Im letzten Kommentar stellten wir einige Faktoren für die zu diesem Zeitpunkt vorherrschende Marktschwäche heraus. Der Oktober brachte die positive Marktstimmung zurück und diese sorgt für steigende Kurse. Aus heutiger Sicht erfüllt sich der saisonale Verlauf der Aktienbörsen auch in diesem Jahr (siehe Beitrag vom 11. Sept.). Mittlerweile notieren besonders die europäischen Märkte wieder deutlich fester und folgen dem durchschnittlichen saisonalen Jahresverlauf beinahe mustergültig.

Einmal mehr zeichnen sich die Entscheidungen der Notenbanken für das Marktgeschehen mit verantwortlich:

  • 16. September – Die US-Notenbank FED entscheidet sich gegen den lang angekündigten ersten Zinsschritt, zur Überraschung vieler Marktteilnehmer. Die Börsen reagieren erst verunsichert, dann positiv.
  • 22. Oktober – Die europäische Zentralbank betont erneut ihre Bereitwilligkeit zu Niedrigzinsen, sowie dazu, weiterhin expansive Geldpolitik zu betreiben. „Wenn notwendig mit weiteren Stützungsprogrammen für europäische Anleihen“ betonte der EZB – Chef M. Draghi.
  • 23. Oktober – Die chinesische Zentralbank beschließt eine Leitzinssenkung von 4,6% auf 4,35% und überrascht damit die Kapitalmärkte. Nicht nur die chinesischen Börsen stabilisieren sich, auch global notieren die Aktienmärkte seither freundlich.

Zinsen fallen …

Das Zinsthema begegnet nicht nur dem interessierten Anleger immer wieder. Der globale Trend der fallenden Leitzinsen hat sich in 2015 noch einmal beschleunigt. Nur wenige Staaten erhöhten ihre Leitzinsen, zumeist als Reaktion auf steigende Inflationsraten (z.B. Brasilien, sowie afrikanische Staaten). In den meisten Währungsgebieten und speziell in den entwickelten Industriestaaten, wurden die Zinsen durchweg gesenkt (z.B. Kanada, Norwegen, Australien, China, Indien), bzw. verharren auf historischen Tiefpunkten (USA, Japan, Europa).

  • Eine Übersicht der weltweiten Leitzinssätze, sowie einige Verlaufsdarstellungen, finden sich unter:
    http://www.leitzinsen.info

Man kommt eigentlich nicht mehr umhin festzustellen, dass Zinsanlagen (z.B. Festgeld, Tagesgeld, Bausparvertrag und klassische Lebensversicherung) kaum noch Kapitalzuwachs erbringen können. Allerdings zeigen Umfragen, dass die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der „abhandengekommenen Zinsen“, bei den meisten Sparern noch nicht zum Überdenken der Konsequenzen für ihr Geldvermögen geführt hat. Nur ein geringer Teil hat eine kritische Überprüfung der bestehenden Anlageplanung oder einer Anpassung an die Verschiebung der Marktverhältnisse unternommen. Dabei ist klar: Zeit ist Geld. Wer zu viel Zeit verstreichen lässt, muss diese durch höhere Sparbeiträge kompensieren. Ansonsten ist zu befürchten, dass von der Altersvorsorge letztlich die Sorge vor dem Alter übrig bleibt.
Natürlich ist dies nicht so einfach. Hierbei müssen Laufzeiten, geduldete Schwankungsbreiten, Ertragserwartungen, persönliche Ziele, u.v.m. hinterfragt, überprüft und abgestimmt werden. Trotzdem ist es notwendig in einer sich verändernden Welt den Kapitalaufbau anzufassen und anzupassen. Besonders für mittel- bis langfristige Sparziele sollte eine strategische Abwägung der verbleibenden Möglichkeiten stattfinden, natürlich unter Berücksichtigung erfüllbarer Erwartungen an die Kapitalmärkte.

  • Dabei sollte man sich als Anleger vor einfachen oder pauschalen Antworten hüten.
    Es gibt keine allgemein fertige Antwort, auf die Frage nach einer individuellen Anlagestrategie!

