+ + + Wir wünschen allen Geschäftspartnern und Freunden gemütliche Weihnachten und einen spritzigen Rutsch ins Jahr 2013 + + +

In den letzten Wochen konnten die weltweiten Börsen den Aufwärtstrend fortsetzen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und bei unseren Kunden selektive Gewinnmitnahmen in Aktienfonds und Gold angeregt. Bei mutigen Anlegern dürfen die Geschenke in diesem Jahr etwas größer ausfallen.
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Die Aussagen unseres letzten Marktkommentars, vom 21.08.12, bleiben weiterhin gültig.

Zwischenzeitlich hat sich die Situation um den Euroraum etwas beruhigt:

  • Am 06.09.2012 erklärt die EZB ihre Bereitwilligkeit zu weiteren Stützungskäufen von Anleihen notleidender Euro-Staaten, in unbegrenzter Höhe, um deren Finanzierungsfähigkeit zu stärken
  • Am 12.09.2012 urteilt das deutsche Bundesverfassungsgericht, dass der Euro-Rettungsschirm ESM (Europäischer Stabilitäts Mechanismus) in Kraft treten darf, wenn auch unter Auflagen

Damit wurden wichtige Meilensteine zur Stärkung der europäischen Gemeinschaft verankert. Gleichwohl bedeutet dies nicht die Lösung aller Probleme, sondern stellt eher eine Maßnahme zur Gewinnung von Zeit für die Euroländer dar.
Für die Kapitalmärkte wird dadurch ein „Auseinanderbrechen der Eurozone“ erst einmal unwahrscheinlicher.
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Seit nunmehr drei Monaten steigen die Aktienkurse wieder, auf breiter Front. In den letzten Tagen wurden charttechnische Widerstandsmarken in der Aufwärtsbewegung erreicht. Die Stärke der Börsen findet statt, obwohl sich die konjunkturellen Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung eher eintrüben.
Bei den meisten Finanzmarktexperten herrscht Skepsis gegenüber den Kursanstiegen. Auch in den Medien herrscht eine zurückhaltende Stimmung gegenüber den steigenden Kursen.

Eurozone rappelt sich auf?

Tatsächlich ist das Fortbestehen der Eurozone in der jetzigen Form auch weiterin unklar. Zu welchem Erfolg die politische Entschlossenheit in der Eurorettung letztlich führt und wie die Eurogemeinschaft im nächsten Jahr konkret aussieht, kann keiner mit Gewissheit sagen. Deshalb bleibt ein unkalkulierbarer politischer Einfluss für die Börsen auf jeden Fall bestehen.

Jedoch wird der unbedingte politische Wille zum Erhalt des Euro und zur Stützung der Staaten untereinander, immer nachhaltiger und für die Märkte glaubwürdiger. Für Finanzexperten wird dies vor allem durch die voranschreitende Installation des Rettungsschirms ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) untermauert. Dies verschafft den Staaten und den Kapitalmärkten Luft auf zu atmen.

Einordnung des Börsentrends – ohne die politischen Hintergründe

Betrachtet man einmal nur die Kursbewegungen und blendet die politischen Hintergründe aus, so zeigt sich derzeit eine zügige, mehrwöchige Aufwärtsbewegung ohne größere Korrekturen. Ein solcher Aufwärtstrend, der in einem relativ ängstlichen und zurückhaltenden Stimmungsgemenge zu Stande kommt, wird meist von den Investoren vorangetrieben, die mittel bis langfristige Zuversicht mitbringen. Eine solche Phase in einer Aufwärtsbewegung wird allgemein als gesunde und nachhaltige Entwicklung betrachtet und stellt nicht selten ein frühes Stadium eines längeren positiven Markttrends dar.

Das Anlagekapital welches  in den Aktienmarkt strömt und für die Entstehung solcher Tendenzen verantworlich ist, stammt oftmals von antizyklischen Investoren. Antizyklische Anleger handeln gegen die vorherrschende Marktmeinung und streben eine Positionierung abseits des Herdentriebs an. Hierzu zählen historisch so bekannte Akteure wie André Kostolany oder Warren Buffet, die durch eine solche Herangehensweise hohe Gewinne und Berühmtheit erlangen konnten.

