28.11.07 im Marktbericht vom 09.10.07 wiesen wir darauf hin, dass die Börsen die bestehenden Risiken noch weitestgehend ignorierten. Im November kam es nun zu teilweise deutlichen Kursrückgängen der Aktienmärkte. Besonders kräftig waren die Kursverluste bei den Aktien- und Rohstoffwerten, die zuvor mit großen Kursgewinnen auffielen. Kurz: Gewinnmitnahmen auf breiter Front bestimmten das Börsenbild.
Die großen Indizes, bspw. EuroStoxx, Dow Jones und DAX, bewegen sich noch immer in Ihren langjährigen Aufwärtstrends, sodass man weiterhin von einer normalen Korrektur sprechen kann.
Die Meinung über ein rückläufiges Wachstum der Weltwirtschaft scheint sich mittlerweile auf breiter Front durchgesetzt zu haben. Belastend wirken vor allem der hohe Ölpreis und deutliche Preissteigerungen bei Agrarprodukten. Auch die Unsicherheit über das noch bevorstehende Ausmaß der US Hypothekenkrise (speziell bei Banken) wirkt dämpfend. So könnte beispielsweise die Konsumfreudigkeit der US Amerikaner leiden, denn höhere Zinsbelastungen für Kredite und gleichzeitig hohe Rohstoffpreise sind schwer zu verdauen. (evtl. führt ein geringeres Wachstum wieder zu einer Entspannung beim Ölpreis?)

Wer im Aktienmarkt investiert ist, sollte derzeit nicht unruhig werden, behalten Sie Ihre Positionen. Die Chancen auf steigende Kurse zum Jahresende stehen nicht schlecht, auch wenn der Gesamtmarkt weiterhin nervös auf Zinspolitik und Immobilienkrise blicken wird.

09.10.07 aktuelle Marktlage: die Aktienmärkte jubeln seit der Zinssenkung vom 18.09.07 durch die amerikanische Notenbank. Doch kann diese Zinssenkung um 0,5 Prozent tatsächlich die Hypothekenkrise einfach so abschütteln? Wir halten dies nicht für möglich. Zinssenkungen greifen immer erst mit einer Zeitverzögerung in den wirtschaftlichen Kreislauf ein. Auch die Hypothekenprobleme werden erst Schritt für Schritt ihre Folgen offenbaren. So dürfte ein Beurteilen der Probleme derzeit nicht so leicht sein, wie es sich einige Banken und Fondsgesellschaften machen. Des weiteren sind immer weiter steigende Rohstoffpreise zu beobachten, welche inflationäre Tendenzen schüren. Inflation kann aber nur mit steigenden Zinsen im Zaum gehalten werden … steigende Zinsen wären wiederum schlecht für die Aktienmärkte.
Wohin die Börsenkurse sich künftig entwickeln, ist somit sehr viel schwieriger zu prognostizieren, als dies die derzeit steigenden Aktiennotierungen scheinen lassen. Die Optimisten sind aktuell deutlich in der Überzahl. Wer optimistisch ist, hat aber zumeißt schon gekauft, deshalb steckt bereits viel Optimismus schon in den Kursen drin. Erfahrene Börsianer hingegen, sind derzeit eher erstaunt darüber, wie schnell die Kurse wieder angezogen sind.
Wichtig wird in den nächsten Wochen die Quartalsberichterstattung der Unternehmen. Dabei kommt es sowohl auf die Entwicklungen der tatsächlichen Zahlen im Verhältnis zu den Analystenerwartungen an, als auch auf den Ausblick den Unternehmen für die künftigen Geschäftsentwicklungen geben werden.
Wir erwarten weiterhin keinen Crash an den Börsen, aber für ein weiteres Ansteigen der Kurse braucht es „neue Nahrung“. Der Hinweis auf eine robuste Weltwirtschaft ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, das Wachstumstempo scheint allerdings stagnierend bis rückläufig. Ein aktuell starker Goldpreis zeigt auch, das es durchaus Risiken in den Finanzsystemen/ Währungen der Industrieländer gibt, schließlich dient Gold auch als Krisenabsicherung.
(während die neue Goldkette um den Hals der Frau oder Freundin sehr gut zur Krisenentspannung dienen dürfte :-))