Aktienkurse steigen …

Seit einigen Jahren sorgen die tiefen Zinsen andererseits für ein positives Aktienmarktumfeld. Sollten die Zinsen weiter auf dem niedrigen Niveau verharren und davon muss derzeit ausgegangen werden, wird weiterhin Kapital in Unternehmensbeteiligungen fließen. Wir rechnen damit, dass das enorme Geldvermögen auf der Jagd nach Rendite, zunehmend in soliden Aktienwerten investiert wird. Zur Erzielung von Kapitalzuwachs sollte deshalb eine gewisse Aktienquote eingeräumt werden. Vielleicht erleben wir gerade den Beginn einer neuen Epoche des Investitionsdenkens, ausgelöst durch die Not der fehlenden Zinsen?
Dabei sollte niemand auf die Idee kommen plötzlich alles auf spekulative Anlagen zu setzen. Eine Mischung verschiedener Anlageklassen ist nach wie vor möglich und sicherlich die beste Empfehlung. Wie das konkret aussehen kann lässt sich natürlich nur im persönlichen Beratungsgespräch erarbeiten.

Sparpläne – Schrittweises investieren zahlt sich aus

Eine Möglichkeit sich schrittweise dem Investitionsgedanken anzunähern, liegt in monatlichen Sparraten. Was Sparpläne leisten können ist in unserer Rubrik Fondssparpläne nachlesbar und speziell in unserem Börsenbrief-Spezial „Investieren mit Fondssparplänen“ detailliert erläutert.

Eine aktuelle Statistik zu den Ergebnissen von Fondssparplänen wurde jüngst vom BVI (Bundesverband Investment und Asset Management e.V.) bereitgestellt. Hierin ist leicht nachvollziehbar, was aus einem Sparplan von 100€ monatlich geworden ist. Bereits bei einer Laufzeit von 10 Jahren liegen alle Ergebnisse im positiven Bereich.

Sparplanergebnisse_hist_BVI_30Sept2015

Quelle: BVI, http://www.bvi.de/statistik/wertentwicklung/

  • Verschiedene Zeiträume und verschiedene Fondskategorien zeigen die Attraktivität dieser Anlageformen. Hierbei wurden auch die Kosten mit berücksichtigt. Alle Werte sind Durchschnittswerte der jeweiligen Kategorie (Fondsgruppe).
  • Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass die verschiedenen Rentenfonds künftig wesentlich geringere Ertragsaussichten besitzen, da es sich eben um verzinsliche Wertpapiere handelt.
  • Besonders spannend ist die Kategorie der Mischfonds. Dahinter eröffnet sich ein besonders breites Produktspektrum, mit unterschiedlichsten Fondskonzeptionen. Von sicherheitsorientierten bis wachstumsorientierten, von schlauen Köpfen oder Computerbasiert gesteuerten Fondsstrukturen, verbergen sich nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Anlagesteuerung.

Letztlich kann Kapital durch intelligente Zusammenstellung verschiedenartiger Fondsbausteine so angelegt werden, wie es der Investor/Anleger vorgibt. Genau dies ist unsere tägliche Arbeit: Ideen finden, analysieren, selektieren und kombinieren – Anlagelösungen mit Investmentfonds.

Mit Beginn der zweiten Augusthälfte wurde in diesem Jahr der „Börsenherbst“ eingeläutet. Wir fassen einige Einflussfaktoren zusammen, die aktuell die Gedanken der Investoren und damit die Kurse beeinflussen.

Faktor 1 – Saisonaler Verlauf

Die saisonale Betrachtung des Aktienmarkt-Verlaufes offenbart in jedem Jahr eine erhöhte Anfälligkeit für Kurs-Korrekturen im Zeitraum von August bis November. Die Gründe dafür sind letztlich unerheblich.