Versucht man die aktuelle Börsenphase im „Verlauf des Anlageverhaltens eines typischen Investors“ einzuordnen, dann dürften wir uns ungefähr zwischen Punkt 15 und Punkt 17 im nachfolgenden Schaubild wiederfinden:

typischer Investor Anlageverhalten - Boersenphasen

Zur Begründung unserer Einordnung möchten wir Stimmungen und Meinungen aufgreifen, die derzeit in den Medien zu finden sind:

  • Es herrscht keine überschwingliche Zuversicht zur positiven Marktentwicklung
  • die letzte Verlustphase ist in den Gedanken der Anleger noch frisch (ängstlich)
  • die Marktverhältnisse erlauben keine euphorische Zukunftsbetrachtung
  • viele Marktteilnehmer warten auf Kurskorrekturen, um günstiger einzusteigen, bisher wurde erfolglos gewartet … der Investitionsdruck steigt
  • niedrige Zinsen begünstigen den Kapitalstrom heraus aus unrentablen Bankanlagen und Anleihen, hinein in relativ günstig bewertete Aktienmärkte (besonders in Europa)

Stimmungen können natürlich schnelllebig sein

Die momentane Marktentwicklung gleicht allerdings auch der Situation zum Jahresbeginn 2012, wo eine weniger pessimistische Börsenstimmung zunächst zu flott steigenden Kursen führte. Im April kippte die Stimmung und die Kurse fielen im 2. Quartal deutlich. Mittlerweile befinden wir uns in den saisonal umsatzschwächeren Sommermonaten. Der bevorstehende September gilt allgemein als schwankungsanfälliger Börsenmonat, denn viele Marktteilnehmer kehren aus ihrem Urlaub zurück, sodass das Handelsvolumen der Börsen wieder anzieht.
Trotzdem können die Kurse, unserer Ansicht nach, noch ein gutes Stück weiter getragen werden. Denn wenn die Kurse steigen, zieht dieser Trend immer neues Kapital an, wie das Licht die Motten anzieht.

Fazit

Die hohe Attraktivität von Wertpapieren ergibt sich auch, weil Bankanlagen nur Minizins-Erträge bieten. Nach Inflations- und Steuerabzug schmelzen die dortigen Zinsen teils komplett weg und führen zu einem effektiv negativen Anlageergebnis.

Es herrscht eine recht große Skepsis gegenüber steigenden Kursen, während die Kurse gleichzeitig steigen. Eine solche Phase ist, ungeachtet der politischen Einflüsse, eher charakteristisch für ein frühes Stadium im längeren Aufwärtstrend. Prinzipiell ist es aussichtsreich in solchen Marktphasen in Wertpapieren zu investieren und investiert zu sein.
Wir würden noch immer einen Cashanteil zurückhalten und nicht voll investieren, um bei Rückschlägen (z.B. durch erneute politische Verunsicherung) für günstigere Nachkäufe handlungsfähig zu bleiben.

Die gute Stimmung der Aktienmärkte und der Optimismus des ersten Quartals sind wieder verflogen. Der DAX notiert in der Nähe der Jahresanfangskurse, nachdem zwischenzeitlich gut 17% Gewinn zu Buche standen. Der europäische Index Eurostoxx liegt bereits mit ca. 5% in der Verlustzone. Viele institutionelle Anleger und Fonds haben in den letzten Wochen Ihre Aktienbestände deutlich reduziert.

Wir hatten bei unseren Anlegern Mitte Februar, zu DAX-Kursen um 6800 Punkten, Reduktionen von Aktienpositionen angeregt und so einige Gewinnmitnahmen gesichert. Die dadurch erhöhte Cashquote steht nun zur Verfügung, um zu tieferen Kursen wieder in die Aktienmärkte zurück zu kehren. Ein gut gemischtes Depot verlief auch in diesem Jahr weit weniger schwankungsanfällig als die Aktienbörsen und liegt derzeit solide im Gewinn.

Europas Probleme hypnotisieren die Finanzwelt

Im Grunde fühlt man sich um ein Jahr zurück versetzt. Die Angst vor einem globalen wirtschaftlichen Abschwung ist zurückgekehrt, erneut verursacht durch die finanzielle Schieflage in einigen europäischen Staaten und Finanzinstituten. Die Kandidaten sind im Wesentlichen noch immer die selben, nur die Sorgengräben sind tiefer.

  • Griechenland verzeichnet langsam Fortschritte in der Restrukturierung der Staatsorganisation, sorgt in diesem Prozess aber weiter für negative Schlagzeilen.
  • Die Lage in Italien bleibt zwar angespannt, ist derzeit aber nicht ernsthaft kritisch.
  • Spanische Banken leiden nun immer stärker an der jahrelangen expansiven Kreditvergabe für Immobilienprojekte, sodass der spanische Staat nur noch bedingt zur finanziellen Unterstützung in der Lage ist. Besonders der Sparkassenverbund Bankia hat hohe Liquiditätsengpässe und benötigt mehrfach zweistellige Milliardensummen, nun schaltet sich sogar die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsvermutungen ein. Banken die auch ausserhalb Spaniens tätig sind, befinden sich in einer besseren Lage, benötigen trotzdem finanzielle Unterstützung. Die Hilfe des europäischen Rettungsfonds (10.06.2012) sorgt hier zunächst für Beruhigung.

