache liegt im gewachsenen und gut strukturierten Netz von Händlern die Altgold aufkaufen. Viele Privatbesitzer sind zu diesen Kursen bereit Ihr Altgold abzugeben, wodurch das Gold Recycling wesentlich an Bedeutung gewann.
In den letzten 5 Jahren stieg das Angebot daraus um rund 60%, in 2011 betrug der Anteil des Recycling damit ca. 1/3 des gesamten Marktes.

Wer kauft Gold

  • Der Schmuckbereich ist noch immer als bedeutendster Nachfragesektor anzuführen, wenn auch seit Jahren mit rückläufiger Tendenz. Sehr wahrscheinlich ist dies dem gestiegenen Preisniveau zuzuschreiben.
  • Ebenfalls auf der Käuferseite sind Staaten und Staatsfonds zu finden, die zur Diversifikation auf Gold setzen. Weitestgehend geschieht dies aus einem Sicherheits- und Werthaltigkeitsdenken der Entscheider heraus. Die eigene Währung soll mit Sachwerten unterfüttert und die Währungsreserven diversifiziert werden. Von diesen Käufern wird hauptsächlich in physischem Gold angelegt. Seit 2008 stiegen die Investitionen in Barren und Münzen daher sehr stark an. In 2011 fiel die Nachfrage in diesem Segment besonders hoch aus. Sicherlich ist hiermit die Haupttriebkraft des rasanten Preiszuwachses identifiziert.
  • Börsennotierte Goldfonds (ETF) sind ebenfalls auf beachtliche Volumen angewachsen. Hier investieren
    z. B. Vermögensverwalter, andere Fonds, sowie trendgetriebene Investoren. Im letzten Jahr hat sich die Nachfrage in Gold ETF`s deutlich abgeschwächt.
  • Trendgetriebene Investoren sind nur daran interessiert, an einem starken Trend mit zu verdienen. Gerade in Zeiten in denen Aktienkurse ohne klare Richtung verlaufen oder stark schwanken, lockt ein stabiler Trend weiteres Kapital an: „Die Hausse nährt die Hausse“.
  • Im aktuellen Umfeld bieten sichere Anleihen nur geringe Verzinsungen. Bei allgemein niedrigen Anleihezinsen ist es vielen Anlegern weniger wichtig das Gold keine Zinsen bringt. Steigt jedoch das Zinsniveau, würden diese Erträge sicherlich wieder eine Konkurrenz zur Goldanlage darstellen. Gerät der Goldtrend daraufhin ins stocken, wollen viele Investoren gleichzeitig ausstiegen. Ein Aspekt der mittelfristig zur Vorsicht mahnt.

Fazit fundamentale Betrachtung

Die Minenproduktion zeigt sich stark und es wird weiter exploriert. Derzeit herrscht ein ungefähr ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Sollte sich die Nachfrage abschwächen, etwa aufgrund des fortgeschrittenen Preisniveaus oder weil eine politische und monetäre Stabilität des Finanzsystems wieder vorstellbar würde, wäre der Preisanstieg schnell in Gefahr. Die Phantasie für weiter steigendende Goldkurse bündelt sich letztlich auf den Punkt als Krisenanlage, da hier die Hauptursache für die Goldnachfrage anzutreffen ist.
Damit verschlechtert sich die fundamentale Betrachtung für Gold. Es bedarf der weiteren Nachfrage nach Gold als Anlagevehikel, um das Preisniveau zu halten oder zu steigern. Hier wäre ein wachsendes Argument gegen weiter steigende Kurse des Edelmetalls zu bedenken.

Rückblick: Gold vor 10 Jahren – eine antizyklische Empfehlung

An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass wir bereits im Januar 2002 erstmals zu einem Einstieg ins gelbe Metall angeregt hatten. Damals aus antizyklischen Investmentgründen, weniger in prophetischer Vorausschau einer bevorstehenden langjährigen Hausse. Der Goldpreis notierte bei rund 290 US Dollar je Unze.

  • Goldverkäufe der Zentralbanken waren seit den achtziger Jahren ein fester Bestandteil des Angebotes im Goldmarkt. Die Notenbanken sahen ihre Devisen in einem allgemein stabilen und vertrauensvollen Zustand. Darüber hinaus ermöglichte Gold keine Zinserträge der darin angelegten Währungsreserven. Zwischen 1999 und 2002 hatte besonders die britische Nationalbank ihre Goldbestände kräftig abgebaut und das zu Kursen unter 300 US Dollar je Unze. Die Umstände und Beweggründe darüber sind bis heute zweifelhaft. Das große Angebot drückte das Kursniveau jedoch kaum noch, wenig später sollte sich dieses Zeitfenster als langjähriger Tiefpunkt des Goldkurses herausstellen.
  • Für die Goldproduzenten war in immer weniger Minen ein rentabler Förderbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Branche war wegen des jahrelang sinkenden Goldpreises arg mitgenommen. Die Unternehmen erhielten kaum Investitionskredite und wenn, dann nur zu hohen Zinsen. Deshalb wurden nicht selten so genannte „Vorwärtsverkäufe“ eingegangen. Der Goldproduzent verkaufte Goldtranchen bereits vor der Förderung zu einem festen Preis, um den Verkaufserlös zu sichern.
  • Die Bedeutung für Anleger, als Kapitalanlage oder Kriseninvestment, spielte zum Ende der neunziger Jahre nur noch eine sehr untergeordnete Rolle (im Gegensatz zu den siebziger Jahren, als Gold ein fester Portfoliobestandteil war).
  • In damaligen Research Berichten zum Edelmetall wurde ausgeführt, dass sich die Angebotsseite aus stagnierenden Produktionsmengen und kalkulierbaren Verkäufen durch Zentralbanken zusammensetzte. Auf der Nachfrageseite erwartete man einen stetig steigenden Bedarf der Schmuckbranche. In der industriellen Verwendung ließ der technologische Fortschritt einen steigenden Goldbedarf vermuten.
  • Hinzu kam nun die chartechnische Betrachtung. Die Kursentwicklung ließ auf eine Bodenbildung des Preises im Bereich zwischen 250 und 280 US Dollar je Unze schließen. Zum Jahresbeginn 2002 eröffneten sich sowohl fundamentale als auch charttechnische Investmentchancen, mit antizyklischem Charakter.