15.08.07 Die Nervosität nährt die Nervosität, so würden wir derzeit die Kapitalmarktbewegungen umschreiben. Eine Korrektur an den Aktienmärkten hatten wir erwartet, wie am 10.05.07 beschrieben. Was der Auslöser sein würde, ist erst in den letzten Wochen klar geworden. Welche Auswirkungen die Hypothekenkrise am US Markt nun global haben wird, ist noch nicht absehbar. Eine erhöhte Aufmerksamkeit für Anlagerisiken (hohe Zinsen=hohes Risiko, niedrigere Zinsen=niedrigeres Risiko) sollte nun wieder in den Vordergrund rücken und ist mittelfristig ein positives Signal. Auch das Einspringen der Notenbanken werten wir eher positiv, schließlich ist es eine Aufgabe der Währungshüter, in schwierigen Situationen die Märkte zu beruhigen.
Wir erwarten auch weiterhin größere Schwankungen an den Aktienmärkten bis in den September/Oktober. Ein Rückgang des DAX bis auf ca. 7.000 Punkte würde uns dabei nicht überraschen (bei ca. 6.800 DAX-Punkten verläuft der seit 2004 bestehende Aufwärtstrend, dieser könnte durchaus getestet werden). Vielmehr überrascht hatte uns der schnelle Anstieg der Aktienkurse in den ersten Monaten dieses Jahres.
Fazit: Überprüfen Sie Ihre eigene Risikobereitschaft in Abstimmung mit ihrem Depot. Wenn Sie mit weiteren Kursrückgängen bei Aktien/Aktienfonds nicht ruhig schlafen können, dann reduzieren Sie Ihre Aktienquote.

Prinzipiell sollten Sie Ihre Anlagestrategie nicht vom täglichen Börsengeschehen abhängig machen, sondern von Ihren persönlichen Anforderungen an die Kapitalanlage (Anlagedauer, Ziel der Anlage, Rendite- und Risikovorstellungen,…).

24.07.2007 unsere Markteinschätzung vom 10.05.2007 hat noch immer ihre Gültigkeit.

Im Empfehlungsbereich trennen wir uns jetzt von der Depotbeimischung im Biotech-Aktienfonds. Die Branche hat unsere Erwartungen bisher nicht erfüllt. Während die großen Indizes in diesem Jahr bereits gut zugelegt haben (01.01.07-24.07.07 DAX +18%, DJ EuroStoxx50 +7%, MSCI World +6%, Dow Jones+5% auf € Basis) bleibt der Biotech-Index „AMEX Biotechnology“ deutlich zurück und verzeichnete einen kleinen Verlust von ca. 1 %. Der Verkauf wird mit einem Gewinn von rund 9% seit dem Kauf im Oktober 2006 abgeschlossen. Der Verkaufserlös erhöht die Cashposition.

22.05.2007 Das Fun(d)Masters Portfoliospiel, veranstaltet von der Fondsgesellschaft JPMorgan und FONDS professionell, endete am 15.05.2007. Unter den 268 Teilnehmern kam es im Wesentlichen auf eine gleichmäßige Wertentwicklung eines ausgewogenen Fondsdepots an. Wir waren von Beginn an dabei (Start am 16.10.2006) und konnten uns im Endergebnis den 14. Platz sichern. Die Teilnahme war eingeschränkt auf unabhängige Investmentberater, Bankberater und institutionelle Investoren. Zum einen hier die Meldung von JPMorgan und Fonds professionell. In der Auswertung zur End-Übersicht finden Sie uns als „Wavemaster“.

10.05.2007 Die Äußerungen der US Notenbank nach der letzten Sitzung am 09.05.07 waren erneut in Richtung notwendiger Inflationsbekämpfung zu verstehen. Dies beinhaltet, dass erneut Zinserhöhungen der Leitzinsen in den USA zu erwarten sein könnten. Die meisten Marktteilnehmer warten aber seit dem Ende letzten Jahres eher auf Zinssenkungen. Deshalb sind auch die Aktienindizes weitestgehend auf die aktuellen Höchststände angestiegen. Nun könnten diese Äußerungen ein Umdenken notwendig machen, was eher auf fallende Aktienkurse hindeuten würde. (Indexstände aktuell: DAX 7.500 Punkte, Dow Jones 13.300 Punkte).