Der nachfolgende „saisonale Chart“ fasst den jährlichen Börsenverlauf der letzten 21 Jahre zusammen,
hier für den Europäischen Aktienmarkt, anhand des Index: DJ EuroStoxx50:

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DJ_EuroStoxx_Saisonal 21 Jahre_2015

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Die Entwicklung in 2015 lief bisher nach ähnlichem Muster ab. Im 1. Halbjahr konnten die Kurse über 20% zulegen, per 03. September stehen noch ca. 6% Gewinn zu Buche.

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Eurostoxx50_Chart_Januar-August 2015

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Faktor 2 – China

Sucht man nach dem vermeintlichen Auslöser dafür, dass die Stimmung an den weltweiten Börsen seit dem 17./18. August plötzlich ungemütlich wurde, trifft man auf China.

a) Wirtschaftsmacht China – von globaler Bedeutung
Über die Bedeutung von Chinas Wirtschaft für die Welt und damit auch für Unternehmen in aller Welt, gibt es keinen Zweifel. Nach den USA ist China bereits die zweitgrößte Wirtschaftsmacht und kann noch immer auf ein dynamisches Wirtschaftswachstum verweisen. Nun kommen Befürchtungen darüber auf, das China das hohe Wachstumstempo nicht länger halten könnte. Wächst China langsamer, wächst die Welt langsamer. In den letzten Wochen wurde nun eine Abschwächung Chinas in den Kursen weltweit vorweggenommen.
An der Börse wird Zukunft gehandelt. Manchmal tritt diese vorausschauende Erwartung ein, manchmal stellt Sie sich als Übertreibung heraus.

b) Börsenentwicklung in China – eine hausgemachte Entwicklung
Im Sommer 2014 unternahm die chinesische Regierung Bemühungen dahingehend, den wachsenden Wohlstand und das Geldvermögen der Bürger im Land zu steuern. Es sollte eine Aktienkultur angestoßen werden (die bis dahin kaum Bedeutung hatte) und schließlich auch eine Stärkung der chinesischen Unternehmen mit Inlandskapital. Ab August 2014 startete eine regelrechte Börsenrallye. Hierbei blieb eine asiatische Mentalität nicht ohne Bedeutung, die allgemeine Neigung der Chinesen zum Glücksspiel. Mit steigenden Kurse wurde nicht nur das bestehende Geld „angelegt“, sondern es folgten schnell Spekulationen auf Kreditbasis.

Binnen weniger Monate führte die künstlich hervorgerufene Neuentdeckung der Aktie zu hohen dreistelligen Kursgewinnen. Der Börsenindex „Shanghai A“ legte eine Kursrallye um ca. 150% hin. Einzelne Aktienwerte gewannen dabei tausend Prozent.

Zudem ist wissenswert, dass am betreffenden Börsenplatz fast ausschließlich Chinesen Aktien von chinesischen Unternehmen handeln, dieser Marktplatz ist von Chinesen, für Chinesen. Die meisten Anleger können ausschließlich an dieser Börse handeln und sammelten somit ihre ersten Erfahrungen mit Wertpapieren.
Ein wenig ist die Situation mit den Jahren 1999/2000 in Deutschland zu vergleichen, als auch viele deutsche Anleger ihre ersten Erfahrungen in der Euphorie sammelten… .

Grafik: Shanghai A Shares Index – China Inlandsaktien, Zeitraum: Januar 2014 – August 2015

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China - Shanghai A Index_01.2014-08.2015

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Im April 2015 erreichte die Spekulation ihren Höhenpunkt. Es begann eine noch immer anhaltende Abwärtsfahrt der Inlandsbörse in China. Im Juli Griff der chinesische Staat in das Börsengeschehen ein, um die Talfahrt aufzuhalten. China unternahm Aktienkäufe mit Staatsgeldern, um die Börsenkurse zu stützen. Derzeit schwanken die Kurse noch immer stark, auf der Suche nach einer Normalität. Betrachtet man die Bewertung der Aktien nach klassischen Kennzahlen, wäre die Überhitzungsphase bereits weitgehend bereinigt. Aber dieser Markt hat eigene Regeln.

Faktor 3 – Steigende Zinsen in den USA ja oder nein?