Globale Wachstumsängste wegen EU-Sparkurs

In wieweit die Angst vieler Marktteilnehmer zu nochmals tieferen Börsenkursen führen kann ist schwer einschätzbar. Die Schwankungsbreite wird vorerst hoch bleiben. Angst ist nicht nur ein unkalkulierbarer Faktor, sondern auch der schlechteste Ratgeber für Anlageentscheidungen. Die jüngsten Kursrückgänge zeigen die erhöhte emotionale Verkaufsbereitschaft. Damit wurde auch eine deutliche wirtschaftliche Abschwächung vorweggenommen, von zu teuren Aktienbewertungen kann deshalb nicht die Rede sein.

Natürlich schlagen die Sparmaßnahmen der EU-Staaten negativ auf das europäische Wirtschaftswachstum durch, denn wo Investitionen zurückgefahren werden, lässt sich schwerlich Wachstum beschleunigen. „Schlussendlich könnten die EU-Staaten den Sparkurs wieder aufgeben, weil die Steuer- und Sozialsysteme der Länder ein Wachstum existenziell benötigen“, meinen Finanzexperten. Wir sehen den weiteren Verlauf der Börsen auch daher nicht unbedingt negativ. Im Falle einer wieder expansiveren Geldpolitik würden die Märkte positiv reagieren.

Wohin denn nun mit mittel – langfristigen Anlagegeldern, hilft ein Blick in den Kühlschrank?

Nach wie vor sind zahlreiche global aufgestellte Unternehmen mit substanzstarken Umsatz- und Ertragssituationen zu finden. Wir sind der Ansicht das kapitalstarken Unternehmen eher Vertrauen zu schenken ist, als finanzschwachen Staaten. Dafür spricht auch, dass die jährlichen Zins-Ausschüttung der AG`s (Dividenden) oftmals deutlich höher als die Verzinsung bei Staatsanleihen ausfallen.

  • In der Anlagepraxis bedeutet dies konkret: „Staatsanleihen selektiv, Aktiengewichtung definitiv“,
    je niedriger die Kurse, desto interessanter sind Aktien.

Hersteller für Nahrungsmittel, Medikamente, Telekommunikations- oder Technologieunternehmen sind essentiell im Alltag unserer Gesellschaft verankert. Man kann ruhig mal durch den eigenen Haushalt stöbern und auf Entdeckungstour gehen, was so alles konsumiert wird und welcher Hersteller daran profitiert.

Für einige überraschend dürfte die Stärke von Herstellern aus dem Luxusgüterbereich, z.B. Swatch, LVMH oder Richemont, sein. Diese können auch kurzfristig mit stabileren Kursen glänzen, als beispielsweise der DAX.

Grafik: DAX-Verlauf gegenüber einem Fonds der in Luxusgüteraktien investiert:

Luxusgüterfonds (rot) 10% vs. DAX (grün) 0%, 6 Monate, per 06.2012.

Vor wenigen Tagen bin ich aus Sinpapur zurückgekehrt. Nicht nur die hohe Anzahl und Dichte der Shopping-Malls war für mich sehr überraschend. Sondern auch die Tatsache, dass nahezu jede Luxusmarke in jedem Einkaufszentrum vertreten ist, und alle Konsumtempel waren stets gut besucht. Da lässt es sich einfach nachvollziehen, dass besonders diese Konzerne, die einen hohen Wohlfühlfaktor bei den Konsumenten erwecken, über robuste Geschäftsmodelle verfügen.

30.03.2012 Im dritten Quartal 2011 verhalfen die angeheizten Diskussionen um Staatsverschuldung und Geldmengenausweitung dem Goldpreis sprunghaft zu neuen Höchstständen, bei ca. 1900 US Dollar je Unze. Eine gewisse Entspannung der Situation führte auch beim Edelmetall zu nachgebenden Kursen (aktuell um 1650 US Dollar je Unze). Kann hierin ein Trendwechsel gesehen werden, oder eine gesunde und notwendige „Verdauungsphase“ in der 10 jährigen Aufwärtsbewegung?
Es gibt einige Argumente die nicht von der Hand zu weisen sind und gleichzeitig einer Fortsetzung der Goldhausse im Wege stehen.

Gold ist ein weites Thema, bei dem vielfältige Einflüsse und Gedanken erwähnt werden könnten. Wir wollen nachfolgend die für uns wichtigsten Zusammenhänge beleuchten. Nun geht es uns nicht unbedingt darum, sich in einzelnen Diskussionspunkten fest zu positionieren. Für uns ist es wichtig die Triebkräfte der Kursentwicklungen zu identifizieren, um vorausschauend agieren zu können, wenn die Lage sich in die eine oder andere Richtung verschiebt.