Die im Laufe der Jahre aufgebauten Positionen in Goldfonds befinden sich größtenteils noch immer in den Portfolios der Kunden.

Einfache Charttechnische Betrachtung

Zur Standortbestimmung im Goldtrend darf auch eine aktuelle Chartbetrachtung nicht fehlen. Hier kann ein gesunder langjähriger Aufwärtstrend abgelesen werden, der sich aktuell in einer Korrekturphase befindet.

Goldgrafik

Ein Rückfall vom aktuellen Kurs um 1650 US Dollar je Unze, bis in den Bereich um 1550 US Dollar je Unze, wäre noch kein Grund zur Sorge. Erst bei einer Verletzung des Aufwärtstrendkanals, welcher derzeit um 1500 US Dollar je Unze verläuft, könnten grundsätzliche Zweifel an der Fortsetzung der Goldhausse angemessen sein. Daraus könnte eine größere Verkaufsbereitschaft in der mittlerweile recht breiten Masse der Goldanleger resultieren. Ein heftiger Rücksetzer des Goldpreises in den Bereich um 1200 US Dollar je Unze wäre dann gut möglich.
Derzeit ist der Trend jedoch voll intakt. Aus charttechnischer Sicht ist im Hauptszenario mit einer Trendfortsetzung zu rechnen, zunächst bis zu den alten Höchstständen bei 1900 US Dollar je Unze. Erst wenn die bisherige Höchstmarke sichtbar durchstoßen wird, eröffnet sich weiteres Potential.

Einfluss des Euro/Dollar Wechselkurses

Die Entwicklung des Wechselkurses zwischen Euro und US Dollar ist auch für die Bewegung des Goldpreises von Bedeutung. Ein stärkerer US Dollar führt tendenziell zu einem nachgebenden Goldpreis und umgekehrt.

Fazit:

Gold als Krisenbeimischung im Portfolio hat noch immer seine volle Berechtigung. Fundamental zeigt sich ein steigendes Goldangebot. Ob nun die Nachfrage infolge des mittlerweile hohen Preisniveaus nachlässt, wird sich zeigen. Der Kursrückgang in den letzten Monaten muss noch nicht überbewertet werden.
Die charttechnische Sichtweise deutet auf einen intakten Aufwärtstrend hin, der derzeit durchaus gute Chancen für weitere Zugewinne offeriert.
In der Gesamtbetrachtung ist Gold aktuell eine Halteposition.

Die kurzfristigen Börsenaussichten bleiben unberechenbar, Tagesmeldungen bestimmen die Marschrichtung.

Am 26.10.2011, in der vergangenen Woche, festigten die Euroländer Ihren gemeinsamen Willen zur gegenseitigen Rettung derer, die in Schieflage geraten. Den Griechen soll die Hälfte der Schulden erlassen werden. Dazu werden auch diverse Möglichkeiten zur notwendigen Rekapitalisierung der Banken benannt, denn die sich ergebenden Abschreibungen aus einem teilweisen Schuldenerlass treffen die Finanzinstitute besonders.
Die Märkte schöpfen Hoffnung für eine Auflösung der Unsicherheit, die Börsen erholen sich daraufhin kräftig. Der deutsche Leitindex springt über 6.300 Punkte, nachdem er zuvor um 5.800 pendelte.

Am 01.11.2011 verkündet der griechische Staatspräsident Papandreou die Möglichkeit einer Volksabstimmung der Griechen zum EU-Rettungspaket. Die Hilfe der EU wird damit in Frage gestellt. Die Alternative dazu wäre wahrscheinlich der Staatsbankrott Griechenlands und der Austritt aus dem Euro. Die Griechen könnten eigene Wege gehen. Doch wie würden diese aussehen? Welchen Auswirkungen stehen die europäischen Banken und die Finanzbranche damit gegenüber? Schlagartig ist die Unsicherheit in die Kapitalmärkte zurückgekehrt. Von den erreichten 6.300 Punkten im DAX geht es schnurstracks wieder auf das Ausgangsniveau um 5.800 zurück.

Derzeitige Börsenstimmung – Hoher Pessimismus unter deutschen Anlegern

Die jüngsten Tagesmeldungen führten bei den Börsenteilnehmern bereits zu einer Phase, die von Skepsis und hohem  Pessimismus geprägt ist. Laut einer Studie von J.P. Morgan aus dem Oktober 2011, liegt das Vertrauen der deutschen Anleger in die Kapitalmärkte nahe der historischen Tiefpunkte. So gibt es derzeit mehr Pessimisten als Optimisten unter den Börsenteilnehmern. Während noch im Mai diesen Jahres jeder Zweite angab positiv voraus zu blicken, geht im September jeder zweite Befragte von einer negativen Marktentwicklung aus. Binnen 4 Monaten ist die Stimmung ins Gegenteil gedreht.

Quelle: J.P.Morgan Asset Management, Investor-Confidence Studie

Quelle: J.P.Morgan Asset Management, Investor-Confidence Studie

Allgemeine Bedeutung der Marktstimmung

Jede Medaille hat zwei Seiten. Ebenso ist die jeweils vorherrschende Marktstimmung ein wichtiger Indikator für die weitere Entwicklung der Kapitalmärkte.
Ein hoher Pessimismus geht zumeist mit geringen Investitionsgraden einher. Das bedeutet, wer laut äußert das er fallende Kurse erwartet, ist oft nur gering investiert. Wenn ein besonders großer Kreis der Marktteilnehmer niedrig investiert ist, kann diese Gruppe auch keine Aktien mehr verkaufen. In der Folge kann Sie damit die weitere Börsenentwicklung nicht mehr negativ beeinflussen.