Dieser Punkt zählt sicherlich zu den bedeutendsten für die Kapitalmärkte, weshalb auch seit einigen Jahren immer wieder darüber diskutiert wird. Die US-Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren stabilisiert, ebenso die offiziellen Daten zum US- Arbeits- und Immobilienmarkt. Allerdings verharren die US-Zinsen seit Ende 2008 nahe Null, also noch immer im Krisenmodus.

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Leitzinsen USA_Aug 2015

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Die große Frage besteht nun einerseits darin wann mit der ersten Erhöhung begonnen wird, und zweitens wie hoch in der Folge die Zinsen angehoben werden. In der vorherrschenden Marktmeinung wird mit einer ersten Anhebung in diesem Jahr und weiteren Zinsschritten im nächsten Jahr gerechnet. Dies wäre ein Faktor der dämpfend auf die Aktienkurse wirken könnte, deshalb reagieren die Börsen im Vorfeld nervös.

Allerdings hat keiner ein Interesses daran, den laufenden Wirtschaftsaufschwung zu gefährden, auch nicht die FED (US-Notenbank). Ein kleiner Zinsschritt wäre sicherlich leicht verdaulich und zudem eine beruhigende Antwort auf die Ungewissheit vieler Marktteilnehmer. Sollten sich die Ansichten allgemein dahingehend entwickeln, dass die Zinsen nur sehr behutsam steigen, würde frischer Rückenwind für die Aktienmärkte aufkommen. Wir rechnen nicht damit, dass die Zeit einer deutlichen Zins-Wende bereits gekommen ist.
Der Zinsentscheid der FED wird am Abend des 17.09.15 veröffentlicht.

Fazit:

Die saisonal schwierigste Marktphase ist erreicht. Dabei dämpfen Befürchtungen über eine Wachstums-verlangsamung von China die Stimmung und der Einfluss der US-Zinsentscheidung wirft seine Schatten voraus.
Hingegen lässt die konjunkturelle Entwicklung derzeit keine substantiellen Schwächen erkennen, weshalb es keinen echten Grund für Pessimismus gibt. Für die Erzielung von Kapitalerträgen stellen die absolut niedrigen Zinsen keine befriedigende Antwort dar, die Attraktivität von Aktien bleibt wohl noch länger unangefochten.
Es gilt die alte Regel: „The Trend is your Friend“ – stelle dich nicht gegen den Markt.

Sicherlich ist es aktuell nützlich Cashreserven zu haben. Wenn die Kurse nachgeben sollten, eröffnen sich damit Handlungsspielräume, um auf günstigerem Niveau Chancen wahrzunehmen.

Vorschau: In einem nächsten Börsenkommentar werfen wir einen Blick darauf, was historisch übrig blieb von kurzfristigen Meinungen, unter der Betrachtung von langfristigen Ergebnissen.

In den letzten Monaten dominierte das Thema Griechenland die Nachrichtenlage. In den letzten Wochen erregten Marktentwicklungen in China die allgemeine Aufmerksamkeit, wo sich nach schnellen, hohen Börsengewinnen, eine ebenso schnelle Phase der Ernüchterung breit machte. Das dritte dominierende Thema, ein wirklich bedeutendes für die Kapitalmärkte, ist die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank: kurzfristig steigende Zinsen, ja oder nein?

Im Tagesgeschehen reagieren die Kapitalmärkte momentan relativ schwer kalkulierbar, was wohl auch den geringeren Börsenumsätzen in der Sommerferienzeit zugeschrieben werden darf. Seit Jahresbeginn zeigen sich besonders die europäischen Börsen freundlich, hier stehen noch immer zweistellige Kursgewinne zu Buche. Der kurzfristige Trend verläuft eher seitwärts, mit dem Ende der Urlaubszeit wird es sicherlich auch an den Börsen wieder spannender.