Auf der anderen Seite sind die Quartalszahlen vieler Unternehmen für das 1. Quartal 2007 überwiegend positiv ausgefallen. Dies könnte auch weiteren Rückenwind für Aktien bedeuten. Wir sind der Ansicht, dass viele positive Argumente an den Aktienbörsen bereits berücksichtigt sind, jedoch weniger die durchaus bestehenden Risiken. Hier sei beispielsweise die Entwicklung der Wechselkurse zu nennen.

Wir erwarten kein weiterhin schnelles Ansteigen der Börsen und halten uns mit Neuinvestitionen bei Aktien deutlich zurück. Unserer Ansicht nach würde es zu einer umso stärkeren Korrektur im Spätsommer kommen, wenn die Aktienkurse jetzt weiterhin ansteigen. Eine Korrektur (kein Crash!) bei Aktien sollte bevorstehen, auch wenn derzeit kein konkreter Auslöser sichtbar ist. Wir haben in der letzten Zeit selektive Gewinnmitnahmen realisiert und unsere Aktienquote somit reduziert.
Wie kann man evtl. steigende Inflation in der Depotausrichtung berücksichtigen? Durch die Beimischung von Sachwerten im Fondsdepot, wie beispielsweise geeignete Investitionen in Immobilienfonds und bestimmte Rohstofffonds.

07.03.2007 na endlich! – könnte man beinahe sagen. Die Aufwärtsbewegung der Aktienkurse, speziell in den letzten Monaten, die nahezu wie „am Schnürchen“ verlief, wurde durch einen „überraschenden“ Rücksetzer erst einmal gestoppt. Eigentlich war dieser aber alles andere als überraschend. Nach langem Einatmen muss auch ein Ausatmen erfolgen, das ist an der Börse nicht anders als in der Natur. Und, der Mensch ist ein Gewohnheitstier getrieben oft von Angst und Gier. In den letzten Monaten begann eine gewisse Gier die Oberhand in einigen Branchen zu erlangen.

Schnelle Gewinne mit Rohstoffen und Schwellenländerinvestments schienen vielerorts wichtiger, als solide Anlagestrategien. In solchen Phasen ist auch die Anspannung der Anleger hoch, folglich reichen relativ kleine Ereignisse aus, um den nervösen Börsenteilnehmer zum hektischen Handeln hinzureißen. Werden Sie nicht panisch.

Wie geht es weiter? Ein solcher Rücksetzer ist prinzipiell gesund. Der favorisierte Börsenverlauf von professionellen Marktteilnehmern ist der, dass nach einer kleinen Erholung ein erneuter Rücksetzer an den Aktienbörsen stattfindet. Danach könnte dann eine Bodenbildung und ein erneutes Ansteigen der Kurse auf alte Höchststände beginnen.
Auf jeden Fall sollten Sie nicht panisch agieren, sondern vielmehr Ihre Depotzusammensetzung überprüfen. Wenn Ihr Aktienanteil mit der Anlagestrategie zusammenpasst, ist derzeit keine größere Reaktion notwendig. Erst ein Abrutschen, z.B. im DAX unter 6.000 Punkte, wäre ein deutliches Warnsignal, zumindest nach unserer Einschätzung. Orientierung nach Übersee: Die Richtung der Börsen wird vom amerikanischen Markt vorgegeben.

17.01.2007
hier finden Sie unseren Ausblick auf das Börsenjahr 2007.

Folgende Inhalte erwarten Sie:

  • Rückblick auf ein gutes Börsenjahr 2006
  • Die Reduzierung des Freibetrages für Kapitalerträge ab 2007
  • Risiken in 2007?
  • Ausblick und Erwartungen für 2007 (inkl. Fazit)

03.01.2007
Wir wünschen allen Freunden und Geschäftspartnern einen Guten Start in ein ereignisreiches und aufregendes Neues Jahr, Willkommen in 2007.

Unser Ausblick auf die Kapitalmärkte 2007 wird in der 2. oder 3. Januarwoche erscheinen.
Eines vorweg: Beachten Sie bitte, dass wir nunmehr seit fast 4 Jahren steigende Aktienkurse hinter uns haben. Es wird in 2007 auch wieder Korrekturen geben, ja geben müssen.