  • hoher Pessimismus = geringe Investitionsquote, hoher Optimismus = hohe Investitionsquote

Rückschlüsse auf die derzeitige Marktlage

Wenn man die Ergebnisse der Erhebung von J.P. Morgan heranzieht, könnte dieser Zusammenhang eine recht positive Ausgangssituation für die aktuelle Börsenlage bedeuten. Wer derzeit negativ gestimmt ist, steht als zukünftiger Investor an der Seitenlinie und wartet auf den Wiedereinstieg in den Markt. Dies kann aus folgenden Gründen geschehen:

  • Investitionen durch „günstige Kaufgelegenheiten“, die entweder aus charttechnischen oder fundamentalen Bewertungen resultieren. Dadurch wird der Markt immer wieder durch Nachfrage „aufgefangen“ und es kommt zu einer so genannten Bodenbildung.
  • Investitionen durch die Bestätigung einer Bodenbildung und die Entstehung eines aufwärts gerichteten Trends. Kommt kein weiterer Einbruch der Kurse zu Stande und beginnt die Börse sich zu stabilisieren, dann steigt der Druck und der Wille bei nicht investierten Marktteilnehmern, ihr Kapital wieder zu investieren. Deshalb ziehen steigende Kurse weiteres Kapital an, ein Aufwärtstrend entsteht:  „die Hausse nährt die Hausse“

Fazit:

Im derzeitigen Umfeld ist eine Prognose zu den kurzfristigen Börsenaussichten nahezu unmöglich. Zu viele unkalkulierbare Einflüsse treiben das Tagesgeschehen vor sich her, die Unsicherheit drückt sich in ungewöhnlich hohen Marktschwankungen aus.

Die Staatsverschuldungs-Problematik ist nicht von „heut` auf morgen“ lösbar. Derzeit steht die EU im Zentrum der globalen Krisendiskussionen. Weitere Kandidaten wie Großbritannien, Japan oder die USA stehen zwar im Schatten, jedoch keinesfalls auf fiskalisch stabilerem Fundament. Insofern kann man sich darauf einstellen, dass große Börsenschwankungen in kürzeren Frequenzen als dauerhafte Begleiter und als Einflussfaktoren von Anlageentscheidungen zu berücksichtigen sind. Hinter großen Schwankungen verbergen sich natürlich auch große Investitionschancen.

Der Blick auf die grundsätzlichen Verhaltensweisen der Kapitalmärkte lässt derzeit darauf schließen, dass investitionswilliges Kapital an der Seitenlinie steht, um dann in den Markt zurückzukehren, wenn Unsicherheit durch Perspektiven ersetzt werden kann.

Die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt an den Kapitalmärkten ist nie leicht zu beantworten. Das muss nicht dazu führen, auf Investitionen in chancen-reiche Wertpapiere zu verzichten. Mit einem Sparplan verliert die Frage nach dem richtigen Investitionszeitpunkt an Bedeutung und steht der Anlage nicht im Wege.

Mit Hilfe von Fondssparplänen werden die Schwankungen der Märkte zu Ihrem Verbündeten. Sie sind kosteneffizient, vielseitig und lukrativ, sofern der Fonds zu den Anlagezielen passt. Welche Kriterien zu beachten sind und welche Möglichkeiten ein Sparplan mitbringt, soll nachfolgend beleuchtet werden..

Inhalt:

  • 1. Was ist ein Fonds?
  • 2. Was Fondssparpläne interessant macht
  • 3. Vorteile einer regelmäßigen Sparrate – inkl. Beispiel
  • 4. Welche Renditen sind möglich?
  • 5. Geeignete Anlageziele und praktische Tipps
  • 6. Fazit Fondssparen

Vorschau:

Nachstehend sind die Zinsdifferenzen eines 100€ Sparplanes über einen 25-Jahres-Zeitraum dargestellt.
Die Einzahlungen belaufen sich auf 30.000€. Bei einem jährlichen Zins von 2% (z.B. Tagesgeld) entstehen nach der Zeit gerade einmal 38.850€. Bei jährlich 4% Rendite wären bereits 51.050€ (z.B. Rentenfonds) zu erwarten. Bei einer Durchschnittsrendite von 7% pro Jahr würde ein Fondsvermögen von 78.750€ (z.B. Aktienfonds) angewachsen sein.

Fondsparplan_100_25J._Verzinsungen

„Nur der kann ein großes Vermögen aufbauen, der mit einem kleinen Vermögen beginnt,
vom Erbfall oder Lottogewinn einmal abgesehen.“

06.05.2011 Aus einer aktuellen Studie des DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) und des
IVA (Institut für Vermögensaufbau) geht hervor, dass der überwiegende Teil der aktiv gemanagten  Investmentfonds dauerhaft nicht in der Lage ist besser abzuschneiden als der zu Grunde liegende Index.
Zum Beispiel ist für weltweit anlegende Aktienfonds der MSCI Welt der Vergleichsindex.

Verwunderung kann dieses Studienergebnis unter den regelmäßigen Lesern unserer Webseite nicht auslösen. Im Prinzip beweist diese Studie objektiv die Gültigkeit unseres Leitsatzes.

85% der offenen Investmentfonds sind nicht in der Lage dauerhaft besser abzuschneiden als ihr Vergleichsindex. Kein Grund die erfolgreichen 15% zu ignorieren.

Worum geht es in der Studie?

Die Herausgeber der Analyse überprüften den Mehrertrag von Investmentfonds gegenüber dem Vergleichsindex (Benchmark), nach Abzug der jeweiligen Fondskosten. Untersucht wurden knapp 2.400 Aktien-, Renten- und Mischfonds unterschiedlicher Regionen und Kategorien, die seit mindestens 10 Jahren bestehen.

Es wird darauf verwiesen, das im Betrachtungszeitraum von 10 Jahren nur jeder vierte Fonds besser abschnitt als der Vergleichsindex. Positiv fielen Investmentprodukte für deutsche Aktien auf, bei denen über 10 Jahre immerhin jeder zweite Fonds mit dem DAX mithalten konnte. Über 20 Jahre war nur jeder siebente Fonds dauerhaft in der Lage Mehrwerte zu erwirtschaften, dies entspricht ca. 15% aller Fonds.

Aktive Fondskonzepte besitzen meist den Anspruch mit höherer Flexibilität im Investmentprozess bessere Anlageergebnisse zu erzielen. Die Studie verweist darauf, dass dieser Anspruch häufig in der Theorie stecken bleibt und den Anleger zusätzliche Gebühren kostet, ohne Mehrertrag.

Erwähnt wird auch, dass Anleger zu oft auf Produkte setzen, die Modethemen und kurzfristige Trends aufgreifen, langfristig aber nicht bestehen können. Das Dilemma dabei, die vermeintliche Chance auf schnelle Gewinne wird zum Extra-Risiko. Viele Modelle sind auch binnen kurzer Zeit wieder vom Markt verschwunden.
Es sollte besser auf bewährtes Anlagemanagement zurückgegriffen werden.