Verfolgt man die tägliche Kapitalmarkt-Berichterstattung der Presse und der Nachrichtensender, entsteht manchmal der Eindruck, als wären alle Berichte und Schlagzeilen ganz entscheidend für die Richtung des künftigen Börsenverlaufes, jeden Tag auf`s Neue. So ist es natürlich nicht. Die dabei wohl eher aus dem Selbstzweck heraus erzeugte Sinnfrage, nämlich nach Begründungen für tägliche Kursbewegungen, muss der Investor nicht zu hoch bewerten.

In solchen Phasen ist es nützlich einen Schritt zurück zu treten, zu den verschiedenen Bühnen auf Distanz zu gehen, und die eigentlichen Grundüberlegungen ins Blickfeld zu rücken, die bei der Strukturierung von Anlagen wichtig sind.

Zum Beispiel die Frage: „Welche Anlagen sind derzeit attraktiv genug, um sich daran zu beteiligen?“

Deshalb möchten wir diesmal einen aktuellen Börsenkommentar von Marktkenner Stefan Risse einbinden, der Abseits des Tagesgeschehens das übergeordnete Marktumfeld zusammenfasst und eine Konsequenz bereithält. Herr Risse arbeitete einige Jahre mit dem geschätzten und leidenschaftlichen Börsenianer André Kostolany zusammen und vertritt auch heutzutage gern das „alte Börsendenken“, „alt“, im Sinne von bewährt.

Hier der Link zum lesenswerten Beitrag: „Aktien – teuer oder billig?“

http://www.rissesblog.de/2015/08/aktien-teuer-oder-billig/

Trotz des heißesten Sommers den Deutschland seit langer Zeit erlebt, gilt es kühlen Kopf zu bewahren, wenn es um Anlageentscheidungen geht.

Apple hat in der Rangliste der wertvollsten Marken der Welt die Spitze zurückerobert, so eine aktuelle Marktforschungsstudie. Ausgerechnet ein Anbieter für portable Musikabspielgeräte, Telefone und Computer gilt als wertvollste Marke der Welt? Manche werden Fragen, hat die Welt keine wichtigeren Themen?

Allerdings geht es bei Apple um viel mehr als um technische Endgeräte+Software, es geht um die zeitgemäße Mischung aus technischen Möglichkeiten und dem Gefühl des Besonderen.

Apple – Innovation trifft Zeitgeist

So wurde das jüngte Mitglied der I-Familie, die Apple Watch, nicht nur von Fans hoffnungsvoll erwartet. In ersten Testberichten wird beschrieben, dass die alleinstehende Armbanduhr als ein energiehungriges Endgerät einzustufen wäre, welches „auf einer Höhe“ mit bestehenden Konkurrenzprodukten rangiert. Ihren Mehrwert entfaltet die Smartwatch für den, der bereits ein anderes Gerät von Apple besitzt, ein I-Phone. Erst durch die Verknüpfung bündeln sich technische Neuheiten, multimediale Anwendungen und Design zur echten Innovation. Der luxusaffine Konsument darf auch eine Gold-Edition erwerben, wobei das Gehäuse aus 18 Karat Gold besteht.

Nimmt man die Gesamtheit der Apple Kreationen der letzten Jahre, zeigt sich das die Amerikaner eine eigene hochpreisige technische Welt erschaffen haben und das I-Universum wird mit aller Konsequenz weiter vorangetrieben. Die Produkte koppeln sich von der Konkurrenz ab und sind miteinander verknüpfbar. Und falls Apple eines Tages ein I-Car bauen sollte, dann wird es vielleicht über das I-Phone gestartet und gesteuert?

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Apple-Chart7

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Was die Besitzer der I-Geräte stolz und zufrieden macht, macht auch Anteilsinhaber glücklich. Apple hat ein Markenkonzept etabliert und besitzt genug Kapital die Zukunft kreativ mit zu gestalten. Der Wert der Produkte spiegelt sich im Wert der Marke wieder und letztlich auch im Vertrauen der Investoren in das Unternehmen.

Nun sind Überlegungen darüber, dass der Nutzen von Produkten auch zur Wertsteigerung des dahinter stehenden Unternehmens führt, natürlich nicht neu. Genau dies machen sich Wertpapier-Anleger seit rund 400 Jahren zu nutze.