Aktuelle Studie zum Goldmarkt gewährt Einblicke

Eine aktuelle Studie des World Gold Council beschäftigt sich mit Angebot und Nachfrage im Goldmarkt. Darin eröffnen sich tiefere Einblicke in die Strukturen der Käufer und Verkäufer. Während die Nachfragemenge für Schmuck seit 2008 rückläufig ist, steigt seitdem die Nachfrage nach Gold in Barren, Münzen und Investment-produkten kräftig an. Der Preisanstieg der letzten Jahre ist demnach in erster Linie dem hohen Interesse der Kapitalanleger zuzuschreiben.
Die Studie zeigt auch ein konstant steigendes Angebot. Zum Einen durch eine ansteigende Minenförderung,
zum Anderen durch eine deutliche Ausweitung des Angebotes aus Altgold-Recycling.
Studie vom 16. Febr. 2012, http://www.gold.org/investment/research/regular_reports/gold_demand_trends/

gold_bar

Warum Gold hoch im Kurs steht

Im Jahre 2007 erschütterte die US-Immobilienkrise die Kapitalmärkte. Die in der Folge notwendigen staatlichen Unterstützungen von Banken und Wirtschaft, sorgten für eine rasche Zunahme der Staatsverschuldung in vielen Industrieländern. Die drohenden Schieflagen von Staaten in Europa und die gewährten Unterstützungen innerhalb der europäischen Gemeinschaft, heizten die Verschuldungsdiskussionen insgesamt weiter an. Die Stützungsversprechen sind nur unter Inkaufnahme der Risiken von noch höheren Verschuldungsniveaus möglich, mit drohenden Gefahren für das gesamte Finanzsystem. Diverse Krisenszenarien liefen und laufen in der Betrachtung einiger Experten immer wieder darauf hinaus, das Gold als Krisenwährung eine sichere Bank darstelle.
Bis zum Jahre 1971 war die Ausweitung der Verschuldung für den US Dollar als Weltleitwährung begrenzt. Durch das Versprechen der Hinterlegung von Währungsreserven in physischem Gold, wurde einer ausufernden Verschuldung entgegen gewirkt. Seither gibt es keine wirksame Begrenzung gegen die Schuldenausweitung.
So erhöht die USA fast im jährlichen Rhythmus die festgelegten Höchstgrenzen der Staatsverschuldung.
Gold wird als eine seit Jahrtausenden existierende Währung betrachtet, die jedes schwächelnde Finanzsystem überdauern konnte. Ausgelöst durch die Krisendiskussionen der letzten Jahre, liegt hierin die Begründung für die extrem gestiegene Goldnachfrage. Der Anstieg des Goldpreises symbolisiert die Zweifel an den heutigen Geld-Währungssystemen.

In Folge des gestiegenen Goldpreises, steigt auch das Angebot

Die Verteuerung führte bei den Minenbetreibern dazu, dass Projekte zur Gewinnung des gelben Metalls in den letzten Jahren wieder in Betrieb genommen wurden, die sich lange Zeit nicht lohnten. Mit höheren Goldpreisen können auch höhere Förderkosten kompensiert werden. Ehemals unrentable und geschlossene Minen werden wieder profitabel und neue Abbaugebiete erkundet. In der Folge steigt die Minenförderung insgesamt an. Sie umfasst rund 2/3 des Marktangebotes.
In den letzten Jahren gelangt ein gesteigertes Goldangebot aus Altgold in den Markt. Die Ursache liegt im gewachsenen und gut strukturierten Netz von Händlern die Altgold aufkaufen. Viele Privatbesitzer sind zu diesen Kursen bereit Ihr Altgold abzugeben, wodurch das Gold Recycling wesentlich an Bedeutung gewann.
In den letzten 5 Jahren stieg das Angebot daraus um rund 60%, in 2011 betrug der Anteil des Recycling damit ca. 1/3 des gesamten Marktes.