Die Herausgeber der Studie: www.dsw-info.de und www.institut-va.de

unsere Anmerkung

Auch auf Seiten der Produktanbieter sollten die Untersuchungsergebnisse zum Nachdenken anregen. Nicht selten hat man den Eindruck, dass fragwürdige Produktkonstrukte oder mangelnde Managementleistungen durch aggressive Marketingmaßnahmen überdeckt werden sollen. Natürlich beißt sich dabei die sprichwörtliche „Katze in den eigenen Schwanz“.

Aktive Fonds können den Index schlagen

Es lohnt sich nach gut gemanagten Fonds Ausschau zu halten, dazu ein Beispiel:

Vergleichszeitraum 10 Jahre, 30.04.2001-30.04.2011:

Aktienfonds weltweit anlegend:      120%   (+8,2% p.a.)
MSCI Welt (Weltaktienindex):          -25%   (-1,8% p.a.)

Dieser Aktienfonds erreichte einen Mehrwert von ca. 10% pro Jahr, während viele andere Fonds nicht in der Lage waren den Index zu übertreffen. Übrigens lassen sich in jeder Kategorie ähnliche Beispiele finden.

aktiver Fonds vs. Index

Fazit für Anleger

Geben Sie sich bei Ihren Anlagen nicht mit durchschnittlichen Fondsprodukten und Pauschallösungen zufrieden, gleich ob sicherheits- oder chancenorientierte, mittel- oder langfristige Ziele dahinter stehen.

Hohe Anforderungen an den Anlageberater sind angebracht. Dieser sollte die nachweislich fähigsten Fonds empfehlen und ein abgestimmtes Anlagekonzept aufzeigen. Dazu bedarf es nicht nur einer langjährigen Erfahrung im Umgang mit den Kapitalmärkten. Ein uneingeschränkter Produktzugang ist eine Grund-voraussetzung. Zwei weitere sind intensive Recherche und tiefere Produktkenntnis als fortlaufender Prozess.

Werden diese Regeln berücksichtigt, sollten unterdurchschnittliche Wertentwicklungen der Vergangenheit angehören. Deshalb sollte diese Studie nicht zur Verurteilung von Fonds herangezogen, sondern Ansporn sein und als Aufforderung zur Qualitätsfindung verstanden werden.

  • unsere Antwort für anspruchsvolle Anleger: der Wave-Fondsfilter – optimale Fondslösungen finden

14.04.2011  In unserer Rubrik Markt-Timing steht eine Investition in Rentenfonds aus dem Dezember 2003 offen. Mit einer soliden Wertentwicklung von 32% schließen wir diese Position. Wir waren von einer günstigen Ausgangslage für die Entwicklung bei globalen Rentenfonds überzeugt. Diese Einschätzung hat sich bestätigt, denn im Umfeld weitgehend niedriger Zinsen in diesem Zeitraum, wurde ein jährlicher Zuwachs von rund 4% realisiert.

Ein direkter Umtausch in ein anderes, aussichtsreiches Investment zwingt sich aktuell nicht auf, deshalb sollte der Erlös dem Cashbestand zufliessen. Damit wird Liquidität geschaffen, bis sich neue Investitionschancen eröffnen.

Begründung

In vergangenen Marktkommentaren wurde bereits mehrfach angesprochen, dass die Risiken bei verzinslichen Wertpapieren zunehmen. Die Situation des Rentenmarktes, speziell in Staatsanleihen, wird unkalkulierbar. Schon seit Monaten sind die Kapitalmärkte mit einer drohenden Zahlungsunfähigkeit von Griechenland und Portugal beschäftigt.

Auch in anderen Ländern wachsen die Staatsverschuldungen weiter an. Dadurch findet eine Marktbeflutung mit neuen Anleihen statt. Die Kapitalmärkte haben bereits eine entsprechend große Menge dieser Papiere aufgenommen und die Verzinsung ist teils unattraktiv niedrig geworden. Vielerorts ist von einer Rentenmarkt-Blase die Rede.

Ob die genannten und andere Staaten künftig in der Lage sind die Zinsen für die aufgenommenen Kredite zu stemmen, bleibt fragwürdig – gerade im Umfeld steigender Zinsen und damit steigender künftiger Zinslasten. Kürzlich hatte die europäischen Zentralbank EZB mit einer ersten Zinsanhebung begonnen. Weitere kleine Schritte werden erwartet.

Steigende Zinsen führen auch auf Investorenseite zu Umschichtungen. Heraus aus den niedrig verzinsten Papieren, hinein in die neuen, höher verzinslichen Anleihen. Dadurch kommen die Kurse der älteren Papiere unter Druck, in der Folge kommt es zu Kursverlusten bei Rentenfonds.

Kürzlich hat einer der größten Anleiheinvestoren der Welt, der Rentenmanager PIMCO, bekannt gegeben, dass man sich vollständig von US-Staatsanleihen getrennt hat. Auch dies ist ein deutliches Zeichen für die Risiken der Rentenmärkte.

Ausnahmen

Einzelne Segmente des Rentenmarktes bleiben interessant, beispielsweise Unternehmensanleihen oder Staatsanleihen einiger Schwellenländer. Vermutlich können aber auch diese sich von einem allgemein schwachen Rentenmarkt nicht komplett abkoppeln.

19.01.2011  Mit dem Jahreswechsel endete ein wirklich erfolgreiches Börsenjahr 2010. Die deutliche Mehrheit der weltweiten Aktienindizes konnte mit 2-stelligen prozentualen Kursgewinnen die Anleger erfreuen.

Unter den Spitzenreitern finden sich einige asiatische Länder, wie z.B. Thailand (+68%), Indonesien (+63%) und Malaysia (+43%). Aber auch Chile (+60%), Argentinien (+54%) und Südafrika (+40%) legten kräftig zu. Damit wird schnell ersichtlich, dass besonders die aufstrebenden Länder gesucht waren (die so genannten Emerging Markets). Die hohen Wachstumsraten der Schwellenländer ziehen nach wie vor weiteres Kapital an.

Auch in Europa gab es ordentliche Wertsteigerungen zu erzielen, besonders in den skandinavischen Ländern. Schweden (+40%), Dänemark (+36%) und Norwegen (+26%) ließen damit den europäischen Durchschnitt weit hinter sich. Dieser lag gemessen am DJ EuroStoxx nahezu unverändert bei +/- 0.

Auf die Stärke deutscher Aktien hatten wir bereits im letzten Kommentar hingewiesen. Die kleineren Aktienwerte in MDAX (+35%) und SDAX (+45%) starteten hierbei nochmals kräftiger durch als die erste Reihe deutscher Unternehmen im DAX 30, welcher das Jahr 2010 mit +16% abschloss.