Werte schaffen mit Wertpapieren

Die Schwierigkeit besteht natürlich darin, systematisch zu filtern welche Unternehmen gute Chancen besitzen Ihren Wert zu steigern. Mit dem Erwerb von Wertpapieren eines Unternehmens eröffnen sich zwei wesentliche Ebenen der Wertsteigerung.

  • Einmal in Form einer jährlichen Ausschüttung aus Unternehmensgewinnen, der Dividende. Gerade in der langfristigen Anlageentwicklung spielen Dividenden eine wichtige Rolle und können einen großen Anteil der Wertsteigerung ausmachen.
  • Die zweite Zuwachsquelle ist die Kursentwicklung, d.h. der Preis zu dem der Kapitalmarkt (die Gesamtheit der Investoren) eine Firma an der Börse handelt. Darin sind Erwartungen an die künftige Geschäftsentwicklung enthalten, sodass Wertpapiere Kursschwankungen unterliegen. Allerdings ist der Kurs (=Preis) nicht mit dem Wert des Unternehmens gleichzusetzen ist.

„Was Sie bezahlen ist der Preis, was Sie bekommen ist der Wert.“ – Warren Buffet

Die Strategie entscheidet

Letztlich ist es notwenig in eine Vielzahl von aussichtsreichen Werten zu investieren. Erst die Streuung verleiht Sicherheit darüber, das eine schwache Entwicklung eines Unternehmens von der Mehrheit guter Unternehmen aufgefangen werden kann. Hierin besteht der wesentliche Unterschied zwischen Spekulation und Investition.

Will der Anleger nach diesem Prinzip der Risikoverteilung vorgehen, so gestaltet sich die Verfolgung der einzelnen Werte nicht nur zeitlich aufwendig. Deshalb ist es nützlich hierfür kompetente Fondsmanager zu engagieren, welche diese Aufgabe professionell betreiben.

Und damit Sie sicher sein können auch wirklich hervorragende Fondsmanager für die verschiedenen Wertpapiere auszuwählen, gibt es Dienstleistungen wie unsere: Trüffelschweine für Fondsanlagen.

Investieren ist also gar nicht so schwer. Dabei geht es nicht nur um Rendite, sondern vor allem darum, sein Geld flexibel, gut strukturiert und vorausschauend zu investieren.

Ein spannendes Jahr mit vielfältigen Ereignissen liegt hinter uns. Wenig Grund zur Freude hatten Anleger mit Bankprodukten, wie Tagesgeld und Sparbuch. Für Anleger in Wertpapieren war 2014 hingegen ein angenehmes Anlagejahr.

1. Markteinflüsse:

Wesentlichen Einfluss auf das Kapitalmarktgeschehen hatten einmal mehr die Notenbanken. So senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins für Europa zwei mal, auf aktuell 0,05%, um damit die Refinanzierung der schwachen Euro-Staaten und die Stützung der Banken zu gewährleisten. Im Oktober verkündete die japanische Notenbank (Bank of Japan), dass Sie auch künftig nicht nur eigene Staatsanleihen kaufen wird, sondern ebenso Aktienanteile japanischer Unternehmen erwerben will. Japan ist das am höchsten verschuldete Land der Welt und seine Notenbank druckt Geld, um damit Aktien zu kaufen. Diesem Gedanken können Sie ruhig einige Minuten freien Lauf lassen … .

In der ersten Jahreshälfte entwickelte sich die Ukraine-Krise vom Streitpunkt zum politischen Graben zwischen Europa und Russland. Die daraufhin erlassenen Sanktionen der EU gegen Russland, schadeten letzten Endes beiden Seiten, sodass der zarte Aufschwung der Eurozone wieder an Fahrt verlor.

Zu den größten Überraschungen im zweiten Halbjahr zählt wohl der Verfall des Ölpreises, um gut 50% (die Umstände dessen sollen hier vernachlässigt bleiben). In der Folge gerieten Länder welche stark vom Ölpreis abhängen, wie Russland, Venezuela oder Brasilien, in Bedrängnis.