Wer kauft Gold

  • Der Schmuckbereich ist noch immer als bedeutendster Nachfragesektor anzuführen, wenn auch seit Jahren mit rückläufiger Tendenz. Sehr wahrscheinlich ist dies dem gestiegenen Preisniveau zuzuschreiben.
  • Ebenfalls auf der Käuferseite sind Staaten und Staatsfonds zu finden, die zur Diversifikation auf Gold setzen. Weitestgehend geschieht dies aus einem Sicherheits- und Werthaltigkeitsdenken der Entscheider heraus. Die eigene Währung soll mit Sachwerten unterfüttert und die Währungsreserven diversifiziert werden. Von diesen Käufern wird hauptsächlich in physischem Gold angelegt. Seit 2008 stiegen die Investitionen in Barren und Münzen daher sehr stark an. In 2011 fiel die Nachfrage in diesem Segment besonders hoch aus. Sicherlich ist hiermit die Haupttriebkraft des rasanten Preiszuwachses identifiziert.
  • Börsennotierte Goldfonds (ETF) sind ebenfalls auf beachtliche Volumen angewachsen. Hier investieren
    z. B. Vermögensverwalter, andere Fonds, sowie trendgetriebene Investoren. Im letzten Jahr hat sich die Nachfrage in Gold ETF`s deutlich abgeschwächt.
  • Trendgetriebene Investoren sind nur daran interessiert, an einem starken Trend mit zu verdienen. Gerade in Zeiten in denen Aktienkurse ohne klare Richtung verlaufen oder stark schwanken, lockt ein stabiler Trend weiteres Kapital an: „Die Hausse nährt die Hausse“.
  • Im aktuellen Umfeld bieten sichere Anleihen nur geringe Verzinsungen. Bei allgemein niedrigen Anleihezinsen ist es vielen Anlegern weniger wichtig das Gold keine Zinsen bringt. Steigt jedoch das Zinsniveau, würden diese Erträge sicherlich wieder eine Konkurrenz zur Goldanlage darstellen. Gerät der Goldtrend daraufhin ins stocken, wollen viele Investoren gleichzeitig ausstiegen. Ein Aspekt der mittelfristig zur Vorsicht mahnt.

Fazit fundamentale Betrachtung

Die Minenproduktion zeigt sich stark und es wird weiter exploriert. Derzeit herrscht ein ungefähr ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Sollte sich die Nachfrage abschwächen, etwa aufgrund des fortgeschrittenen Preisniveaus oder weil eine politische und monetäre Stabilität des Finanzsystems wieder vorstellbar würde, wäre der Preisanstieg schnell in Gefahr. Die Phantasie für weiter steigendende Goldkurse bündelt sich letztlich auf den Punkt als Krisenanlage, da hier die Hauptursache für die Goldnachfrage anzutreffen ist.
Damit verschlechtert sich die fundamentale Betrachtung für Gold. Es bedarf der weiteren Nachfrage nach Gold als Anlagevehikel, um das Preisniveau zu halten oder zu steigern. Hier wäre ein wachsendes Argument gegen weiter steigende Kurse des Edelmetalls zu bedenken.

Rückblick: Gold vor 10 Jahren – eine antizyklische Empfehlung

An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass wir bereits im Januar 2002 erstmals zu einem Einstieg ins gelbe Metall angeregt hatten. Damals aus antizyklischen Investmentgründen, weniger in prophetischer Vorausschau einer bevorstehenden langjährigen Hausse. Der Goldpreis notierte bei rund 290 US Dollar je Unze.

  • Goldverkäufe der Zentralbanken waren seit den achtziger Jahren ein fester Bestandteil des Angebotes im Goldmarkt. Die Notenbanken sahen ihre Devisen in einem allgemein stabilen und vertrauensvollen Zustand. Darüber hinaus ermöglichte Gold keine Zinserträge der darin angelegten Währungsreserven. Zwischen 1999 und 2002 hatte besonders die britische Nationalbank ihre Goldbestände kräftig abgebaut und das zu Kursen unter 300 US Dollar je Unze. Die Umstände und Beweggründe darüber sind bis heute zweifelhaft. Das große Angebot drückte das Kursniveau jedoch kaum noch, wenig später sollte sich dieses Zeitfenster als langjähriger Tiefpunkt des Goldkurses herausstellen.
  • Für die Goldproduzenten war in immer weniger Minen ein rentabler Förderbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Branche war wegen des jahrelang sinkenden Goldpreises arg mitgenommen. Die Unternehmen erhielten kaum Investitionskredite und wenn, dann nur zu hohen Zinsen. Deshalb wurden nicht selten so genannte „Vorwärtsverkäufe“ eingegangen. Der Goldproduzent verkaufte Goldtranchen bereits vor der Förderung zu einem festen Preis, um den Verkaufserlös zu sichern.
  • Die Bedeutung für Anleger, als Kapitalanlage oder Kriseninvestment, spielte zum Ende der neunziger Jahre nur noch eine sehr untergeordnete Rolle (im Gegensatz zu den siebziger Jahren, als Gold ein fester Portfoliobestandteil war).
  • In damaligen Research Berichten zum Edelmetall wurde ausgeführt, dass sich die Angebotsseite aus stagnierenden Produktionsmengen und kalkulierbaren Verkäufen durch Zentralbanken zusammensetzte. Auf der Nachfrageseite erwartete man einen stetig steigenden Bedarf der Schmuckbranche. In der industriellen Verwendung ließ der technologische Fortschritt einen steigenden Goldbedarf vermuten.
  • Hinzu kam nun die chartechnische Betrachtung. Die Kursentwicklung ließ auf eine Bodenbildung des Preises im Bereich zwischen 250 und 280 US Dollar je Unze schließen. Zum Jahresbeginn 2002 eröffneten sich sowohl fundamentale als auch charttechnische Investmentchancen, mit antizyklischem Charakter.