  • Unsere Kundenportfolios konnten im vergangenen Jahr einen durchschnittlichen Depotzuwachs von 12% erreichen. Damit wurde seit unserer Unternehmensgründung jedes Jahr die Benchmark übertroffen. Unter anderem hatten wir in der Finanzkrise 2007/2008 Verluste vermieden. Zum Jahresende 2008 regten wir die Aufstockung von Aktienfonds und gemischten Fonds an. Daraufhin konnten unsere Kunden von den kräftigen Wertentwicklungen der globalen Aktienmärkte in 2009 und 2010 profitieren.

Der Blick nach vorn, Erwartungen für 2011

Die größten Chancen für 2011 erwarten wir erneut im Aktienbereich. Aussichtsreich und substanzstark erscheinen selektiv deutsche und europäische Aktienwerte, sowie Unternehmen in Russland und Hongkong. Zu den Gewinnern könnten auch Technologieaktien gehören, auf Grund guter Wachstumraten und recht moderaten Bewertungen.
Darüber hinaus dürften sich solide Unternehmensanleihen und Schwellenländeranleihen als wertvolle Portfoliobausteine erweisen.

Für konservative Anlagen in Geldmarktfonds, Festgeld oder Tagesgeld war 2010 eher deprimierend. Hier lagen die Erträge zwischen 0,3% und 2%. Die schlechte Nachricht für diese Anlagen: die Tendenz wird sich auch in 2011 nicht wesentlich ändern, die Zinsen bleiben auf niedrigem Niveau.

Für die Anleger, die nach etwas mehr Zuwachs als Tagesgeld & Co suchen, bieten sich ausgewählte defensive Mischfonds an. Diese können einerseits auf Kapitalerhalt und gleichzeitig auf solide Vermehrung setzen. Eine breite, ausgewogene Streuung und aktive Chancenbeimischung sind hier die Erfolgskomponenten.

  • Für die genannten Anregungen und Anlageziele haben wir die jeweils erfolgreichsten Fondsmanager für Sie selektiert. Wir sehen gute Voraussetzungen für ein weiteres attraktives Anlagejahr in 2011 und würden im Falle von Kurskorrekturen weitere selektive Zukäufe überlegen.

Um neue Anregungen aufzuspüren und Ideen zu vertiefen, befinden wir uns auch in diesem Jahr auf der alljährlichen Fachmesse der Investmentwelt, dem Fondsprofessionell – Fondskongress.

23.07.2010 Beginnend mit einer kurzen Halbjahresbilanz, sollen anschließend wichtige Einflussfaktoren für den weiteren Marktverlauf beleuchtet werden. Heiß diskutierte und kritische Aussagen von Finanzmarktexperten stellen die dauerhafte Sicherheit von Geldwerten in Frage. Darauf aufbauend betrachten wir sachwertorientierte Portfoliobausteine, welche nach unserer Meinung Lösungsansätze bieten, wenn es darum geht eine möglichst krisenfeste Anlagestrategie abzustimmen.

Wertentwicklung Aktienindizes im ersten Halbjahr, 01.01.2010 – 30.06.2010:

  • DAX:                                        5.950        0 %
  • Eurostoxx 50:                         2.570    – 15 %
  • US Aktien – S&P 500:              1.040     – 8 %
  • Aktien Weltindex – MSCI:           760     – 8 %
  • Aktien Asien, MSCI Asia:                           3 %
  • Gold in Euro:                           1.014      28 %

Die erste Jahreshälfte 2010 verlief unter überschaubaren Schwankungen, wobei aktuell kein klarer Markttrend vorliegt. Seit Oktober vergangenen Jahres notieren die Indexstände nahezu unverändert. Doch die scheinbare Langeweile trügt. Nach einem positiven Jahresstart, angetrieben durch gute Geschäftszahlen der Unternehmen im ersten Quartal, folgte ein Kursrückgang nahezu aller Aktienindizes im zweiten Quartal. Hauptsächlich ist dafür die Fokussierung auf die Verschuldungsproblematik einiger südeuropäischer Staaten verantwortlich gewesen, allen voran Griechenland. Die Nervosität und die Sensibilisierung für das Thema Staatsverschuldung ist noch immer sehr hoch.

1. Problem Staatsverschuldung

Staaten können durch eine steigende Verschuldung in hohe Zinszahlungen hineingezwungen werden. Auf der Ausgabenseite wachsen die Verpflichtungen schneller als andererseits die Einnahmen. In der Folge kann der Staat seine Handlungsfähigkeit verlieren. Dies hat im schlimmsten Fall die Zahlungsunfähigkeit zur Folge, die Staatspleite.

Der Fall Griechenland ist deswegen so bedeutend, weil das Risiko eines Staatsbankrottes für deutsche Anleger diesmal in greifbarer Nähe stattfindet, ja für so manchen überhaupt erstmalig existent wird. Historisch sind Staatsbankrotte häufiger aufgetreten als Vielen bewusst ist. In den letzten 200 Jahren waren einige Länder sogar mehrfach zahlungsunfähig, wie eine Studie von C.M. Reinhart und K.S. Rogoff aus dem Jahre 2008 aufzeigt. In der Liste der Kandidaten finden sich beispielsweise Spanien, Ungarn, Portugal, Großbritannien, China, Deutschland (Währungsreform 1923, 1948), die DDR, Türkei, Russland und Argentinien (2002).

Staatsbankrott bedeutet nicht den Untergang eines Staates, sondern die Abwertung seiner Schulden und damit die Entwertung des geliehenen Geldes. Es entsteht dadurch die Möglichkeit eines Neuanfangs.

Unter dem Szenario einer Staatspleite würde der Anleger eine direkte Geldentwertung erleiden. Nicht nur der Ausfall von Zinszahlungen sondern langjährige Rückforderungsprozesse des eingesetzten Kapitals gingen stets mit Staatspleiten einher. Der indirekte Weg der Staatsentschuldung, der ebenfalls eine Geldentwertung mit sich bringt, ist die Inflation.