  • 2014 – Das Jahr in dem der Zins abhanden kam
    Der Zins, der seit Jahrzehnten als verlässlicher Faktor für Anleger selbstverständlich war, notiert nun nahe der Nulllinie. Zwangsläufig nähert sich die Verzinsung von Bankanlagen ebenfalls diesem Niveau an. Das bedeutet speziell für den konservativen Anleger nichts Gutes. In der Folge haben alle zinsabhängigen Anlageprodukte ein Problem. Dies wird umso unerfreulicher, je länger die Niedrigzinsphase anhält. Wir kommen bei den Rückschlüssen nochmals auf Konsequenzen des fehlenden Zinses zurück.
  • Aktienmärkte – Ergebnisse durchwachsen bis gut
    Im Gegenzug zum fehlenden Zins profitierten Aktienwerte in vielen Ländern und erreichten teils neue Allzeithochs. So schlossen die europäischen Aktienmärkte das Jahr mit kleinen Gewinnen, trotz der Wachstumsschwäche der Wirtschaft. Der deutsche Leitindex DAX überquerte erstmals die 10.000 Punkte-Marke. Der amerikanische Leitindex DOW Jones, stieg kurz vor Jahresschluss erstmals über 18.000 Punkte. Die USA sind zurück in der Rolle des Leitwolfes für die globale Wirtschaftsaktivität, der Aktienmarkt zeigte sich in Feierlaune.
    Auch viele Börsen in den Schwellenländern stabilisierten sich, sodass hier unsere Erwartung aufging. Speziell die asiatischen Kapitalmärkte in China und Indien performten dynamisch.

2. Ergebnisse

Der Euro schwächte sich im Jahresverlauf gegenüber den meisten anderen Währungen ab. So wertete der US-Dollar gegenüber dem Euro um rund 13% auf. Anlagen in US-Dollar gewannen durch den Wechselkurs-Effekt im entsprechenden Maße. Dadurch lässt sich der Großteil des Zuwachses im Weltaktienindex (16%) erklären. Bereinigt um den Währungseffekt, erreichte der MSCI-Welt Aktienindex einen Gewinn von ca. 3%.
US-Aktien erreichten für europäische Anleger gut 27%, hälftig aus Währungs- und Kursgewinnen bestehend.
Auch der Goldpreis profitierte von der Währungsentwicklung, 10% legte das Edelmetall auf Eurobasis zu und versucht sich derzeit an einer mittelfristigen Bodenbildung.

Ergebnisse mit Fondsanlagen

Grundsätzlich bot sich ein günstiges Umfeld für Fondsmanager, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Durch geschickte Auswahl von Aktienwerten war es möglich, bessere Wertentwicklungen zu erzielen, als die jeweiligen Indizes.

In der nachfolgenden Grafik sind die Wertentwicklungen von verschiedenen Fondskategorien dargestellt. Hierbei haben wir einen Mittelwert unserer Top-Fonds für die jeweilige Kategorie zu Grunde gelegt. Es gab teilweise erhebliche Unterschiede zwischen den Indizes und Fondsergebnissen.

Wertentwicklung_Fonds_2014

Aktive Fonds lassen Indizes hinter sich

Zum Beispiel konnten viele Aktienfonds der Regionen Europa und Deutschland, die eine gezielte Selektion in der Auswahl der Einzeltitel berücksichtigen, den EuroStoxx50 und den DAX hinter sich lassen. Während der EuroStoxx50 sich um 2% verbesserte, gelang unserem Top-Fonds ein Zuwachs von 12%. Bei deutschen Aktienwerten, lag unser Top-Manager bei 9% Wertverbesserung (DAX 3%). Genau deshalb setzen wir bewusst nicht auf passive Investments wie ETF, sondern selektieren Produkte hinsichtlich der Kompetenz aktiver Investmententscheider. Nur so besteht die Chance auf Mehrwerte.