Die im Laufe der Jahre aufgebauten Positionen in Goldfonds befinden sich größtenteils noch immer in den Portfolios der Kunden.

Einfache Charttechnische Betrachtung

Zur Standortbestimmung im Goldtrend darf auch eine aktuelle Chartbetrachtung nicht fehlen. Hier kann ein gesunder langjähriger Aufwärtstrend abgelesen werden, der sich aktuell in einer Korrekturphase befindet.

Goldgrafik

Ein Rückfall vom aktuellen Kurs um 1650 US Dollar je Unze, bis in den Bereich um 1550 US Dollar je Unze, wäre noch kein Grund zur Sorge. Erst bei einer Verletzung des Aufwärtstrendkanals, welcher derzeit um 1500 US Dollar je Unze verläuft, könnten grundsätzliche Zweifel an der Fortsetzung der Goldhausse angemessen sein. Daraus könnte eine größere Verkaufsbereitschaft in der mittlerweile recht breiten Masse der Goldanleger resultieren. Ein heftiger Rücksetzer des Goldpreises in den Bereich um 1200 US Dollar je Unze wäre dann gut möglich.
Derzeit ist der Trend jedoch voll intakt. Aus charttechnischer Sicht ist im Hauptszenario mit einer Trendfortsetzung zu rechnen, zunächst bis zu den alten Höchstständen bei 1900 US Dollar je Unze. Erst wenn die bisherige Höchstmarke sichtbar durchstoßen wird, eröffnet sich weiteres Potential.

Einfluss des Euro/Dollar Wechselkurses

Die Entwicklung des Wechselkurses zwischen Euro und US Dollar ist auch für die Bewegung des Goldpreises von Bedeutung. Ein stärkerer US Dollar führt tendenziell zu einem nachgebenden Goldpreis und umgekehrt.

Fazit:

Gold als Krisenbeimischung im Portfolio hat noch immer seine volle Berechtigung. Fundamental zeigt sich ein steigendes Goldangebot. Ob nun die Nachfrage infolge des mittlerweile hohen Preisniveaus nachlässt, wird sich zeigen. Der Kursrückgang in den letzten Monaten muss noch nicht überbewertet werden.
Die charttechnische Sichtweise deutet auf einen intakten Aufwärtstrend hin, der derzeit durchaus gute Chancen für weitere Zugewinne offeriert.
In der Gesamtbetrachtung ist Gold aktuell eine Halteposition.

15.02.2012 Der DAX hat in den ersten Wochen des neuen Jahres bereits von 5.900 Punkten auf aktuell 6.800 Punkte zugelegt. Dies entspricht einem Zuwachs von gut 15%. Allerdings hat sich auf den ersten Blick hinsichtlich der Euro-Schuldenkrise nicht viel getan – warum also steigen die Kurse?

Zunächst ein kurzer Blick zurück. Im Börsenkommentar vom 02.11.2011 hatten wir folgende Frage aufgeworfen:

„Wie eine pessimistische Anlegerstimmung zu steigenden Kursen führen kann“

und schlussendlich folgendes Fazit herausgestellt:

„Der Blick auf die grundsätzlichen Verhaltensweisen der Kapitalmärkte lässt derzeit darauf schließen, dass investitionswilliges Kapital an der Seitenlinie steht, um dann in den Markt zurückzukehren, wenn Unsicherheiten durch Perspektiven ersetzt werden können.“

Rahmenbedingungen verbessern sich

Vieles hat sich seither geändert, was den Märkten wieder Auftrieb verleiht:

  • Die EU stützte im Dezember 2011 die Banken mit Liquidität, stellte im Januar weitere Hilfen in Aussicht und verhinderte erst einmal das Horrorszenario eines „Domino- Bankencrashs“
  • Die globale Wirtschaft verlangsamte zwar in 2011 das Wachstumstempo, aber eine befürchtete längere Rezession ist immer weniger wahrscheinlich. In einigen Ländern werden die Prognosen für 2012 sogar wieder optimistischer, z.B. in Japan und Indien. Ebenso offenbart der aktuelle ZEW Index positive Konjunkturerwartungen für Deutschland.
  • Die US – amerikanischen Wirtschaftsdaten zeigen positive Impulse. Die OECD sieht in einigen sich verbessernden Frühindikatoren Hinweise auf ein anziehendes Wirtschaftswachstum in den USA. Auch dies wurde vor rund 3 Monaten noch sehr skeptisch betrachtet.
  • Nicht zuletzt ist die hohe Liquidität im Markt ein Kurstreiber. Wenn Kurse steigen, ziehen Sie damit weiteres Kapital an, erst recht in einem Umfeld niedriger Zinsen.