Für alle Anleger in vermeintlich sicheren Staatspapieren heißt das, dass die vermeintlich sicheren Anlagen tatsächlich riskanter sind als geglaubt und größere Risiken verborgen sind. Viele Anlageprodukte im Bereich Rentenfonds und Geldmarktfonds sind in diversen Staatsanleihen investiert. An dieser Stelle ist der Anlageberater gefordert. Es gilt zu prüfen, die Risiken herauszufiltern und zu vermeiden.

Durch die aktuell vielschichtigen Diskussionen über Staatsverschuldung, Währungsrisiken und Abwertungsszenarien wird die Frage der Vermögensaufteilung für den Anleger immer schwieriger zu beantworten. Es bleiben jedoch Anlagemöglichkeiten die helfen, sowohl der direkten als auch der indirekten Geldentwertung entgegenzuwirken. Diese verbergen sich hinter dem Oberbegriff Sachwertanlagen.

2. aktuelle Aussagen und Markterwartungen verschiedener Finanzexperten:

negative Einflüsse:

  • Staaten im südeuropäischen Raum haben zu viele Schulden und zu wenig Wachstum. Mittelfristig kommen große Schwierigkeiten auf diese Staaten zu. Aber auch in Ländern wie USA, GB und Japan schlummern ähnliche Probleme.
  • Zur Gewährleistung der künftigen wirtschaftlichen und politischen Handlungsfähigkeit wären Haushaltssanierungen und die Reduzierung der Staatsschulden notwendig, anstatt weiterer Verschuldung.
    Beispiel: Griechenland wird nicht dadurch geholfen neue Schulden zu den bereits Bestehenden hinzuzupacken. Dies ist zwar kurzfristig eine Unterstützung und dürfte für Beruhigung an den Märkten sorgen, führt aber mittelfristig dazu, dass noch weniger die Chance besteht die Zinslast zu schultern. Nach einiger Zeit wird dies auch wieder klar erkannt und das Spiel beginnt von vorn – aber auf aussichtsloserer Basis.
  • Sparmaßnahmen von Staaten belasten Unternehmen und Verbraucher stärker (durch höhere Steuerabgaben), dies bremst das Wachstum. Jedoch benötigen die Staaten ein Wirtschaftswachstum, um auf Steuererhöhungen verzichten zu können. Diese Problematik stellt eine große Herausforderung dar.
  • Eine solide wirtschaftliche Wachstumsdynamik in Europa und USA ist derzeit nur ansatzweise in Sicht.
  • Die Währungen aller hoch verschuldeten Staaten könnten daraufhin zu weiterer Schwäche neigen, z.B. gegenüber Edelmetallen.
  • Die Situation im Bankensektor ist weiterhin schwierig und wenig transparent. Der aktuell durchgeführte Banken-Stresstest gibt nur bedingt Einblicke in die tatsächliche Verfassung der Branche.

positive Einflüsse:

  • Einen Lichtblick für europäische Unternehmen mit hohen außereuropäischen Exporten bietet der derzeit schwächere Euro (durch verbesserte Wettbewerbsfähigkeit). Dies gilt besonders für das exportstarke Deutschland.
  • Das Wachstum der Schwellenländer in Asien und Südamerika stützt die Weltwirtschaft. Auch wenn in China erste Ermüdungserscheinungen sichtbar werden.
  • Die angelaufene Quartalsberichtssaison der Unternehmen dürfte überwiegend positiv ausfallen, was beruhigend auf die Börsen wirken und die Aktienmärkte stützen sollte.
  • Das aktuelle Umfeld und die Bewertung bei Aktien sind per Definition (KGV) günstig. Qualitätsaktien sind attraktiver als Rentenpapiere, gerade mit Blick auf die Dividendenerträge.
  • Zinsen sind und bleiben sehr niedrig, besonders für Deutsche und US Staatsanleihen. Da die Liquidität wahrscheinlich auch weiterhin hoch bleibt, wird das vorhandene Investitionskapital zur weiteren Nachfrage von Real- und Sachwerten führen.

Fazit

Sehr auffällig ist derzeit dass die Expertenmeinungen nicht nur weit auseinander gehen, sondern teilweise komplett gegensätzlich sind. Während die Einen von einer zweiten Abwärtswelle der Aktienmärkte und von Staatsbankrotten ausgehen, kommunizieren Andere eine bevorstehende Börsenrallye und eine Stabilisierung der Finanzsysteme.

Das insgesamt gemischte Zukunftsbild sollte sich unbedingt in der persönlichen Anlagestrategie wiederspiegeln. Die bewusste Verteilung des Vermögens bietet gute Chancen einem evtl. drohenden Kapitalverlust, aus welcher Richtung auch immer, entgegenzuwirken. Wertestreuung muss gerade in einem Umfeld oberste Priorität besitzen, in dem eine kritische Betrachtung der weiteren Staats- und Wirtschaftsentwicklung notwendig ist.
Es ist Zeit zu prüfen und zu handeln!

So wird auf Seiten der Kritiker häufig von Sachwerten als „Rettungsboot“ gesprochen, vorwiegend von Gold und Immobilien. Das Spektrum ist jedoch noch breiter, mehr dazu finden Sie anschließend unter Punkt 3.

Unser Tipp: Jeder Sachwert sollte auch auf seine Liquidierbarkeit hin überprüft werden, denn in einer Investition „gefesselt“ zu sein, stellt womöglich keine Hilfe in schwierigen Marktsituationen dar.