Mischfonds ist nicht gleich Mischfonds

In den Mischfonds-Kategorien gab es letztlich eine breite Streuung der Ergebnisse. Die Spitzenprodukte bei defensiven Mischfonds erreichten gar 2-stellige Wertzuwächse. Warum? Ganz einfach weil sich teilweise extrem unterschiedliche Produktgestaltungen hinter dem Oberbegriff Mischfonds wiederfinden. Deshalb muss bei der Selektion dieser Fondskonzepte besonders genau darauf geachtet werden, was das Management letztlich mischt. So wird es für überwiegend zinsorientierte Produkte künftig sehr schwierig, die guten Egebnisse der Vergangenheit zu wiederholen.
Im Durchschnitt konnte mit risikoarmen Fonds ein Zuwachs von 6% eingefahren werden. Für die kommenden Jahre setzen wir die Erwartungen bei unseren Fonds-Favoriten etwas geringer an, bei Jahresrenditen zwischen 3-5%. Hierin sollten sich auch die Bedürfnisse der sicherheitsorientierten Anleger wiederfinden.

3. Rückschlüsse

Auswirkungen des Niedrigzinses auf zinsabhängige Anlagen

Bereits jetzt bieten Bankanlagen (z.b. Sparbücher, Tagesgeld) und Bausparverträge keine Chance auf reale Kapitalvermehrung. Auch zinsabhängige Anlageformen wie die klassische Lebensversicherung geraten zusehens in Bedrängnis. Um bei letzteren gegenzusteuern, verabschiedete die Bundesregierung im August 2014, mit dem so genannten LVRG (Lebensversicherungsreformgesetz), ein Gesetz „zur besseren Vorbereitung der Versicherer auf eine andauernde Niedrigzinsphase“. Wer künftig seine Altersvorsorge mit klassischen Lebensversicherungen betreiben möchte, erhält seit dem 01.01.2015 eine Zinsgarantie über 1,25% (vorher 1,75%; verzinst wird dabei der Sparanteil, also der Beitrag nach Abzug der Kosten des Versicherers). Was den Versicherern zunächst hilft, hilft der Attraktivität der Produkte keineswegs.

  • Um es deutlich zu sagen: Niemand sollte sich im nun erreichten Zinsumfeld noch auf die vorbenannten zinsabhängigen Anlageformen verlassen. Weder für den Kapitalaufbau, noch um damit Vorsorge zu betreiben. Wer dies tut, wird sich früher oder später in der Situation wiederfinden, seine Entscheidung korrigieren zu müssen.

Ausblick 2015

Sicherlich werden die Kapitalmärkte weiterhin den Worten und Taten der Notenbanken in Europa, USA und Asien zugewandt sein. Durch deren „Politik der niedrigen Zinsen“, worin sich eigentlich der Kampf um die globalen Machtverhältnisse ausdrückt, verbleiben dem Anleger in verzinslichen Papieren kaum noch Ertragschancen. Der Schritt vom Nullzins zum Strafzins für Bankanlagen, macht bereits die Runde, für institutionelle Anleger sind Abgaben für Guthaben bereits Realität. Da die EZB (Europäische Zentralbank) für Einlagen von Finanzinstituten seit Oktober 0,25% Zins verlangt, werden Banken verstärkt über die Weitergabe dieser Kosten an Bankkunden nachdenken.
Wir erwarten daher, dass zunehmend Kapital in Richtung Aktien und Sachwerten verschoben wird. Der schwache Euro verschafft europäischen Unternehmen Vorteile im globalen Wettbewerb. Die Talfahrt des Ölpreises senkt Energiekosten, wodurch Verbraucher und Unternehmen weltweit entlastet werden. Selbst wenn das globale Wirtschaftswachstum 2015 nur in kleinen Schritten vorankommt, werden dadurch die Gewinnmargen der Unternehmen gestützt. Aktionäre können sich weiter an Dividenden deutlich über dem Zinsniveau erfreuen. Sicherlich auch ein Argument, welches den Börsen in 2015 Rückenwind verschafft.

Fazit: Die Anlagechancen liegen weiterhin auf Seiten der Wertpapiere und nicht bei Papierwerten.