Dividenden machen Aktien zusätzlich attraktiv

Die 30 deutschen DAX-Unternehmen schütten in diesem Jahr rund 27 Milliarden Euro an Dividenden aus. Damit wird das Rekordjahr 2008 nur knapp unterschritten. Eine angenehme Ertragssituation, denn die durchschnittliche DAX – Dividendenrendite entspricht damit rund 4%. Diese jährlichen Unternehmens- Ausschüttungen liefern dem Anleger einen soliden Sicherheitspuffer in dieser Anlageklasse.

Die detaillierten Dividenden der DAX Unternehmen finden Sie unter folgendem Link:
http://www.mydividends.de/index.php?cont=div&qry=all

Psychologischer Aspekt

Ein gewisser Gewohnheitseffekt kommt mittlerweile ebenfalls hinzu. Wenn immer wieder die selben Schlagzeilen (negativen) auftauchen, stumpft die Sensibilität für solche Meldungen mit der Zeit ab. Man gewöhnt sich daran und wendet sich anderen Betrachtungen zu.

Fazit

Die aktuell steigenden Kurse sind ein Zeichen dafür, dass die überzogen negative Wahrnehmung des Jahres 2011 wieder abgebaut wird. Sicherlich werden sich die makroökonomischen Probleme des Vorjahres nicht einfach auflösen, weshalb mit weiteren Marktunsicherheiten gerechnet werden muss.
Die Marktteilnehmer wenden sich jedoch wieder verstärkt der fundamentalen Betrachtung und damit der Bewertung von Unternehmen zu und finden dabei ein substantiell solides Umfeld vor. Deshalb steigen die Kurse.

Alljährlich gilt es eine Auswertung der Anlageergebnisse der Investmentfonds vorzunehmen. Zum Jahresende 2011 kommen dabei teils neue Erkenntnisse zum Vorschein. Nachfolgend geben wir einen kleinen Einblick in unsere Überlegungen bei der Fondsauswahl.

Mischfonds, zwischen Anfangseuphorie und Demut

Im Vorfeld der Einführung der Abgeltungssteuer zum 01.01.2009 wurde eine Fondskategorie wiederbelebt, die bis dahin nahezu ausgestorben war. Die Rede ist von Mischfonds. Mit der Banken- und Immobilienkrise in den Jahren 2008 – 2009 gewannen besonders Mischfonds an Bekanntheit, die in dieser verlustgeprägten Phase einen Kapitalerhalt für Anleger erzielen konnten. Schnell wurde in solche Fondskonzepte, die teilweise sehr flexibel in jeder Marktlage anlegen dürfen, eine Art „Eierlegende Wollmilchsau“ für Kapitalanleger hineininterpretiert. In kurzer Zeit flossen hohe Anlagevolumen in viel versprechende Konzepte.
Auch in 2010 und 2011 profitierten viele dieser Fonds von den guten Referenzen der vorangegangenen Krise. Man argumentierte, dass besonders die Fonds, welche in vergangenen schwierigen Marktphasen gute Ergebnisse liefern konnten, auch in folgenden turbulenten Börsenzeiten besser als die Konkurrenz abschneiden könnten.

Nachdem in vielen dieser Fondskonzepte nun eine Historie mit zwei krisengeschüttelten Marktphasen entstehen konnte, sieht die Praxis eher ernüchternd aus. Einigen Mischfonds gelang in Phasen mit fallenden Börsenkursen die Verlustvermeidung recht gut. Jedoch wurde anschließend von den steigenden Kursen weniger profitiert. Man blieb zu vorsichtig und kam teilweise nicht voran.
Andere Fonds erreichten nach Ihrer Gründung, wegen der fortlaufend anspruchsvollen Marktbedingungen der letzten Jahre, zu keinem Zeitpunkt die Gewinnzone. Zu Ernüchterung in der Performancebetrachtung führt dies, weil viele Prospekte überzogene Erwartungen geschürt hatten. Auf Seiten des Fondsmanagements wurden bei so manchem Mischfonds die dynamischen Renditeziele von der rauen Marktrealität weggespült. Unterm Strich ist zu fest zu stellen, wer im letzten Börsenabschwung gute Entscheidungen treffen konnte, hat damit noch kein verlässliches Zukunftsrezept. Immerhin gelang es dennoch einigen Fondslenkern, über beide Krisenphasen (2008/09 und 2011) hinweg, das Fondskapital zu erhalten oder gar zu vermehren.