3. Das wetterfeste Portfolio – Auswege mit Blick auf Sachwertanlagen

  1. Edelmetalle: Anlagen in Gold und Silber stellen einen eigenen Wert dar, unabhängig von allen Papierwährungen. Sie bieten dadurch Schutz vor Währungsrisiken. Die Beteiligung ist sowohl als physische Anlage (in Münzen und Barren), als auch in Form von Minenaktien möglich. Große Goldbarren sind wegen eingeschränkter Liquidierbarkeit eher zu vernachlässigen, echte Münzen können als kleine “Notfallreserve” sinnvoll sein und sind auch offizielles Zahlungsmittel. Fonds die direkt die Goldpreisentwicklung nachbilden sind eine einfache und kostengünstige Investitionsmöglichkeit. Eine Investitionsbeimischung i.H.v. 10% des gesamten Anlagevermögens kann als allgem. Richtwert dienen.
  2. Aktienfonds: Erste Wahl bleiben substanzstarke Aktien in Form von Aktienfonds. Werthaltige Aktien mit soliden Dividenden werden in jedem denkbaren Wirtschaftsszenario einen guten Schutz vor Kapitalverlust bieten, auch wenn die Kurse schwanken. Die Bevölkerungsdichte weltweit wächst und es wird immer Unternehmen geben, die damit Geld verdienen. Agrar-, Nahrungsmittel-, Energie- und Pharmakonzerne erfüllen die menschl. Grundbedürfnisse, unabhängig von Krisenszenarien.
    In bestimmten Fondsanlagen werden auch Absicherungen von Aktieninvestitionen umgesetzt. Für den Anleger komfortabel, denn während man weiterhin im Sachwert investiert bleiben kann, bestehen nur begrenzt Kursverlustrisiken in fallenden Trendphasen. Jedoch ist nicht jeder Aktienfonds geeignet. Wir empfehen Ihnen gern ausgewählte aktiv gemanagte Produkte.
  3. Rohstoffe: Besonders Rohstoffe stellen eine gute Investitionsbeimischung dar (z.B. auch Wald oder Wasser). Gemeinsam mit ökologischen Technologien und der regenerativen Energiegewinnung, trifft man hier die Trendthemen der nächsten Jahrzehnte an.
  4. Immobilien: Die sicherste Immobilie ist wohl das selbstgenutzte, schuldenfreie Wohneigentum. Bei offenen Immobilienfonds bleibt die Lage vernebelt, auch hinsichtlich der bevorstehenden gesetzlichen Regulierung. Die bestehenden Anlagen sollten je nach Produktqualität gehalten werden, für Neuanlagen steht die Ampel derzeit auf Gelb.
  5. Wandelanleihen: Ebenfalls sehr interessant sind Wandelanleihen. Hierbei handelt es sich um eine Art Aktienbeteiligung mit Zinsertrag. Jedoch müssen solide Unternehmen mit zukunftssicheren Geschäfts-feldern zu Grunde liegen. Einige Fonds haben sich auf diese Anlageart spezialisiert und bieten interessante Lösungen.
  6. Fremdwährungsanleihen: Die Streuung in Anleihen von Staaten bei denen ein solider Finanzhaushalt anstatt einer wachsenden Staatsverschuldung vorzufinden ist, kann zur weiteren Erhöhung der Kapitalsicherheit führen. Durch einen soliden Finanzhaushalt verfügt ein Land über die Voraussetzungen einer stabilen Währung. Länder die hierfür in Frage kommen, wären bsw. die Schweiz, Brasilien, Norwegen, sowie einige asiatische Staaten. Auch diese Streuung lässt sich gut mit spezialisierten Investmentfonds umsetzen.
  7. Hedgefonds und Absolut Return Produkte: Auch diese bieten weitere Möglichkeiten zur Risikominderung. Im Vordergrund steht die Zielsetzung der marktunabhängigen Rendite. Besonders wichtig ist es in diesem Segment nur Produkte zu wählen, bei denen die Transparenz und die Historie stimmen.
Bestimmte vermögensverwaltende Fonds ermöglichen mit einem einzigen Fondsinvestment die Streuung in einzelne, mehrere oder auch alle vorgenannten Anlagearten.
Obendrein findet eine professionelle Überwachung und Anpassung innerhalb des Fonds statt.

Jedem Anleger steht eine ganze Palette an Möglichkeiten zur Verfügung, sein Kapital so zu streuen, dass beruhigende Anlagelösungen auch für Krisenszenarien umsetzbar sind. Wir stehen Ihnen als unabhängiger Ansprechpartner mit langjähriger Markterfahrung zur Verfügung und freuen uns, Ihnen individuelle Lösungen anbieten zu können.

16.04.10 Ostern liegt hinter uns, nun tritt die Hauptversammlungs- und Dividendensaison in die heiße Phase. Von April bis Mai berichten 24 der 30 DAX Unternehmen über den Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres. In diesem Jahr bekommen deutsche Aktionäre erstmalig die Gelegenheit, auf der Hauptversammlung auch über die Vorstandsvergütung mit abstimmen zu können, sicherlich eine Maßnahme für mehr Transparenz und Vertrauen.

Die Dividende ist eine jährliche Ausschüttung eines Unternehmens, welches auf diese Weise seine Aktionäre am Unternehmenserfolg beteiligt.

Auf welche Ausschüttungen können sich Aktionäre in diesem Jahr freuen?

Zunächst muss vorangestellt werden, dass 2009 als das Jahr 2 der Krise gilt und die Unternehmensaktivitäten mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert wurden. Dennoch sorgten Kosteneinsparungen überwiegend dafür, das die Ergebnisse weniger stark einbrachen als zunächst erwartet.

  • Daimler verkündete auf seiner Hauptversammlung am 14.April, dass in diesem Jahr die Dividende ausgesetzt werden soll. Auch Commerzbank, Infineon und Lufthansa planen keine Ausschüttung.
  • Solide Dividendenerträge jenseits der 4% sollen bei BASF, Dt. Post, EON und RWE fließen.
  • Bei einigen Unternehmen wird prognostiziert, dass die Dividende gegenüber 2009 sogar gesteigert wird, so z.B. bei Allianz, Fresenius und bei der Münchner Rück.

Die durchschnittliche DAX – Dividendenrendite soll in 2010 bei gut 3% liegen und damit deutlich über den Verzinsungen für sichere Staatsanleihen und Festgelder.
Ein Festgeld über 1 Jahr bringt derzeit eine Verzinsung von ca. 1%, für 5 Jahre Festgeld gibt es ca. 2,5% Zinsertrag, erst für 10 Jährige Festgelder bekommt man ebenfalls um 3%.

  • Allen DAX Unternehmen voran steht seit Jahren die Ausschüttung der Deutschen Telekom, beim derzeitigen Kurs von rund 10€ je Aktie werden hier die Anleger mit rund 7% Dividendenrendite beglückt. Wobei diese kein Aufruf für die T-Aktie ist.

Ein Dividendenertrag von 7% pro Jahr bedeutet rechnerisch, dass nach 14 Jahren Anlagedauer allein durch diese Ausschüttung das angelegte Kapital zurückgezahlt ist, zusätzlich zur Kursentwicklung. Sicher kann dies nicht als Maßstab betrachtet werden, dennoch sind weltweit eine Vielzahl von Unternehmen mit ähnlich hohen Dividendenzahlungen zu finden.

Der Anteil der Dividende am langfristigen Anlageerfolg ist deshalb nicht zu unterschätzen.
„Ein Dividendenfonds ist nicht so sexy wie ein BRIC-Fonds, aber die Strategie steht für stabile und nachhaltige Erträge bei geringerem Risiko. Denn langfristig können die Dividenden rund 50 Prozent der Aktiengewinne ausmachen“, hebt die Managerin eines Dividendenfonds hervor „es geht um die Balance aus Dividende und qualitativem Wachstum.“

Damit Sie nicht selbst auf die komplexe Suche nach Einzeltiteln gehen müssen, empfehlen wir Ihnen die besten globalen Dividendenfonds von erfahrenen Fondsmanagern, für Ihren Depotzuwachs. Kontakt aufnehmen

Willkommen in 2010, ein neues Jahrzehnt bricht an. Zur Einstimmung wagen wir einen kritischen Blick in die zurückliegende Dekade. Wir wollen speziell die Entwicklung des deutschen Aktienmarktes anhand des DAX aufgreifen und anschließend näher auf Investmentstrategien eingehen, mit denen Mehrwerte erzielbar waren.

  • Welche Entwicklung durchlief der DAX / deutsche Aktienfonds?
  • Welche Rolle spielt antizyklisches Investieren?
  • Aktiv oder passiv gemanagte Fondsprodukte?
  • Der ideale Anlageberater? – ein praktischer Unterschied

Börsenbrief 01/2010:  Rückblick auf des abgelaufene Börsenjahrzehnt

14.12.2009 Unsere Betrachtung zu den Kapitalmärkten vom 21.10.09 hat sich eigentlich kaum verändert. Der DAX vollzieht seit Oktober eine seitwärts gerichtete Bewegung innerhalb einer recht geringen Schwankungs-breite, sodass die weitere Entwicklung nach wie vor nicht entschieden ist. Ein Nachlassen der Handelsvolumen an den Börsen veranlasst zur Einschätzung, dass den aktuellen Tagesbewegungen, hinsichtlich der weiteren Trendfindung, keine zu große Bedeutung gegeben werden muss.

Während der Goldpreis seit Oktober unter größeren Schwankungen weiter zulegen konnte, ist beim Ölpreis eine stetig fallende Tendenz zu beobachten. Unserer Ansicht nach, deutet dies auf eine allgemein skeptischere Betrachtung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung hin. Ob die Aktienmärkte in freudiger Erwartung einer wirtschaftlichen Erholung schon zu weit gestiegen sind, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

  • Unterdessen haben wir uns, mit einem Augenzwinkern, Gedanken darüber gemacht, ob es Gemeinsamkeiten zwischen den Entscheidungen in der Weihnachtszeit und dem Verhalten bei Geldanlagen gibt? Lesen Sie weiter in unserem Weihnachts-Spezial-Newsletter.

Im Rückblick Börsenjahr 2008 gehen wir auf folgende Themen näher ein:

  • Übersicht allgemeine Wertentwicklung von Investmentfonds, kurz-, mittel- und langfristig vs. Sparbuch
  • Rückblick auf 2008 / unser Handeln im Rückspiegel + Mehrwert durch antizyklisches Anlegen
  • Inflation, Geldwert vs. Sachwert

13.02.09 unser Kurzbericht vom diesjährigen Fonds Professionell Kongress 2009 in Mannheim, der Fachmesse im Investmentfondsbereich
>Hier unser Eindruck<, Weitere Informationen und Bilder vom Fondskongress finden Sie unter www.fondsprofessionell.de

In unserem Newsletter 01/2008 gehen wir auf folgende Themen näher ein:

  • Rückblick 2007 / Chancen und Risiken für 2008
  • Abgeltungssteuer – überlegtes Handeln bringt den größten Vorteil, nicht die schönste Werbung
  • Anlageverhalten der Deutschen – normales Anlegen bringt nur normale Ergebnisse
  • Was mit Investmentfonds möglich ist und warum eigentlich in Fonds investieren

17.01.2007
hier finden Sie unseren Ausblick auf das Börsenjahr 2007.

Folgende Inhalte erwarten Sie:

  • Rückblick auf ein gutes Börsenjahr 2006
  • Die Reduzierung des Freibetrages für Kapitalerträge ab 2007
  • Risiken in 2007?
  • Ausblick und Erwartungen für 2007 (inkl. Fazit)

03.01.2005
Im 2. Halbjahr 2004 nahm die W.A.V.E. GmbH am Wettbewerbe zum „Finanzberater des Jahres 2004“ teil, welcher von der Zeitschrift Euro-FINANZEN und mehreren namenhaften Veranstaltern, im Zeitraum vom 01.07.04 bis 31.12.04, durchgeführt wurde.

Zwei Teilwettbewerbe bestimmten das Gesamtergebnis

Zum Einen ein Depotwettbewerb, in welchem virtuelle 500.000€ in Investmentfonds so gemanagt werden sollten, dass eine möglichst schwankungsarme und doch hohe Wertentwicklung zustande kommt. (hohes Sharpe-Ratio)

Zum Zweiten ein anspruchsvoller Wissenswettbewerb. Hier musste jeden Monat ein Fragebogen beantwortet werden, dabei wurden alle Bereiche der Finanzwelt abverlangt, z.B.

  • Versicherungen und Steuern,
  • Beteiligungen,
  • mathematische Aufgabe,
  • Kapitalmarkt – Kenntnissen.
  • gesetzliche Rahmenbedingungen und bevorstehende Änderungen

Das Teilnehmerfeld bestand aus rund 830 Bankberatern, Versicherungsmaklern und Vermögensverwaltern, und ist als sehr anspruchsvoll einzustufen. In den Zwischenwertungen, welche in der Zeitschrift FINANZEN monatlich nachgelesen werden konnten, erzielten wir mehrfach Top Ten Platzierungen in Depot und Gesamtwertung.

Unsere Endperformance im Depotwettbewerb liegt mit + 8,2 %, bei sehr gleichmäßigem Verlauf, ebenfalls im Spitzenfeld. (zum Vergleich: DAX im 2.Hj 2004 + 4,8 %)

Wir konnten somit dazu beitragen, dass es auch Teilnehmer aus den Neuen Bundesländern, auf einem Niveau mit dem doch überwiegend Westdeutschen Spitzenfeld, aufnehmen können. Ein genauerer Bericht erfolgt im EuroWirtschafts Magazin 02/03 2005, ab 16.02 im Zeitschriftenhandel.