Um über das Segment der Mischfonds hinaus Rückschlüsse zu prüfen, musste auch die Entwicklung von Aktienfonds verschiedener Kategorien erneut unter die Lupe. Hier zeigt sich gleichermaßen, das nur eine überschaubare Anzahl Fondsmanager je Kategorie dauerhaft überzeugen kann. So variieren besonders bei global anlegenden Aktienfonds die Spitzenreiter in der Performance deutlich, je nach der gewählten Vorgabe auf der Zeitachse.

Ebenso sind Fondskonzepte mit so genannten Trendfolgemodellen keineswegs als Selbstläufer zu sehen. Die schnellen Trendwechsel im sehr volatilen Jahresverlauf 2011 ließen den computergesteuerten Systemen, welche hier zu Grunde liegen, keine Zeit sich zu entfalten.

Emotionale Falle: historische Wertentwicklung

Die wirkliche Leistung eines Fonds wird erst sichtbar, wenn man eine Vergleichsbasis für die erzielte Wertentwicklung herstellt. Hierfür kann eine zu Grunde liegende Benchmark oder eine Vergleichskategorie herangezogen werden (eine Gegenüberstellung mit ähnlich anlegenden Fonds). Erst dadurch lassen sich Ergebnisse in ein Verhältnis setzen. Nützlich ist die Betrachtung über mehrere Zeiträume und verschiedene Kapitalmarktphasen hinweg. Somit lassen sich emotionale Anlageentscheidungen vermeiden, bei denen darauf gehofft wird, das kurzfristig erzielte Resultate einfach in der Zukunft fortgeführt werden können. Genau dies ist nur selten der Fall. Diese Erkenntnisse sind natürlich nicht neu, sondern erneut bewiesen.

Wenn man es etwas überspitzt ausdrücken möchte, dann zählen die Gewinner von gestern tendenziell eher zu den Verlierer von Morgen. Denn, häufig gehört für einen Fonds auch eine Portion Glück zum Sprung an die Spitze dazu. Dauerhaft reproduzierbar ist dies dann oftmals nicht.

Fondsauswahl ein fortlaufender Prozess

Die Auswahl der einmal investierten Fonds in einem Portfolio muss zwingend regelmäßig überprüft werden. Es gilt die erreichte Wertentwicklung auszuwerten. Besonders erfreulich ist hierbei die Feststellung, das ehemalige Favoriten noch immer überzeugen können. Anders bei unterdurchschnittlich abschneidenden Fonds, hier ist ein zu langes Abwarten und Festhalten wenig sinnvoll. Immer wieder treffen wir in Fondsdepots, die zur Überprüfung an uns herangetragen werden, auf Fonds die bereis seit vielen Jahren den Möglichkeiten hinterher laufen und deshalb Unzufriedenheit auslösen. Aussitzen ist manchmal notwendig, aber nur selten eine  Strategie.
Selbstverständlich ist ein voreiliges Handeln (beim Verkauf) ebenso das falsche Rezept. Wenn sich ein Fonds schon nach kurzer Investitionszeit als nicht zufriedenstellend erweist, wurde wahrscheilich im Researchprozess zu dieser Investmententscheidung etwas übersehen. Hierbei muss noch berücksichtigt werden, welche Chancen sich in der jeweiligen Kapitalmarktsituation geboten haben, um die gewünschte Rendite zu erwirtschaften. Beispiel: Bei allgemein fallenden Börsenkursen muss auch bei einem guten Aktienfonds mit Verlusten gerechnet werden. Wer dies von vorne herein nicht dulden möchte, ist in anderen Fonds besser aufgehoben.

Fondsauswechselungen: im Zeitverlauf notwendig, mit Übersicht

Unsere Erfahrungen haben ergeben, dass es als eine normale Weiterentwicklung zu verstehen ist, wenn innerhalb von zwei Jahren jeder fünfte Fonds ausgewechselt werden kann. Das geschieht zumeist entweder aus Qualitätsgründen oder wegen personeller Veränderungen im Fondsmanagement. Wenn in einem Portfolio (eine breite Streuung auf mehrere Fonds vorausgesetzt) nach fünf Jahren keine Fonds-Veränderungen stattgefunden haben, laufen die Anlageergebnisse den Renditemöglichkeiten wahrscheinlich hinterher.

Schließlich entstehen ständig neue Ideen im Fondsmarkt. Einige davon reifen mit der Zeit zu ernst zu nehmenden Investmentkonzepten heran. Wo gute Alternativen nachwachsen, fällt ein Wechsel manchmal leicht.